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Wirtschaft in der Region gewinnt an Fahrt

Der Wirtschaft im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg gewinnt weiter an Fahrt. Der IHK-Konjunkturklimaindikator liegt zu Jahresbeginn 2007 mit 121,4 Punkten deutlich über dem Niveau im Herbst 2006 (111,4) und erreicht seinen höchsten Stand seit der Umstellung des Index im Herbst 2002. 40,8 Prozent aller Unternehmen bezeichnen ihre derzeitige Lage als gut, 12,1 Prozent als schlecht. Damit steigt der Saldo von +15,4 im Herbst 2006 auf +28,7 Punkte.

Der Wirtschaft im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg gewinnt weiter an Fahrt. Der IHK-Konjunkturklimaindikator liegt zu Jahresbeginn 2007 mit 121,4 Punkten deutlich über dem Niveau im Herbst 2006 (111,4) und erreicht seinen höchsten Stand seit der Umstellung des Index im Herbst 2002. 40,8 Prozent aller Unternehmen bezeichnen ihre derzeitige Lage als gut, 12,1 Prozent als schlecht. Damit steigt der Saldo von +15,4 im Herbst 2006 auf +28,7 Punkte.

Die zukünftige Geschäftslage über alle Branchen wird deutlich besser eingeschätzt als noch bei der Konjunkturumfrage im Herbst 2006. Der Saldo klettert hier von +7,5 auf +14,5 Punkte, ein mögliches Zeichen für eine anhaltend gute Konjunktur. Die inländische Investitionsneigung nimmt wieder zu. Die Unternehmen wollen also vermehrt investieren, was sich positiv auf das zukünftige wirtschaftliche Wachstum auswirken könnte. Die von der positiven Konjunktur getragene Belebung auf dem Arbeitsmarkt, die sich erstmals wieder im Herbst 2006 abzeichnete, setzt sich auch zu Jahresbeginn 2007 weiter fort. Dies stimmt optimistisch. Für die Zukunft wollen zum zweiten Mal in Folge mehr Unternehmen Personal einstellen statt abbauen. „Die derzeit gute Konjunktur ist aber kein Verdienst der Bundespolitik, sondern vielmehr der starken Weltkonjunktur und dem harten Sanierungskurs vieler Unternehmen zu verdanken. Anstatt die staatliche Einflussnahme zu reduzieren und die Eigenverantwortung zu stärken, werden in der Gesundheits- und in der Arbeitsmarktpolitik neue Regulierungen eingeführt und alte Verkrustungen beibehalten. Die geplante Konsolidierung der staatlichen Haushalte erfolgt zudem mit dem falschen Mittel der Mehrwertsteuererhöhung. Dies führt dazu, dass die Unternehmer weiterhin nur eine vorsichtige Einstellungspolitik betreiben. Zu einer nachhaltigen Belebung des Arbeitsmarktes sind Reformen unumgänglich,“ sagte Dr. Ernst Franceschini, Präsident der IHK Bonn/Rhein-Sieg, bei der Vorstellung der IHK-Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2007.

Die Branchen im Überblick

Mit der Industrie geht es in der Region Bonn/Rhein-Sieg Anfang 2007 weiter aufwärts. Sie kann von gestiegenen Auftragseingängen insbesondere aus dem Ausland profitieren. Der Konjunkturklimaindikator steigt erneut von 123,5 im Herbst 2006 auf nunmehr 130,2 Punkte an. Auch im Dienstleistungssektor ist die Stimmung weiterhin sehr gut. Der Index kann sich nochmals von 143,7 auf 149,8 Punkte verbessern. Selbst der Einzelhandel (hier insbesondere der Facheinzelhandel) in der Region beurteilt die wirtschaftliche Lage besser als noch im Herbst 2006. Der Index legt deutlich zu von 74,6 auf 88,8 Punkte. Der Index des Großhandels macht ebenfalls einen großen Sprung von 110,0 auf derzeit 125,9 Punkte. In Gastronomie und Hotellerie ist die optimistische Stimmung ebenfalls spürbar. Der Index gewinnt +1 6,8 Punkte und steigt von 86,4 auf nunmehr 103,2 Punkte. Dazu Dr. Franceschini: „Diese wirtschaftliche Entwicklung im Kammerbezirk ist höchst erfreulich. Sie ist vor allem Ergebnis der Anstrengungen von Unternehmen und Belegschaft sowie der moderaten Lohnpolitik der letzten Jahre. Es bleibt allerdings die Sorge, dass die Anhebung der Mehrwertsteuer und der Versicherungssteuer, die Kürzung der Pendler-pauschale und die Halbierung des Sparerfreibetrags, höhere Beiträge zu Kranken- und Rentenversicherung, die allesamt zu einer Verringerung der privaten Einkommen im Jahr 2007 beitragen, den Konsum wieder dämpfen.“

