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Lokale Wirtschaft

Exklusiv-Interview mit Bestseller-Autor Richard David Precht zur Weltmarke Solingen

Die Schneidwarenhersteller Solingens kommen auf der Welt herum. Gespräche mit den einschlägigen Ausstellern der Solingen-Messe (www.solingenmesse.de) zeigen immer wieder: Produkte aus Solingen – und damit die Stadtmarke selbst – genießen nach wie vor hohes internationales Ansehen.

Die Schneidwarenhersteller Solingens kommen auf der Welt herum. Gespräche mit den einschlägigen Ausstellern der Solingen-Messe (www.solingenmesse.de) zeigen immer wieder: Produkte aus Solingen – und damit die Stadtmarke selbst – genießen nach wie vor hohes internationales Ansehen.

Die Klingenstadt ist eine Weltmarke. Andererseits hängt der Wert einer Marke, und das gilt auch für eine Stadtmarke, davon ab, wie die „interne“ Öffentlichkeit, also die Stadtgemeinschaft selbst, über ihre Marke denkt und spricht. Dass die Identifikation der Solingerinnen und Solinger die Zukunft unserer Stadtmarke maßgeblich beeinflussen, wurde in einem Exklusiv-Interview deutlich, das Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Ralf Georgi, freier Journalist, mit dem Solinger Beststeller-Autor Richard David Precht führten.

Marken schaffen Unverwechselbarkeit und Identität. Von Marken sagen wir: Darauf schwöre ich, da wurde ich noch nie enttäuscht, dabei bleibe ich. Marken schaffen Vertrauen. Das gilt im besten Fall auch für die Marke Solingen. Auf dem Fundament einer Marke können auch andere Botschaften, etwa die eines sehr guten Lebens-, Arbeits- und Wohnstandortes nach außen getragen werden.

Die Solingen-Messe 2013 (www.solingenmesse.de) steht unter dem Motto „Die Weltmarke erleben!“. „Davon erhoffen wir uns auch eine Signal-Wirkung für die Einwohnerinnen und Einwohner Solingens“, sagt Frank Balkenhol, der mit seinem Team die Messe ausrichtet. „In diesem Zusammenhang beschäftigt uns natürlich die Frage, worauf wir achten müssen, wenn wir die Marke Solingen in die Zukunft führen wollen. Umso interessanter war das Gespräch mit Richard David Precht, der das Thema Marke in der ersten Hälfte des Interviews aus einer ökonomisch-philosophischen Perspektive beleuchtet. Im zweiten Teil erinnert sich der Precht als ehemaliger Solinger an sein Markenerleben in der Klingenstadt.

Im Interview erläutert Precht, dass wir heutzutage von vielen traditionellen Wertbindungen „befreit“ seien, Beispiel „familiäre Verbundenheit“. Dies führe zu einer neuen „Unübersichtlichkeit“, die wiederum das Bedürfnis nach „Stabilität“ wecke. „Marken helfen Menschen dabei, ihrer Psyche Stabilität zu verleihen“, sagt Precht. Bezogen auf die Stadtmarke Solingen gilt dieses Prinzip genauso auch umgekehrt. Auch die Marke selbst brauche eine Stabilität, die von der Stadtgemeinschaft getragen sei. Unter anderem hebt der Erfolgsautor im Gespräch klar hervor, dass „es die Städte am leichtesten haben, sich erfolgreich zu vermarkten, deren Bevölkerung eine relativ hohe Identität mit Ihrer Stadt verspürt und sich positiv mit ihr verbunden fühlt.“ Mit anderen Worten: Die Marke Solingen braucht ihre Bürger, ihre Politiker, ihre Verwaltung und ihre Medien. Wie aber lässt sich diese „Identität“ herstellen oder weiterentwickeln?

Precht: „1974 wurde Solingen 600 Jahre alt. Ich kann mich erinnern, dass zu dieser 600-Jahresfeier die Stadt – also zu mindestens aus meiner Perspektive als Zehnjähriger – voll war mit Angeboten für Kinder. Es gab einen großen Abenteuerspielplatz. Es gab dies und das. Ich glaube durch diese Feier habe ich zum ersten Mal entdeckt, dass Solingen etwas wirklich Besonderes ist. Ein großartiges Beispiel aus dieser Zeit ist der „Solinger Wandertag“. Wie viele Leute haben sich daran beteiligt?! Aus meiner Erinnerung heraus ich würde ich sagen 20.000 bis 30.000 Menschen?! Je mehr es von solchen Aktionen gibt, wo ich sage, ‚als Solinger mache ich das, weil ich Solinger bin‘, umso größer ist die Identität mit der Stadt, mit der Stadtgemeinschaft. Das ist viel wichtiger als einen Schriftzug zu erneuern oder dergleichen mehr.

Richard David Precht wurde unter anderem bekannt mit seinem Buch „Lenin kam nur bis Lüdenscheid“, in dem er seine Kindheit und Jugend in Solingen beschreibt. In seinem gerade veröffentlichtem Buch „Anna, die Schule und liebe Gott“ (Spiegel-Bestsellerliste Platz 2) tritt Precht für eine Bildungsrevolution an deutschen Schulen ein.

Das vollständige Interview mit Richard David Precht lesen Sie auf http://www.solingenmesse.de/Themenwelten/richard-david-precht.html

 

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