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Internet sichert Überleben von Zeitungen

Die deutsche Zeitungsbranche versucht sich mit dem Medium Internet zu arrangieren. Was zunächst die Ursache für eine Krise auf dem Printmarkt war, wird nun als lukrative Einnahmequelle und Wachstumsmotor für das Verlagsgeschäft betrachtet. Zwar haben die Tageszeitungen immer noch mit enormem Druck im Anzeigengeschäft, Leserschwund und dem aktuellen Trend zu nutzergenerierten Inhalten im Internet zu kämpfen, die das traditionelle Journalismus-Rollenverständnis ins Wanken bringen.

Die deutsche Zeitungsbranche versucht sich mit dem Medium Internet zu arrangieren. Was zunächst die Ursache für eine Krise auf dem Printmarkt war, wird nun als lukrative Einnahmequelle und Wachstumsmotor für das Verlagsgeschäft betrachtet. Zwar haben die Tageszeitungen immer noch mit enormem Druck im Anzeigengeschäft, Leserschwund und dem aktuellen Trend zu nutzergenerierten Inhalten im Internet zu kämpfen, die das traditionelle Journalismus-Rollenverständnis ins Wanken bringen.

Nach und nach gibt sich die Branche jedoch wieder mutig und will verstärkt in Online-Aktivitäten investieren. Dass Zeitungen auch in der Welt des Web 2.0 gute Zukunftschancen haben, darüber waren sich auch die diskutierenden Experten auf den Medientagen München einig. Weniger klar scheint derzeit jedoch, welche Strategien den besten Weg aus der Krise bedeuten. Ein einheitliches Patentrezept könne es nicht geben, soweit verständigten sich die Branchenvertreter jedenfalls.

„Die Strategien müssen ganz individuell passend für den jeweiligen Verlag gefunden werden“, meint etwa Markus Kreher, Partner bei der Beratungsfirma KPMG. Auf jeden Fall brauche man einen langen Atem und dürfe nicht jedem x-beliebigen Trend folgen. Dieser Ansicht ist auch Jens Müffelmann, Leiter Elektronische Medien bei Axel Springer, der vor halbherzigen Aktionen warnt. Ohne fundiertes Geschäftsmodell sei ein Markentransfer ins Internet nicht möglich. Inwiefern sich Print- und elektronische Medien zusammenschließen und Synergien bilden sollten, wird in der Branche ebenfalls höchst unterschiedlich betrachtet. Fakt ist aber, dass die Verlage in irgendeiner Weise mit der Onlinewelt in Kontakt treten müssen, denn das Kerngeschäft stagniert und wird zum Überleben allein nicht reichen.

Während laut Leseranalysen die regelmäßigen Tageszeitung-Konsumenten immer weniger werden und in diesem Bereich kaum Wachstum zu erwarten ist, setzt sich der Boom im Internet weiter fort. „Deutschland hat in punkto Internetnutzung noch 200 Prozent Wachstumspotenzial“, prognostiziert etwa Harald Summa, Geschäftsführer des eco-Verbandes der deutschen Internetwirtschaft, auf Nachfrage von pressetext. Damit die Zeitungsverleger künftig multimedial aktiv sein können, seien aber auch entsprechende politische Maßnahmen erforderlich, so der Tenor auf dem Printgipfel der Medientage München. Es bedarf einer Wettbewerbsgleichheit gegenüber den elektronischen Medien, damit der Printsektor erfolgreich arbeiten kann. So forderte Andreas Scherer, Vorsitzender des Verbands Bayrischer Zeitungsverleger (VBZV), beispielsweise den Zugang zu Rundfunk und Fernsehen für die Verlage zu erleichtern.

Im Allgemeinen zeigen sich die Zeitungsmacher optimistisch und sind sich einig darüber, dass einige Schritte in Richtung Internet bereits erfolgreich getätigt worden sind. Wie Helmut Heinen, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger, hervorstreicht, gebe es das klassische Bild des konservativen Verlegers schon lange nicht mehr. Wie auch schon im Zuge der Österreichischen Medientage Ende September diskutiert wurde, sieht die Zeitungsbranche offenbar keinen Anlass sich allzu sehr vor der Zukunft zu fürchten. Und wenngleich sich die meisten Branchenexperten darüber einig sind, dass der Erfolg insbesondere von den Internet-Aktivitäten abhängen wird, so werden dem Printprodukt doch auch Qualitäten zugeschrieben, die der Leser im Netz vergeblich sucht. So schwärmte etwa Standard-Chefredakteurin Alexandra Föderl-Schmidt auf dem österreichischen Printgipfel von der bestechenden haptischen Erotik, die von Print-Medien ausgehe.

 

pte

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