Industrie
Die gegenwärtige Lage wird von der Industrie im Vergleich zum Herbst 2006 weiterhin als sehr gut eingeschätzt und liegt das vierte Mal in Folge im positiven Bereich. Diese erfreuliche Entwicklung ist auch auf die Auftragseingänge aus dem In- und Ausland zurückzuführen. Insbesondere die Auslandsnachfrage hat kräftig angezogen. Die Binnennachfrage stabilisiert sich auf hohem Niveau. Die Auftragslage ist derzeit der auslösende Faktor für die positive gegenwärtige Lageeinschätzung. Die Aussichten in der Industrie für die kommenden zwölf Monate werden ebenfalls weiterhin positiv beurteilt. Diese optimistische Einschätzung ist auch auf die deutliche Steigerung der Exporte, die für die Zukunft erwartet wird, zurückzuführen. Die Investitionsneigung der Unternehmer kühlt sich leicht ab, liegt aber weiterhin im positiven Bereich. Erneut schlagen die Impulse der anhaltenden Konjunkturbelebung der Industrie auf den Arbeitsmarkt durch und führen zu einer erhöhten Beschäftigungsnachfrage und damit zu mehr Arbeitsplätzen. Damit setzt sich die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt fort.

Dienstleistungsgewerbe

Im Dienstleistungssektor ist die Stimmung ausgesprochen gut. Dies liegt nicht zuletzt an deutlichen Umsatzsteigerungen im Vergleich zur Befragung im Herbst. Fast die Hälfte der Dienstleistungsunternehmen blickt zuversichtlich in die Zukunft. Die Branche erwartet in der Zukunft erneut Steigerungen des Exportvolumens. Ein Viertel der Unternehmen plant zusätzliche Investitionen, während 12,5 Prozent Investitionskürzungen vornehmen wollen. Damit liegt der Saldo zwar erneut im positivem Bereich, er hat sich aber gegenüber dem Herbst 2006 (+ 20 Punkte) auf + 10 Punkte verringert. Die insgesamt anhaltend positive Entwicklung im Dienstleistungsbereich wirkt sich auch weiterhin stimulierend auf den Arbeitsmarkt aus.

Einzelhandel und Großhandel zeigen deutlichen Aufschwung

Einzelhandel
Die Lage im Einzelhandel hat sich in der Region zu Jahresbeginn deutlich verbessert. Erstmals überwiegen wieder die positiven Einschätzungen der derzeitigen Geschäftslage. Dieser optimistischeren Einschätzung der gegenwärtigen Lage steht die leicht eingetrübte Entwicklung der Umsätze gegenüber. Im Handel insgesamt verzeichnen insbesondere die Unternehmen mit einer Beschäftigungszahl bis 20 Angestellte Umsatzeinbußen. Größere Unternehmen haben dagegen Umsatzsteigerungen verzeichnet. Die Erwartungen im Einzelhandel sind zu Jahresbeginn 2007 nicht mehr ganz so pessimistisch wie im Herbst 2006. Die Stimmung hat sich per Saldo leicht aufgehellt, er liegt aber noch deutlich im negativen Bereich. Zu dieser Erwartungshaltung trägt auch die Erhöhung der Mehrwertsteuer bei: Rund 40 Prozent der Unternehmen sehen durch diese Erhöhung ihre Geschäftstätigkeit negativ beeinflusst. Dies spiegelt sich auch in den weiterhin verhaltenen Investitionsabsichten für die Zukunft wieder.

Großhandel
Der Großhandel zeigt sich zu Jahresbeginn 2007 bester Laune. Zurückzuführen ist dies auch auf die in der Industrie gestiegenen Auftragseingänge aus dem Ausland und die Stabilisierung der Binnenmarktgeschäfte auf hohem Niveau. Auch die Umsatzentwicklung der letzen Monate bestätigt die gute Stimmung der Unternehmer: Immerhin zwei Drittel der Unternehmer konnten ihre Umsätze steigern. Im Herbst 2006 galt das nur für rund ein Drittel der Unternehmer. Ein ähnlich optimistisches Bild ergibt sich im Großhandel bezüglich der zukünftigen Lage. Die Investitionsabsicht nimmt deutlich zu. Die gegenwärtig gute Konjunktur entfaltet auch im Großhandel positive Wirkung auf dem Arbeitsmarkt.

Gastgewerbe
Die derzeitige Lage im Gastgewerbe hat sich gegenüber dem Herbst 2006 deutlich aufgehellt. Diese positive Grundstimmung gilt zugleich für Hotellerie und Gastronomie. Gründe für diese Entwicklung sind eine gestiegene Auslastung der Hotels durch Geschäftsverkehr, Kongresse und Tagungen sowie kulturelle Veranstaltungen. Das Gastgewerbe hängt stärker vom örtlichen Verbraucherverhalten ab, welches sich ebenfalls positiver entwickelt zu haben scheint. Die zukünftige Lage im gesamten Gastgewerbe wird weniger pessimistisch als noch im Herbst 2006 eingeschätzt. Die Verbesserung des Saldos ist vor allem auf die Einschätzung der Hotellerie zurückzuführen. Die Unternehmen blicken hier optimistischer in die Zukunft. In der Gastronomie sinkt hingegen der Saldo erneut leicht. Die Angst vor einer möglichen Konsumzurückhaltung ist hier sicherlich ein bestimmender Faktor. Die Preise wollen in der Gastronomie rund 60 Prozent und 85 Prozent im Hotelleriebereich erhöhen. In der Gastronomie wird die Beschäftigungsentwicklung weiterhin leicht rückläufig gesehen. Im Hotelleriebereich könnten die Beschäftigtenzahlen hingegen gesteigert werden.

 

Redaktion

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