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Kolumne

Generalkonsul Jewgenij Schmagin im Wirtschaftsclub Köln

Die Deutsch-Russischen Wirtschaftsbeziehungen waren das Thema des Vortrags, den der Russische Generalkonsul in Bonn, Jewgenij Schmagin, am 12. April im Wirtschaftsclub Köln hielt. Auf Vermittlung des offiziellen Repräsentanten der russischen Region Altai, Herrn German Moyzhes, der deutsche Unternehmen berät, die in Russland investieren, war er der Einladung des Wirtschaftsclubs Köln gefolgt.

Die Deutsch-Russischen Wirtschaftsbeziehungen waren das Thema des Vortrags, den der Russische Generalkonsul in Bonn, Jewgenij Schmagin, am 12. April im Wirtschaftsclub Köln hielt. Auf Vermittlung des offiziellen Repräsentanten der russischen Region Altai, Herrn German Moyzhes, der deutsche Unternehmen berät, die in Russland investieren, war er der Einladung des Wirtschaftsclubs Köln gefolgt.

Christian Kerner erinnerte in seiner Begrüßungsansprache an Jurij Gagarins „Spaziergang im Weltall“ vor 50 Jahren: Am 12. April wird in Russland traditionell der Pionierleistung dieses ersten Menschen im Weltall gedacht. „Wie ist der Zustand der Deutsch-Russischen Wirtschaftsbeziehungen heute, und welche Möglichkeiten der Optimierung gibt es? Was fordern russische Unternehmer in Deutschland, insbesondere in NRW, und welche Bedingungen finden deutsche Unternehmer in Russland vor?“ Diese Fragen stellte der 2. Vorsitzende des Wirtschaftsclub Köln zu Beginn der Veranstaltung.

Jewgenij Schmagin blickte zunächst zurück auf seine eigene, seit den 70er Jahren mit Deutschland eng verbundene Vita. Nach der Diplomaten-Hochschule wurde er Mitarbeiter in den Auslandsvertretungen der UdSSR/Russlands in Westberlin, der BRD, Österreich, sowie in der Staatsduma der Föderalen Versammlung der Russischen Föderation, später dann Leiter der Berliner Außenstelle der Botschaft der Russischen Föderation in Deutschland. Von 2002 bis 2006 war er Botschafter Russlands in Kirgisien, und 2005 erhielt er den diplomatischen Rang eines Außerordentlichen und Bevollmächtigten Botschafters, verliehen durch den Erlass des Präsidenten der Russischen Föderation im Jahre 2005. Seit 2010 ist Jewgenij Schmagin Russischer Generalkonsul in Bonn.

Er erinnerte an die im Wandel der politischen Verhältnisse sehr wechselhafte Geschichte der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen – mit besonderem Focus auf die Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Er rief den stalinistischen Terror und die teilweise verheerenden Auswirkungen der kommunistischen Herrschaft ins Gedächtnis. Auch in die in der Phase nach Jelzin in Angriff genommenen Privatisierungsprozesse hätten dem Volk vieles abverlangt. Infolge frühkapitalistischer Entwicklungen sei die Schere zwischen Arm und Reich drastisch auseinandergegangen. Fünfzigmal größer als die BRD, mit einem klimatischen Spektrum von „ewiger Kälte“ bis zu „Côte d´Azur“, verfüge sein Land über enorme Rohstoffressourcen und sei angewiesen auf Innovation, Forschung und wissenschaftliche Bildung. Der Generalkonsul betonte in diesem Zusammenhang die Wichtigkeit deutscher und europäischer Investitionen und Technologien in Russland. Russland befinde sich auf dem Weg zu einer offenen Zivilisation und brauche Unterstützung in seinem Prozess der Modernisierung und Perestroika. Er bat allerdings auch um Verständnis dafür, dass der Prozess der Demokratisierung und der Etablierung eines modernen Rechtsstaates viel Zeit in Anspruch nehme.

 

Antonie Schweitzer

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