Connect with us

Hi, what are you looking for?

Fachwissen

Drei wichtige Punkte für eine erfolgreiche Kickoff-Präsentation

Das neue Jahr hat begonnen und Vorstände und Geschäftsführer denken über ihre Präsentationen zum Jahresauftakt nach. Und selbst wenn Budget, Veranstaltungsort und Leitmotiv bereits geklärt sind, müssen sie trotzdem noch ihre Gedanken für die Präsentation sortieren und planen.

Christian Stoll - Fotolia.com

1. Das Publikum verstehen

Allgemein gibt es in jedem Publikum drei verschiedene Zuschauertypen − Sachliche, Kreative oder Emotionale.

Sachliche Personen möchten schnell zum Punkt kommen und die Zahlen und Fakten hinter einer Botschaft verstehen.

Kreative Zuschauer sind dagegen glücklich, wenn sie eine visuell durchkomponierte Präsentation zu sehen bekommen. Sie möchten nicht allzu schnell ins Detail gehen.

Den dritten Typ kann man als Emotionale bezeichnen. Sie beurteilen den Vortragenden und seine Präsentation ziemlich schnell anhand von Persönlichkeit, Körpersprache, Kleidung und den ersten paar Folien.

Die Präsentation muss daher genau die richtige Balance zwischen Abstand und Nähe zum großen Faktenberg finden, um den es gehen wird. Investoren gehören tendenziell zum „sachlichen” Zuschauertyp − also sollten diesen Zuhörer auch viele Einzelheiten erhalten.

Menschen, die mit ihrer linken Hirnhälfte denken, möchten Logik, Analysen, Fakten, Struktur und Details sehen − was ohnehin den Großteil vieler Auftaktpräsentationen ausmacht. Zuschauer, die vor allem mit der rechten Hemisphäre denken, sehnen sich dagegen nach visuellen Elementen, Kreativität und dem größeren Zusammenhang. Deshalb kommen oft viele der Zuschauer zu kurz.

Mithilfe von Design und Struktur kann ein kreativer Weg gefunden werden, mit dem beide Publikumstypen erreicht werden können. Vor der Keynote sollte der Vortragende sich etwas Zeit zum Nachdenken nehmen und eine ordentlich aufgereihte Darstellung für die “Linkshälfter” im Publikum erarbeiten und danach Design und Botschaft so darauf aufbauen, dass auch die “Rechtshälfter” unter den Zuschauern erreicht, inspiriert und motiviert werden können.

2. Vortragender als Geschichtenerzähler

Es ist keine Überraschung, dass Menschen seit tausenden von Jahren und lange vor Stift und Papier einfache Geschichten nutzten, um sich beim Erinnern wichtiger Informationen zu helfen. Menschen sind darauf programmiert, Erzählern zuzuhören, von ihnen berührt und inspiriert zu werden.

Der Vortragende sollte seinen Inhalt der Präsentation so aufbauen, als würde er eine Geschichte schreiben. Das Erzählen einer Geschichte ist eine kraftvolle Form der Kommunikation, es verändert das Denken und Fühlen. Schriftsteller und Drehbuchautoren nutzen diese Narrationsstruktur seit Jahren. Der Vortragende sollte also die folgenden Fragen beantworten, um sie als Grundlage für die Entwicklung des Inhalts zu nutzen:

  • Wo spielt die Geschichte?
  • Wer ist die zentrale Figur?
  • Was möchte oder benötigt die Figur?
  • Was oder wer steht im Weg?
  • Was ist die Lösung und wie kommt es dazu?
  • Wie sieht die neue Realität aus?

Diese Gliederung kann für ein spezifisches Segment der Rede oder als Gerüst für die gesamte Präsentation verwendet werden − je nach Bedarf und Thema.

Tipp: Die Keynote sollte mit einem Video beginnen, in dem Kunden über ein Problem, Anliegen oder Bedürfnis sprechen; den Weg beschreiben, bis sie auf die richtige Lösung stießen und erklären, wie sie davon profitiert haben. Dies kann zum Beispiel den Mitarbeitern helfen, sich auf diejenigen zu konzentrieren, deren Zufriedenheit für den Erfolg am wichtigsten ist.

Planung der Inhalte

Der Inhalt der Präsentation ist entscheidend. Es ist wie einen Kuchen backen: die wichtigsten Zutaten sind die Kernbotschaft, der Inhalt und das Design.

