Connect with us

Hi, what are you looking for?

News

Unis setzen Gebühren phantasielos ein – Studenten fordern mehr Transparenz bei Mittelvergabe

(ddp-nrw). Die nordrhein-westfälischen Hochschulen verwenden ihre Einnahmen aus Studiengebühren «zweckgemäß, aber fantasielos». Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag in Düsseldorf vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und vom Deutschen Studentenwerk veröffentlichte Studie.

(ddp-nrw). Die nordrhein-westfälischen Hochschulen verwenden ihre Einnahmen aus Studiengebühren «zweckgemäß, aber fantasielos». Zu diesem Ergebnis kommt eine am Donnerstag in Düsseldorf vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und vom Deutschen Studentenwerk veröffentlichte Studie.

Die Landesregierung hatte die Untersuchung nach 2008 zum zweiten Mal in Auftrag gegeben. Berichtszeitraum war demnach vom Sommersemester 2008 bis zum Sommersemester 2009. Befragt wurden die Hochschulleitungen sowie die Studierenden, die in Universitätsgremien tätig sind, die über die Studiengebühren entscheiden. In Berichtszeitraum lagen die Einnahmen der Hochschulen durch Gebühren bei rund 309 Millionen Euro.

«Die Hochschulen sollten noch mehr Mut aufbringen, die Einnahmen für zusätzliches Lehrpersonal und eine zusätzliche Lehrinfrastruktur zu verwenden», sagte Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbands. «Angesichts von teils hohen Rückstellungen rät der Stifterverband den Hochschulen, die Studienbeiträge noch aktiver einzusetzen, damit der Gegenwert der Studienbeiträge den Studenten auch langfristig zugute kommt», fügte er hinzu.

Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, griff die in der Studie geäußerte Kritik auf, dass die Hochschulen die zahlenden Studierenden besser und transparenter über die Verwendung ihrer Studienbeiträge informieren müssten. «In den Fachbereichen beteiligen sich die Studierenden mit eigenen Vorschlägen und wissen genau, wofür ihre Studienbeiträge ausgeben werden», sagte Meyer auf der Heyde. In den Senaten aber mangele es an Transparenz gegenüber den Studierenden.

Die Hochschulen sollen mehr Einnahmen aus Studiengebühren in neue Professoren-Stellen investieren. «Ich finde, unsere Hochschulen sollen künftig die Hälfte der Studienbeiträge für zusätzliche Professuren und wissenschaftliches Personal ausgeben», sagte Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP). Ein Großteil der eingenommenen Mittel werde derzeit in zusätzliches Lehrpersonal, technische Ausstattung von Seminarräumen und Laboren sowie in Tutoren- und Mentorenprogramme investiert.

Die Befragung von Studentenvertretern ergab demnach, dass drei von vier Studenten zufrieden sind mit dem Einsatz der dezentralen Mittel – also den 65 Prozent der Mittel, die direkt an Fachbereichen und Fakultäten eingesetzt werden. Weniger positiv bewerteten sie den Einsatz der zentralen Mittel für die gesamte Hochschule. «Die Studierenden erwarten einen verständlichen und vollständigen Bericht darüber, was an ihrer Hochschule mit ihren Beiträgen passiert», sagte Pinkwart, «an dieser Transparenz müssen einige Hochschulen noch arbeiten».

Die Grünen forderten die Abschaffung der Gebühren. Gerade die aktuellen Studentenproteste zeigten die große Unzufriedenheit an den Hochschulen, sagte die Wissenschaftsexpertin der Grünen-Landtagsfraktion, Ruth Seidl. «Zwar ist durch die Studiengebühren vereinzelt ein sinnvolles Projekt umgesetzt worden, das Maß der erreichten Qualitätsverbesserung steht aber zumeist in keinem Verhältnis zu den Kosten für die Studierenden von in der Regel 1000 Euro pro Jahr», fügte die Abgeordnete hinzu.

(Quellen: alle in Mitteilungen)

Von Martin Teigeler

 

ddp

Anzeige

Die letzten Beiträge

News

Ford nutzte den winterlichen Werkurlaub, um ein 68 Tonnen schweres Teilstück einer Stahlbrücke im neu ausgerichteten Lackbereich zu installieren. Die gesamte Installation dieses Teilstücks...

News

Wie kommen Kranke, die nicht in der Lage sind, eine Notfallapotheke aufzusuchen, an ihre dringend benötigten Medikamente? Denn nicht immer sind Angehörige oder Freunde...

