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Studie: Reallöhne in Deutschland seit 2004 rückläufig

(ddp.djn). Die Netto-Reallöhne in Deutschland sind erstmals über einen Zeitraum von mehreren Jahren rückläufig. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sind sie seit Anfang der 90er Jahre kaum gestiegen und von 2004 bis 2008 sogar zurückgegangen. Dies sei eine in der Geschichte der Bundesrepublik einmalige Entwicklung, denn nie zuvor sei ein durchaus kräftiges Wirtschaftswachstum mit einer Senkung der realen Nettolöhne über mehrere Jahre einhergegangen.

(ddp.djn). Die Netto-Reallöhne in Deutschland sind erstmals über einen Zeitraum von mehreren Jahren rückläufig. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sind sie seit Anfang der 90er Jahre kaum gestiegen und von 2004 bis 2008 sogar zurückgegangen. Dies sei eine in der Geschichte der Bundesrepublik einmalige Entwicklung, denn nie zuvor sei ein durchaus kräftiges Wirtschaftswachstum mit einer Senkung der realen Nettolöhne über mehrere Jahre einhergegangen.

«Im internationalen Vergleich ist die Lohnentwicklung außerordentlich schwach», sagte DIW-Experte Karl Brenke. Dies sei umso bemerkenswerter, da die steigende Qualifikation der Arbeitnehmer eigentlich einen Anstieg der Verdienste rechtfertigt hätte. Eine Ursache dieser Entwicklung sieht Brenke in der geringeren Verhandlungsmacht der Gewerkschaften.

Wie die Studie weiter ergab, sind im Gegensatz zur Lohnentwicklung die Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit sowie aus Kapitalvermögen in den vergangenen Jahren kräftig gestiegen. Die Arbeitnehmerentgelte machten daher einen immer geringeren Teil des Volkseinkommens aus. Die bereinigte Lohnquote erreichte laut DIW 2007 und 2008 mit rund 61 Prozent ein Rekordtief. Auch bei der Belastung durch Lohnnebenkosten hat sich dem Institut zufolge das Gewicht zuungunsten der Arbeitnehmer verschoben. Seit 2003 stagnierten die von den Arbeitgebern gezahlten Sozialabgaben, während die Sozialabgaben der Arbeitnehmer und die Lohnsteuer weiter gestiegen seien. Da Beamte und geringfügig Beschäftigte vergleichsweise wenige Abgaben leisten, würden die regulär sozialversicherungspflichtig Beschäftigten überdurchschnittlich zur Kasse gebeten. Im vergangenen Jahr beliefen sich laut der Studie das durchschnittliche Arbeitnehmerentgelt pro Stunde auf gut 25 Euro und der durchschnittliche Nettolohn (Nettolohn Definition) lediglich auf gut 13 Euro. 48 Prozent des Arbeitnehmerentgelts entfielen somit im Schnitt auf Steuern und Sozialbeiträge. Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrage der Anteil der Abgaben jedoch bereits mehr als die Hälfte des gesamten Arbeitsentgelts. ddp.djn/rab/mwo

 

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