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HR-Themen

Wirtschaftliche Folgen der Erkrankung von Arbeitnehmern

Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen. Kein Mensch wünscht es sich, krank zu werden. Schon gar nicht wünscht sich ein Mensch langfristig oder sogar chronisch krank zu sein. Krankheiten haben jedoch nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen.

Die Gesundheit ist das höchste Gut des Menschen. Kein Mensch wünscht es sich, krank zu werden. Schon gar nicht wünscht sich ein Mensch langfristig oder sogar chronisch krank zu sein. Krankheiten haben jedoch nicht nur Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen.

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Krankheit en haben auch weit reichende wirtschaftliche und finanzielle Folgen, insbesondere, wenn es sich um eine Erkrankung handelt, die einer langen Behandlung bedarf und später eventuelle eine berufliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit mit sich bringen kann. Krankheitsfehlzeiten von Arbeitnehmern hat aber nicht nur Folgen für die Beeinträchtigung ihrer eigenen wirtschaftlichen Situation, sondern sie wirkt sich vielfach auch auf die wirtschaftliche Situation des Betriebes aus, in dem die Arbeitnehmer beschäftigt sind.

Krankmeldungen von Arbeitnehmern, die sich im üblichen Rahmen halten, in dem Menschen nun einmal von einer Grippe, einem Unfall oder anderen gesundheitlichen Beeinträchtigungen betroffen werden, gehören zum normalen betrieblichen Alltag. Eine Firma sollte darauf vorbereitet sein, dass Arbeitnehmer auch hin und wieder krankgeschrieben werden. Dies muss der Betrieb ebenso gut verkraften können wie den Urlaub , der den Arbeitnehmern jährlich zusteht. Problematisch wird es, wenn sich Krankheitsfälle in der Firma massiv häufen, wenn viel ähnlichen Erkrankungen bei Arbeitnehmern auftreten oder wenn es besonders an bestimmten Arbeitsplätzen zu einer Häufung von Krankmeldungen kommt. Ebenso kann es das Betriebsgeschehen beeinträchtigen, wenn ein einzelner Arbeitnehmer häufig zum Arzt geht und krankgeschrieben wird, kurzzeitig einen Tag mit Krankheitsbegründung der Arbeit fern bleibt, oder wenn ein Arbeitnehmer über sehr lange Zeit krankgeschrieben ist, beziehungsweise wegen einer chronischen Erkrankung immer wieder langfristig zu Hause bleiben muss. Dabei tragen Betriebe für Langzeiterkrankte nicht nur den Ausfall des kranken Arbeitnehmers, sondern für die Dauer von sechs Wochen auch die Kosten der Lohnfortzahlung.

Des Weiteren hat die Krankheitsrate Auswirkungen auf die Leistungen der Krankenkassen, wobei hier besonders die gesetzlichen Krankenkassen gemeint sind. So lagen die Krankengelder der gesetzlichen Krankenversicherungen während der Jahre 2004 bis 2011 bei 8,53 Milliarden Euro.

Diese Aufzählung der wirtschaftlichen Folgen von Erkrankungen im Arbeitsleben soll keinesfalls dahin deuten, dass Arbeitnehmer nicht mehr von ihrem Recht auf Krankmeldung bei Krankheit und guter ärztlicher Behandlung Gebrauch machen sollen. Die Gesundheit der Mitarbeiter ist auch für jeden Unternehmer wünschenswert.

In der Firma nach Ursachen forschen

Wenn es in einer Firma dazu kommt, dass überdurchschnittlich viele Beschäftigte sich immer wieder krankmelden , sollten Unternehmen nachforschen, wo die Ursachen dafür liegen könnten. Sehr häufige Erkrankungen weisen oft auf Probleme am Arbeitsplatz hin. Ursächlich für hohe Krankheitsquoten, kann ein schlecht konzipierter Arbeitsplatz, eine allgemeine Überlastung der Arbeitnehmer und weitere Anlässe für Krankmeldungen sein. Der Vorgesetzte, die Beschäftigen selbst, beziehungsweise der Betriebsrat , sollten einbezogen werden. Eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, des Teamworks und eine Erhöhung der Eigenverantwortlichkeit, Veränderungen an Arbeitsplätzen können beitragen, dass Arbeitnehmer seltener erkranken.

Ist ein einzelner Arbeitnehmer sehr häufig, entweder kurzzeitig oder längerfristig krank, kann das Gespräch gesucht werden, bevor gleich die personenbedingte Kündigung ausgesprochen wird. Zur Wiedereingliederung kann auch das Rückkehrgespräch nach der Krankschreibung genutzt werden. Oft findet sich auch für einen Arbeitnehmer, dessen Leistungsfähigkeit gemindert ist, da er lange krank war, Möglichkeiten für einen Einsatz in einem anderen Wirkungsbereich im Betrieb.

