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Recht & Steuern

Filme im Netz anschauen- Suche nach legalen Alternativen

Für den geneigten Verbraucher gibt es unzählige Angebote um sich illegal Filme im Netz anzuschauen oder herunterzuladen. Es gibt weitaus mehr illegale als legale Alternativen in diesem Bereich. Die Anbieter der illegalen Seiten im Netz verdienen Millionen. Die Suche nach Alternativen gestaltet sich als schwierig.

Pixelbliss / Fotolia.com

Gibt man bei Google die Wörter „Der Hobbit Free Download“ ein, zeigt die Ergebnisliste auf der ersten Seite 10 illegale Seiten und eine legale Alternative an (Weltbild). Sollte man vorhaben sich den Film auf eine legale Art und Weise anzuschauen oder herunterzuladen hat man erstens keine große Auswahl und zweitens fühlt man sich auch irgendwie als Mitglied einer Randgruppe.

Die Verlierer sind die Künstler

Dieser Zustand führt dazu, dass die Eigentümer der Verwertungsrechte weitestgehend leer ausgehen. Solange keine legalen Plattformen verwendet werden, sehen die Eigentümer keinen Cent. So weit, so gut, so bekannt. Die Betreiber solcher illegaler Seiten bieten die Filme jedoch kostenlos an und verdienen damit trotzdem Millionen. Vorrangig mit auf den Websites geschalteten Werbungen und Premium-Accounts, welche höhere Download-Raten und eine bessere Qualität versprechen. Die erste Frage die sich dabei aufdrängt: Warum sieht der Gesetzgeber bei solch einem Treiben tatenlos zu?

Die Qual der Wahl

Als zweites fragen sich die Künslter, wo die ganzen legalen Seiten abgeblieben sind, welche die Ergebnisliste von Google füllen sollten. Die Antwort ist so simpel, wie einleuchtend. Es gibt sie einfach nicht. Der Markt für Filme die im Netz legal zur Verfügung gestellt werden ist begrenzt. Natürlich gibt es die Big Player wie Itunes, Google Play Store, Watchever oder Lovefilm. Diese haben jedoch auch nur eine begrenzte Anzahl von Filmen. Vor allem die vermeintlich „kleineren“ Filme schaffen es erst gar nicht in diese Stores. Dementsprechend ist die Auswahl auf den illegalen Seiten um ein vielfaches höher als auf den legalen. Der rechtschaffene Verbraucher ist also derjenige der im Trüben fischt. Gegen Bares. Während der moralisch eher locker geneigte Verbraucher aus einem riesigen Portfolio wählen kann. Kostenlos.

Neue Ansätze braucht das Land

Ein radikaler neuer Lösungsansatz trifft den Nerv der Zeit. Die Eigentümer sollen ihre Filme einfach verschenken. Ein unüblicher Ansatz, zweifellos. Jedoch einer mit Potential. Verbrecher verdienen mit den Filmen, die sie den Nutzern kostenlos zur Verfügung stellen, Millionen. Warum sollte es keinen Weg geben dieses Model auch in legaler Weise zu betreiben? Das Problem liegt bei den Rechteinhabern, die an ihren Exklusivrechten festhalten. Jeder Betreiber einer legalen Filme-Plattform braucht diese Rechte jedoch.

Hilft eine gesetzliche Regelung?

Im Zusammenhang mit dem Vorschlag des Verschenkens wird dafür plädiert, dass der Gesetzgeber die Eigentümer gesetzlich (gegen Vergütung) dazu zwingen sollte, die eigenen Filmrechte abzugeben. Um dann jedem die Möglichkeit zu eröffnen eine solche Filme-Plattform im Netz zu betreiben. Natürlich mit dem wichtigen Zusatz, die Rechteinhaber am Umsatz entsprechend zu beteiligen. So verrückt wie dieser Vorschlag im ersten Moment anmuten mag, ist er gar nicht. Im Bereich der Musik und der GEMA wird ein solcher Kurs gefahren.

Gesetzgeber zum Handeln gezwungen

Unabhängig davon, ob man solch einen Vorschlag für irrsinnig oder realisierbar hält, besteht Einigkeit darüber, dass der Gesetzgeber in Deutschland reagieren muss. Die Rechteinhaber sind die ersten Leidtragenden, aber auch die Verbraucher, welche nur eine beschränkte Auswahl an legalen Plattformen vorfinden. Der momentane Zustand bereitet insbesondere den Betreibern der illegalen Plattformen und den Abmahnanwälten Freude, die unzählige Abmahnungen in der Woche verschicken. Ein Zustand, der in dieser Form längerfristig nicht tragbar ist.

 

Christian Solmecke

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