Die Botschaft

Welchen Gedanken der Präsentation soll das Publikum mit nachhause nehmen? Nicht mehr als drei Schlüsselbotschaften sollten in der Präsentation vorkommen, die regelmäßig wiederholt und immer wieder in die Präsentation eingestreut werden müssen.

Die Inhalte

Der Vortragende sollte eine Geschichte entlang einer Gliederung wie der obigen aufschreiben. Er sollte sich vorstellen, ein Drehbuch zu schreiben. Wichtig dabei sind Klarheit, Präzision und Effizienz .

Sobald der erste Entwurf fertig ist, sollte dieser rezensiert und bearbeitet werden.
Alle Inhalte sollten gelöscht werden, die die Aufmerksamkeit des Publikums von den Unternehmenszielen und -strategien ablenken würden.

Das fertige Manuskript fasst genau diese Unternehmensziele zusammen: Es ist grob das, worüber der Vortragende sprechen möchte, allerdings NICHT das, was als Text in die Präsentation kopiert werden sollte. Der Vortragende muss nun das Manuskript nehmen und es in Überschriften und kleinere Informationseinheiten zusammenschreiben, die beim Erinnern des Ablaufs der Geschichte helfen können (mehr dazu im nächsten Absatz). Nun ist es an der Zeit, die Präsentation zu gestalten.

3. Wie der Vortragende sich den Text schnell merken kann

Als CEO oder Geschäftsführer hat der Vortragende mit Sicherheit bereits zahlreiche Präsentationen gehalten. Aber selbst dann bedarf es einiger Übung, vor einem Publikum zu stehen und eine gute Stunde ohne Notizen oder langen Text auf den Folien zu sprechen.

Nichts macht selbstbewusster als Erfahrung. Aber es gibt noch einige andere, weniger bekannte Techniken, die Gedächtnissportler und Moderationsprofis für ihre Präsentationen nutzen.

Der sogenannte „Hippocampus” ist für das Gedächtnis verantwortlich und sehr effektiv im „Geo-Tagging”, also der Verknüpfung von Erinnerungen mit den Orten, an denen sie stattgefunden haben.

In einer aktuellen Studie fanden Neurowissenschaftler heraus, dass diese Geo-Tags kurz vor Abruf der Erinnerung aktiviert werden.

Gedächtnispaläste

Gedächtnissportler wissen dies und verwenden Gedächtnispaläste (auch als „Loci-Technik” bekannt), um sich an große Mengen von Informationen zu erinnern.

Es funktioniert folgendermaßen: der Vortragende sollte sich einen Ort wählen, den er wie seine Westentasche kennt, etwa die Wohnung, das Büro, den Arbeitsweg, etc.

Dann sollte er damit beginnen, die Eckpunkte der Rede innerhalb dieses Orts so zu platzieren, das sie eine sinnvolle und leicht zu merkende Route ergeben. Jedes Zimmer kann beispielsweise einen wichtigen Gedankenschritt der Präsentation oder wichtige Stationen einer Reise darstellen.

Dann baut der Vortragende die Story entlang dieser Route auf. Etwa kann er draußen vor der Haustür beginnen. Dies können ihm die einführenden Worte der Präsentation ins Gedächtnis rufen. Dann kann er auf die Türklingel sehen, um nicht zu vergessen, sich hier kurz zu fassen. Nun betritt er den Flur und sieht den großen Spiegel. Dies erinnert ihn daran, zurückzublicken, über die Vergangenheit zu sprechen und wie es dazu kam, dass er heute hier steht und eine Präsentation hält. Dann geht er ins Wohnzimmer, das den ersten großen Abschnitt der Präsentation beinhaltet. Der Blick steift an Fernseher, Sofa und Esstisch entlang, die alle einen bestimmten Gedanken der Präsentation repräsentieren.

Und wenn der Vortragende während der Präsentation einmal den Faden verlieren sollte, kann er sich ganz unkompliziert daran erinnern, wo er auf der Route stehen geblieben war und von dort aus anknüpfen.

 

Spencer Waldron

Anzeige

Die letzten Beiträge

News

Die Zahlen sind alarmierend. 250.000 Krankenhauseinweisungen im Jahr in Deutschland sind auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen eines Medikamenten-Cocktails zurückzuführen. Laut einer Forsa-Umfrage, die im Auftrag der...

Top-Tipps: Restaurants & Co.

Die Domstadt Köln ist nicht nur für ihre wirtschaftliche und kulturelle Vielfalt, sondern auch für ihre reizvolle gastronomische Landschaft bekannt. Dabei sind es nicht...