Martin Müller ist Social Selling Experte und LinkedIn-Trainer Martin Müller ist Social Selling Experte und LinkedIn-Trainer

News

Die „XING Regionalgruppe Köln“ ist künftig auf LinkedIn zu finden und heißt dort „Business Regionalgruppe Köln“. Sie ist damit keine XING-Gruppe mehr. „Das Business-Networking...

News

Eines der größten Events in NRW für den Mittelstand im digitalen Wandel findet am 1. Februar 2023 im Kameha Grand Bonn am Bonner Bogen...

News

Köln/Künzelsau (ots) Die Berner Group stellt im ersten Geschäftshalbjahr 2022/2023 (1.4. bis 30.9.) zwei neue Umsatzrekorde auf. Das familiengeführte B2B Handelsunternehmen steigert den Gruppenumsatz...

News

Die Fußball-Weltmeisterschaft geht bald los und wird wieder etwas ganz Besonderes - diesmal allerdings aus anderen Gründen. Nicht nur findet das Turnier erstmals im...

Beliebte Beiträge

News

Alnatura hat das Geschäftsjahr 2021/2022, das am 30.09.2022 endete, mit einem Umsatz von 1,12 Milliarden Euro abgeschlossen. Der Bio-Händler aus dem hessischen Darmstadt verzeichnet...

News

WhatsApp hat mittlerweile unzählige Nutzer und ist eine der beliebtesten Apps für unsere Smartphones. Da wundert es nicht, dass auch Betrüger und Kriminelle versuchen...

News

Die Zahlen sind alarmierend. 250.000 Krankenhauseinweisungen im Jahr in Deutschland sind auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen eines Medikamenten-Cocktails zurückzuführen. Laut einer Forsa-Umfrage, die im Auftrag der...

News

Hotellerie am Limit: Zu Beginn der Hauptreisezeit fehlt in vielen Kölner Hotels und Pensionen das nötige Personal. „Rezeptionistinnen, Köche, Barkeeper, Service- und Reinigungskräfte werden...

News

Viele wollen sich etwas leisten – und das Klima schützen. Im Spannungsfeld dieses scheinbaren Dilemmas operiert der florierende Onlinehandel in Europa. Denn 60 Prozent...

News

Damit die Energiewende gelingen kann, müssen die Energiesysteme digitalisiert werden – daran haben die TH Köln und die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) von 2017...

ZIM Förderung

ZIM Förderung

ZIM Förderung – Programm für mehr Innovation und Wachstum im Mittelstand

Digital Signage

Digital Signage: das innovative Flaggschiff der Werbe- und Informationsbranche

Weitere Beiträge

News

Nordrhein-Westfalen zeichnet sich durch sein hervorragendes Bildungsangebot aus. Neben staatlichen Hochschulen gibt es inzwischen immer mehr Privathochschulen in NRW, die mit innovativen Studienprogrammen begeistern....

Seminare & Weiterbildungen

Abitur gemacht, Studium begonnen – und dann plötzlich gemerkt: Das ist irgendwie gar nichts für mich … Wer vor einem Abbruch seines Studiums steht,...

News

Guten Telefonsupport zu bekommen ist nicht selbstverständlich. Das zeigt der große Hotlinetest 2016 von CHIP. Zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Statista hat das Technikmagazin 150...

News

Die Anzahl der Akademiker, die eine Karriere an wissenschaftlichen Hochschulen anstreben und dafür die Lehrberechtigung erwerben, steigt wieder. Insgesamt 1.627 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben...

Fachwissen

Der Standort Deutschland lebt von der hohen beruflichen Qualifikation der hier arbeitenden Menschen. Die berufliche Erstausbildung junger Menschen und die gezielte Weiterbildung der Mitarbeiter...

Aktuell

Die Bundesregierung hat sich bei der Förderung von Start-ups viel vorgenommen, bislang umgesetzt wurde davon allerdings wenig. Zu diesem Ergebnis kommt der Digitalverband BITKOM...

News

930 Studierende beginnen zum Sommersemester 2015 ein Studium an der Fachhochschule Köln. Hochschulpräsident Prof. Dr. Christoph Seeßelberg ermutigte die Studienanfängerinnen und -anfänger in seiner...

Aktuell

Der u.a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) hat das Verfahren, das die Frage betrifft, ob die VG Wort berechtigt ist,...

Anzeige