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Reisen

Deutsche Urlauber: Nicht alle Vorurteile stimmen

Klischees über urlaubende Bundesbürger gibt es zuhauf: Das Bild der Sonnenanbeter und Liegenreservierer gehört dazu. Eine aktuelle Studie zeigt, welche Vorurteile belegt werden konnten und welche sich als unberechtigt erwiesen.

Auto Europe

Biertrinker und Bewegungsmuffel, sonnenanbetende Liegen-mit-dem-Handtuch-Reservierer und streitsüchtige Anti-Romantiker sind nur einige der Klischees, die deutschen Urlaubern anhaften. Die neueste Studie des Mietwagenbrokers Auto Europe in Zusammenarbeit mit dem britischen Marktforschungsinstitut Ginger Comms räumt mit manchen Vorurteilen auf. Andere jedoch bestätigten sich bei der Umfrage im Juni 2017, an der 1.000 Deutsche ab 14 Jahre teilgenommen haben. Die wichtigsten Ergebnisse haben die Initiatoren der Studie auf den Punkt gebracht.

Faulenzer sind eine Randgruppe

Wohl kein Vorurteil hält sich so hartnäckig wie das vom faulen deutschen Sonnenanbeter. Geprägt in den 1990er-Jahren durch das Bild des klassischen Mallorca-Pauschal-Urlaubers, der schon vor dem Frühstück seine Liege am Pool reserviert, verselbstständigte sich das Image und griff auf alle deutschen Reisenden über. Dabei machen die Sonnenanbeter laut Studie nur eine kleine Randgruppe unter den deutschen Urlaubern aus.

Lediglich 5 Prozent der Befragten gaben an, den ganzen Tag in der Sonne zu liegen. Dagegen waren 15 Prozent der Befragten überhaupt nicht am Sonnenbaden interessiert. Genau ein Viertel der Teilnehmenden gab an, drei Stunden oder weniger in der Sonne zu verbringen. Wenig überraschend: In der Gruppe der über 60-Jährigen konnten sogar 28 Prozent dem Sonnenbaden absolut nichts abgewinnen.

Auch die Annahme, dass die Deutschen gleich früh morgens auf den Sonnenliegen anzutreffen seien, konnte durch die Studie widerlegt werden: Deutsche Urlauber begeben sich durchschnittlich erst gegen Mittag zum Sonnenbaden.

Was also tun diese in der verbleibenden Zeit vor 12 und nach 15 Uhr? Sie bewegen sich! Ganze 3,1 Stunden am Tag ist der deutsche Urlauber durchschnittlich aktiv, während er vergleichsweise wenig Zeit – 1,8 Stunden täglich – am Steuer seines (Miet-)Wagens verbringt.

Nur knapp die Hälfte setzt auf Romantik und Zweisamkeit

Ob mit dem Partner oder mit dem frisch kennengelernten Urlaubsflirt: Die Deutschen sind in puncto Romantik und Zweisamkeit gespalten. Zwar erlebt fast die Hälfte der Befragten Leidenschaft im Urlaub und hofft auf mindestens einen romanischen Moment, jedoch geht auch knapp über ein Viertel (26 Prozent) der Befragten sämtlicher Zweisamkeit aus dem Weg und legt keinen Wert auf ein Tête-à-Tête. Beneidenswert: Immerhin 6 Prozent der Befragten gaben an, dass sie unzählbar viele intime Momente im Urlaub verleben. Eine Prozentzahl, die hoffen lässt!

Deutsche Paare mögen’s friedlich

Was morgens mit dem Kampf um die Liege am Strand beginnt, endet am Abend mit einem Streit unter Eheleuten? Falsch gedacht! Der durchschnittliche Urlauber aus Deutschland gerät nur etwa 2,6 Mal pro Reise mit seinem Partner, seinen Familienangehörigen oder Kindern aneinander. Gemessen an der möglichen Dauer eines Urlaubes von mehreren Wochen und kleinere Streitereien während der Autofahrt mit einberechnet, lässt sich der deutsche Reisende wohl als recht friedlich einstufen.

Gute Orientierung oder Navi-Ausstattung?

Diese Frage nach dem guten Orientierungssinn der deutschen Urlauber lässt sich nur bedingt beantworten. Zwar verirren sich deutsche Urlauber im Schnitt etwa 2,3 Mal im Verlauf ihres Urlaubes und sind gezwungen, nach dem Weg zu fragen. Was anfangs wenig scheint und für einen ausgeprägten Orientierungssinn sprechen könnte, kann jedoch auch bedeuten, dass eine Verlagerung in Richtung von mobilen Endgeräten als Navigationshilfe stattgefunden hat. Immerhin durchschnittlich 2,4 Stunden täglich nutzen deutsche Reisende ihre mitgebrachten mobilen Endgeräte im Urlaub – sicherlich auch dafür, um ohne Umwege an ihr Ziel zu kommen.

 

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