Fachbeiträge Recht & Steuern

Die Wirtschaft erholt sich und die Auftragslage in Unternehmen nimmt endlich wieder zu. Parallel dazu steigt jedoch auch die Arbeitsbelastung sowie die Anspannung der...

Life & Balance

Studien belegen: Jede zehnte Beziehung findet im eigenen Job statt. Die Liebe im Büro muss nicht zwingend zum Scheitern verurteilt sein und ist deutlich...

Life & Balance

Büroverpflegung zeigt sich im stressigen Arbeitsalltag etwas schwierig. Die Gerichte sollten schnell gehen und gleichzeitig schmackhaft sein. Zwei Komponenten, die sich nicht immer miteinander...

Die 11 erfolgreichsten U20-Unternehmer Die 11 erfolgreichsten U20-Unternehmer

Startups

Die erste selbst verdiente Million ist der größte Traum vieler Unternehmer. Während sich einige zeit ihres Lebens vergeblich darum bemühen, schaffen es andere schon...

Beliebte Beiträge

News

Hotellerie am Limit: Zu Beginn der Hauptreisezeit fehlt in vielen Kölner Hotels und Pensionen das nötige Personal. „Rezeptionistinnen, Köche, Barkeeper, Service- und Reinigungskräfte werden...

News

Viele wollen sich etwas leisten – und das Klima schützen. Im Spannungsfeld dieses scheinbaren Dilemmas operiert der florierende Onlinehandel in Europa. Denn 60 Prozent...

News

Damit die Energiewende gelingen kann, müssen die Energiesysteme digitalisiert werden – daran haben die TH Köln und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) von 2017...

News

Svea Solar ist in den letzten Jahren zu einem der größten Solarenergieunternehmen Europas herangewachsen. In diesem Jahr konnte das schwedische Unternehmen zwei weitere Investoren...

News

Wie kann die Kölner Wirtschaft während der Pandemie bestmöglich beraten und unterstützt werden? Um auch ohne persönlichen Kontakt weiterhin Unternehmen, Startups und Selbstständigen zur...

News

Seit 15 Jahren unterstützt das Mediengründerzentrum NRW junge Medienunternehmer:innen dabei, ihre kreativen Visionen in tragfähige Geschäftsmodelle umzusetzen. Mit einem Stipendium, mit branchenspezifischem Know-How und...

ZIM Förderung

ZIM Förderung

ZIM Förderung – Programm für mehr Innovation und Wachstum im Mittelstand

Digital Signage

Digital Signage: das innovative Flaggschiff der Werbe- und Informationsbranche

Weitere Beiträge

News

Sieht man sich heute in Wirtschafts- und Lifestyle-Magazinen um, merkt man eines recht schnell. Millionäre werden immer jünger. Schon lange ist die Zeit vorbei,...

News

Die Gamescom 2020 öffnet vom 27. bis 30. August virtuell ihre Tore. Europas größte Messe für Computerspiele findet aufgrund der Corona-Situation ausschließlich im Internet...

News

Die Anzahl der Beschäftigten, die Games in Deutschland entwickeln und vertreiben, ist zum zweiten Mal in Folge zurückgegangen. Waren 2019 noch 10.487 Menschen in...

News

Zugangsbeschränkungen am Eingang, Abstandsmarkierungen am Boden, Warnschilder allenthalben – an dieses Bild haben sich Millionen Kunden im stationären Handel inzwischen gewöhnt. Viele finden es...

News

Die Kölner LANXESS arena macht vor, wie Events auch in Corona-Zeiten wieder live funktionieren können. Nach dem Restart im neuen Gewand sagt Profiler Suzanne...

News

Kontakte sind soziales Kapital. Soziales Kapital übersteht nicht nur Krisen, es hilft auch, besser durch sie hindurch zu kommen. Das erfahren gerade sehr viele...

News

Als Anlaufstelle für wirtschaftliche Fragestellungen rund um den Corona-Virus bündelt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die aktuell vorhandenen Informationen und Services für Kölner Unternehmen.

Finanzen

„SchuldnerAtlas 2019 – Metropolregion Köln/Bonn“ von Creditreform Köln und Creditreform Bonn: Schuldnerquoten in Köln, Bonn, Euskirchen, Rhein-Erft, Rhein-Berg, Oberberg, Rhein-Sieg und Ahrweiler weitgehend konstant...

Anzeige