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Exklusiv, Seriös, Diskret: Sex als luxuriöses Sahnehäubchen

Sie sind wortgewandt, charmant, gebildet, gut aussehend – und teuer. Kölner Escortgirls, Prostituierte der Luxus-Klasse, bieten eine exklusive und vor allem diskrete Begleitung für jeden Anlass. Wandelbar und Flexibel zeigt sich die perfekte Mischung aus Intellektualität und unaufdringlicher Schönheit beim Geschäftsessen seriös – und beim späteren Schäferstündchen dann umso lasziver.

Sie sind wortgewandt, charmant, gebildet, gut aussehend – und teuer. Kölner Escortgirls, Prostituierte der Luxus-Klasse, bieten eine exklusive und vor allem diskrete Begleitung für jeden Anlass. Wandelbar und Flexibel zeigt sich die perfekte Mischung aus Intellektualität und unaufdringlicher Schönheit beim Geschäftsessen seriös - und beim späteren Schäferstündchen dann umso lasziver.

Linda ist zarte 26 Jahre jung. Das Foto ihrer Sedcard zeigt das blauäugige Model adrett gekleidet. Freundlich und klug lächelt sie mit strahlend weißen Zähnen in die Kamera. 50 angegebene Kilos scheinen gut verteilt auf 1,70 Meter Körpergröße. Die Blondine spricht fließend englisch. Musik, Literatur, Kultur, Fitness und Fotografie sind nur einige Beispiele ihrer verzeichneten Hobbys. Weiterhin zählt sie Rotwein, Champagner und Cocktails zu ihren favorisierten Getränken; kulinarisch hingegen hat sie keine besonderen Neigungen.

Was sich hier so vorerst unschuldig liest wie ein Auszug aus einem Business-Netzwerk, gerät bei den weiter unten aufgeführten erotischen Vorlieben ins Wanken. Nichtsdestoweniger ist Linda eine waschechte Geschäftsfrau: Als eine von insgesamt 17 High-Class Ladies der Escortagentur „Sophia’s Selected“ bietet sich die junge Frau mit der makellosen Haut als exklusive Begleitung fürs Geschäftsmeetings, für gehobene Unterhaltungen im Restaurant, für einen Theaterbesuch und eben auch für ein eventuelles späteres Schäferstündchen. 

Gebucht wird in der Regel ab mindestens zwei Stunden, die, je nach Agentur und Inklusivleistungen, zwischen 200 und 800 Euro kosten. Zwölf Stunden fordern einen Preis von bis zu 1.600 Euro und einen einwöchigen Urlaub gibt es ab 5.500 Euro.

Geboten wird im Gegenzug viel. Neben Diskretion, dem unumstrittenen Grundpfeiler des Escortgeschäftes, ist es vor allem die Illusion, die seinen Preis wert ist. Es gelten besondere Bestimmungen und eben auch Anforderungen in diesem hochpreissegmentigen Gewerbe.

Gebucht wird keine Nutte, kein Callgirl und auch keine Edelhure – sondern eine charmante und vor allem gebildete Begleitung für den Abend.

Der Klient mit dem nötigen Kleingeld will sich mit ihr zeigen können – möglichst ohne für spektakulären Gesprächsstoff unter seinen Geschäftspartnern zu sorgen. „Sowohl Kunde wie auch die gebuchte Begleitung sollen sich wohl fühlen und eine schöne Zeit zusammen erleben“, weiß Tom, Geschäftsführer der „Sophia’s Selected“ Agentur. Weder der Herr darf sich als Freier, noch das Model als Prostituierte fühlen.

Oberstes Ziel des Unternehmens ist es daher ein scheinbar ganz normales Treffen zu arrangieren. „Ein perfekter Abend ist mit einem Blind-Date zu vergleichen“, erklärt Tom, der gemeinsam mit seiner Geschäftspartnerin Sophia vor gut einem Jahr die luxuriöse Vermittlung gründete, weiter. „Vorrangig geht man gemeinsam essen – bei Sympathie wird die Unterhalten eben im Hotelzimmer fortgeführt.“ Sex sei jedoch kein Muss. „Häufig spielt der Geschlechtsverkehr eher eine untergeordnete Rolle, nicht selten sei den Kunden ein angeregtes Gespräch wichtiger.“

