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2014 – Wieder ein Jahr voller Stress, oder…? Stellen Sie jetzt die Weichen!

In der alljährlichen Forsa-Umfrage haben vor 11 Monaten 59% „weniger Stress“ bzw. „Stressabbau“ an die Spitze ihrer guten Vorsätze gestellt. Doch für die meisten hat auch 2013 der Stress erneut zugenommen. Wir können allerdings einiges tun, dass sich dies in 2014 nicht wiederholt.

In der alljährlichen Forsa-Umfrage haben vor 11 Monaten 59% „weniger Stress“ bzw. „Stressabbau“ an die Spitze ihrer guten Vorsätze gestellt. Doch für die meisten hat auch 2013 der Stress erneut zugenommen. Wir können allerdings einiges tun, dass sich dies in 2014 nicht wiederholt.

Tipp 1: Statt „gute Vorsätze“ – schriftliche Ziele!

Das erste Problem der ganzen Geschichte liegt in der Natur der guten Vorsätze begründet. Diese sind nur selten mit einer inneren Verpflichtung verbunden, die stark genug ist, sie auch über einen längeren Zeitraum und gegen innere und äußere Widerstände durchzuhalten. Allzu oft gehen sie über ein locker dahingesagtes „Eigentlich müsste ich…“ nicht viel hinaus. Kein Wunder, dass viele dieser guten Vorsätze kaum die erste Januarwoche überstehen.
Konkrete Ziele haben da schon ein anderes Potential. Sie sind meistens deutlich konkreter und werden in der Regel auch schriftlich festgehalten. Schon eben diese Schriftlichkeit macht schon einen großen Unterschied aus. Es ist einfach so: wenn wir etwas schriftlich festhalten, fühlen wir eine wesentlich stärkere innere Verpflichtung.

Ziele bündeln die Kraft und… reduzieren den Stress!

Durch die Schriftlichkeit zwingen wir uns auch zur gedanklichen Klarheit. Wir machen uns nicht „nur“ Gedanken darüber, was wir tun, sondern auch was wir lassen müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Das schafft ein Bewusstsein für die Notwendigkeit, die Kräfte zu bündeln und hilft uns damit, einen der größten Stressfaktoren massiv zu reduzieren: die Verzettelung!

Ein weiterer Vorteil verschrifteter Ziele ist ein Bewusstsein für den notwendigen zeitlichen Aufwand, um diese zu erreichen. Dadurch wird auch schnell klar, dass diese Ziele gefährdet werden, wenn man zu jeder neuen Bitte gleich „Ja“ sagt. Klare Ziele sind also auch eine große Hilfe beim –Nein-sagen. Und auch die Unfähigkeit, das stressreduzierende Wörtchen „Nein“ angemessen zu verwenden gehört zu den ganz großen Stressoren.

Tipp 2: Setzen Sie Ihre Ziele SMART

Aus dem Projektmanagement ist die sogenannte SMART-Formel für effektive Zielsetzungen bekannt. Sie ist auch für persönliche Zielsetzungen eine wirksame Unterstützung. Dabei steht der Begriff „smart“ hier nicht nur für „clever“ sondern auch als Abkürzung für:

  • S = Spezifisch; Das Ziel soll nicht allgemein, sondern sehr konkret sein. Formulieren Sie möglichst konkret, was Sie erreichen wollen und wiederstehen Sie der Versuchung, sich auf das zu konzentrieren, was Sie nicht wollen!
  • M = Messbar; das Ziel muss überprüfbar sein. Schreiben Sie konkret auf, wie viele Kilos Sie abnehmen wollen und verzichten Sie auf Allgemeinplätze à la „Ich will ein besserer Vater werden.“ Schreiben Sie stattdessen zum Beispiel „Ich widme mich jeden Tag mindestens X Minuten jedem meiner Kinder“.
  • A = Aktionsorientiert; überlegen Sie sich, welche konkreten Aktionen, Sie zum Erreichen Ihres Zieles unternehmen wollen und halten Sie auch diese fest.
  • R = Realistisch; natürlich, ein Ziel muss ausreichend hoch gesteckt sein, damit es uns auch die notwendige Energie zu verleihen vermag. Es sollte aber auch realistisch sein, sonst wächst nur der Frust und Sie haben weniger Zugriff auf Ihre Energie als zuvor.
  • T = Terminiert; unsere Lebenszeit ist begrenzt und Sie sollten sich auch bei Ihren Zielsetzungen klar machen, dass es einen Endpunkt gibt, bis dahin Sie Ihr Ziel erreicht haben wollen. Sonst kommt es ganz schnell auf das populärste Möbelstück, die gaaanz lange Bank. Bei großen, langfristigen Zielen sollten Sie aber auch Zwischenziele setzen. Das hilft Ihnen, die Richtung auch dann zu behalten, wenn das große Ziel droht, aus den Augen zu entschwinden.

Tipp 3: Setzen Sie Ihre Ziele in allen zentralen Lebensbereichen

Wir haben oben festgestellt, zielorientierte Menschen ganz einfach deshalb weniger stressgefährdet sind, weil sie durch die Zielsetzungen ihre Kräfte bündeln und sich weniger verzetteln. Entgegen der landläufigen Meinung sind zielorientierte Menschen aus demselben Grund auch weniger burnoutgefährdet.

Es gibt allerdings eine Ausnahme. Wenn jemand nur in einem einzigen Lebensbereich, meistens dem Beruf, sich auch persönliche Ziele setzt, sich in hoher Ausschließlichkeit diesem einen Ziel verschreibt, so bezahlt er häufig schon im Erfolgsfall einen (zu) hohen Preis. Dieser besteht immer noch allzu oft in einer kaputten Gesundheit oder einer zerrütteten Ehe/Familie, ein Geschehen, das der Bestsellerautor Günter F. Gross schon vor einem Vierteljahrhundert mit seinem Buch „Beruflich profi, privat Amateur“ beschrieben hat. Noch dramatischer wird es häufig, wenn der zielbesetzte Lebensbereich in Schieflage gerät. Dann kommt auch alles andere ins Rutschen, insbesondere auch die persönliche Identität und der damit verbundene Selbstwert. An dieser Stelle liegt im Übrigen ein sehr bedeutsamer Grund für viele Burnoutfälle begraben.

Wenn Sie einem solchen vorbeugen wollen, dann kann der Rat nur lauten: Nicht weniger, sondern mehr Ziele! Setzen Sie sie nicht nur im beruflichen Bereich, sondern insbesondere auch in den Lebensbereichen Gesundheit, Beziehungen und Sinn. Wenn Sie dies tun, dann haben Sie eine große Chance, dass Sie den Stress eines ausgefüllten Lebens nicht mit Gesundheitsproblemen bezahlen, sondern in vollen Zügen genießen können. Ganz einfach, weil Sie ein Maß an Energie zur Verfügung haben, das Sie sich im Moment noch gar nicht vorstellen können.

 

Markus Frey

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