Natürlich hat der Chef nicht das Recht, einen Arbeitnehmer, der sich krankgemeldet hat, nach der Art seiner Krankheit zu fragen. Gibt es dafür besondere Gründe, kann der Medizinische Dienst eingeschaltet werden. Weder der Arbeitnehmer noch seine Ärzte sind gegenüber dem Unternehmen auskunftspflichtig. Besteht ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, werden diese allerdings auch die Art ihrer Erkrankung benennen. Auch dies kann in bestimmten Fällen dazu führen, dem Mitarbeiter ein anderes Wirkungsfeld anzubieten, sofern es für den Betrieb tragbar ist.

Statistisch weit vorn liegen nach wie vor die Herz- und Kreislauferkrankungen, wenn Mitarbeiter krankgeschrieben werden. Lagen noch 2008 die Muskel- und Skelett-Erkrankungen fast gleich mit psychischen Krankheiten, so haben Burnout und Depressionen inzwischen kräftig aufgeholt. Laut TK (Techniker Krankenkasse) ist jeder 15. Tag der Arbeitsunfähigkeit von Arbeitnehmern, die krankgeschrieben sind, auf Depressionen zurückzuführen. Da gerade diese drei großen Krankheitsbilder sehr oft durch Veränderungen im Betrieb beeinflusst werden können, sollten Betriebsleiter schon im Unternehmensinteresse dahin wirken, dass die Krankheitsquoten sinken. Selbstverständlich sind nicht alle Ursachen für häufige Krankheiten im Betrieb zu suchen, diese Möglichkeit sollte aber gemindert werden.

Kündigung erkrankter Mitarbeiter, Kündigung aus persönlichen Gründen

Melden sich Mitarbeiter sehr häufig krank, so hat das Auswirkungen auf die Firma. Besonders in kleinen Betrieben und mittleren Betrieben kann es zu ernsthaften Verzögerungen der Betriebsabläufe kommen, wenn sich Arbeitnehmer sehr oft krank melden, ein spezialisierter Mitarbeiter häufig ausfällt, da er krankgeschrieben ist oder mehrere Angestellte gleichzeitig fehlen. Da Schweigepflicht der Ärzte und Datenschutz dem Arbeitgeber die Einsicht in die Prognose der Krankheit des Arbeitnehmers verwehren, gestaltet sich die Kündigung aus persönlichen Gründen teilweise etwas schwierig. Diese Prognose des Gesundheitszustandes des Mitarbeiters ist allerdings für den Betrieb entscheidend, wenn ein Beschäftigter sich oft krankschreiben lässt. Es bleibt der Weg zum Medizinischen Dienst der KV nach § 275, SGB V. Es wird dann vom MDK ein ärztliches Gutachten vorgenommen, direkt, wenn der Mitarbeiter die nächste Krankmeldung einreicht. Dafür ist die schlüssige Begründung nötig, wie sie im Arbeitsrecht geschrieben ist. Steht die ärztliche Prognose der Erkrankung einer Weiterbeschäftigung im Wege, kann die Kündigung aus persönlichen Gründen ausgesprochen werden.

Eine schlechte Gesundheitsprognose liegt vor, wenn vorläufig keine Besserung des Gesundheitszustandes prognostiziert wird oder Mitarbeiter dauerhaft im Job eingeschränkt sein werden, zum Beispiel im Außendienst nicht mehr mit dem Auto fahren, keine Maschinen bedienen oder keine schwere körperliche Arbeit leisten können. Dieser Weg muss nicht in Firmen mit unter 10 Mitarbeitern beschritten werden, da hier nicht der Kündigungsschutz gilt.

Gerade häufige kurze Fehlzeiten, die nicht ärztlich mit einer Erkrankung begründet werden, können natürlich Grund für die Kündigung bieten, besonders, wenn Mitarbeiter auch nach Aufforderung kein ärztliches Attest vorlegen, dass sie krank waren.. Auch, wenn viele Arbeitnehmer glauben, sie könnten während der Firma eine Krankschreibung vorliegt, nicht gekündigt werden, ist eine Kündigung aus persönlichen Gründen auch während der Krankschreibung möglich. Wo er gilt, ist der Kündigungsschutz einzuhalten, die Kündigung muss ordentlich begründet werden. Klar ist, dass während einer Probezeit die Kündigung ohne Begründung erfolgen kann, unabhängig davon, ob der Beschäftigte krank ist.

Dennoch ist es gerade bei Kündigungen und Abmahnungen, wenn Mitarbeiter zu häufig Krankmeldungen vorlegen, für den Unternehmer Fingerspitzengefühl erforderlich. In schwierigen und arbeitsrechtlich rechtsunsicheren Fällen sollte rechtlicher Beistand in Anspruch genommen werden. Es sollte allerdings immer in Betracht gezogen werden, dass gerade bei schwierigen Fällen bei Erkrankungen von Mitarbeitern, auch wenn sie den Betrieb zeitweilig beeinträchtigen, zuerst das Gespräch gesucht werden sollte. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit von Vorgesetzten und Mitarbeitern ist vielfach die beste Grundlage, um komplizierte und ärgerliche Rechtswege zu vermeiden.

Weitere informative Artikel zum Thema Krankgeschrieben finden Sie hier: 

Krankgeschrieben: Was darf ich?

Krankgeschrieben – Kündigung berechtigt?

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Christian Weis

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