Erotik beginnt im Kopf: „Intellekt verkauft sich besser als Sex“ 

Im sensiblen Geschäft mit der Erotik ist demnach oft ein gewisses psychologisches Feingefühl für die individuellen Wünsche des Klienten ausschlaggebend. „Der Kunde verlässt sich auf eine exklusive Auswahl“, so Tom weiter. Und: „Bei solchen Preisen muss einfach alles passen.“ Dementsprechend hoch sind auch die Einstellungskriterien der Begleitagenturen. Mittels umfangreichen Fragebögen wird das Personal auf Interessen, und Charaktereigenschaften wie Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit geprüft. Unbedingt erforderlich sei außerdem ein gewisser Bildungsstandart. Passt das Gesprächsniveau nicht, ist das Treffen schnell zum Scheitern verurteilt. Eine Situation, die man auch bei „Sophia’s Selected“ kennt. So schickte ein Klient, der ursprünglich 24 Stunden mit einem Model gebucht hatte, eben diese nach bereits einer Stunde wieder zurück. Grund für die Reklamation war fehlender Gesprächsstoff.

Grundpfeiler des Escort-Gewerbes: Exklusivität, Anonymität und Seriosität 

Das der Intellekt enorm wichtig ist, weiß auch Constanze Opel, Geschäftsführerin der Kölner Begleitagentur „La Diva“. Auch sie setzt auf ein hohes Maß an Allgemeinbildung und verlangt von ihren Models Parkettsicherheit und ein gepflegtes, souveränes Auftreten. „Gebucht wird eine niveauvolle Begleitung mit intelligentem Charme“, so Opel. Der Rest ergebe sich spontan.

„Bei La Diva Escort geht es über die einfache Buchung einer Escortdame hinaus“, erklärt Opel. „Wir wissen, dass unsere Kunden sehr anspruchsvoll sind und bieten mehr als nur die Vermittlung seiner Abendbegleitung.“ Mit der Ambition, einen perfekten Abend zu organisieren, finden Interessenten auf der Agentur-Homepage zusätzlich Empfehlungen bestimmter Restaurants, Hotels und Bars – auch ein Fahrzeug der Extraklasse wird gegen Aufpreis zur Verfügung gestellt.

Doch trotz allen Extras gilt das Hauptaugenmerk natürlich den präsentierten Damen.  Ein Großteil der auf selbstständiger Basis beschäftigten Escortgirls haben das Abitur erlangt.

Alle sprechen sie mindestens zwei Fremdsprachen und glänzen durch gute Manieren, herausragenden Stil wie auch durch ein ausgeprägtes Interesse am politischen und wirtschaftlichen Geschehen.

Die Geschäftsführerin ist sich den unterschiedlichen, aber dennoch allesamt hohen Anforderungen ihres Klientels bewusst und bietet mit über 60 Models, sechs davon aus Nordrhein-Westfalen, eine exquisite Auswahl für individuelle Wünsche. Doch auch hier erscheinen die vorgestellten Damen der Homepage alle befremdlich normal. Der erste Blick zeigt keine Prostituierte, sondern mehr die gutaussehende Nachbarin oder die charmante Kollegin. Ein Kriterium mit dem Agenturen im Hochpreissegment sich von der Konkurrenz unterscheiden.

Und einer der Gründe, der den buchbaren Sex für immer mehr Besserverdiener reizvoll macht und gleichzeitig zunehmend junge, gebildete Frauen ins Escort-Gewerbe lockt. Gerade Studentinnen sehen in dem Geschäft einen lukrativen Nebenjob. Selbstbewusst im Leben stehend, differenzieren sie sich vehement von der platten Straßenprostitution. Nicht zu unrecht, denn obwohl ein arrangiertes Treffen meist auf das gleiche hinaus läuft, liegt der feine Unterschied in der geforderten Quantität: Im Escortgeschäft sind tägliche Jobs nicht nur unüblich sondern gar unerwünscht, zerstören sie doch die faszinierende Illusion des spontanen Dates sowie den Spaß am abschließenden sexuellen Aperitif. Sex, auch finanziell honorierter, hat bekanntlich nur dann seinen reizvollen Wert, wenn er als die „schönste Nebensache der Welt“ verkauft wird. 

 

Katharina Loof

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