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Finanzen

„Besser eine kleine Rente als gar keine Rente“

Altersvorsorge ist bei Selbstständigen nicht leicht zu bewältigen. Insbesondere bei denjenigen nicht, die über geringe Einkommen verfügen. Denn schwer genug in eine Altersvorsorge zu investieren, wenn es gerade zur Existenzsicherung ausreicht. Die aktuelle politische Diskussion über die geplante Rentenpflicht für Selbstständige zeigt die Brisanz dieses Dilemmas mehr als deutlich.

Gerd Altmann/Shapes:AllSilhouettes.com / pixelio.de / pixelio.de

Knut Balzer, Berater der Deutschen Vermögensberatung, trifft immer wieder Einzelunternehmer , die bereits seit Jahren selbstständig sind. Die Sorgen sind groß; wenig Verdienst, geringe Auftragslage, Darlehen bei der Bank. „Selbstständigen mit geringem Einkommen ist schwer zu vermitteln, dass sie wenigstens einen geringen Anteil in die Altersvorsorge investieren sollten. Denn auch mit geringen Beiträgen kann monatlich begonnen werden. Je nach Entwicklung der Einkommenssituation können die Beiträge später jederzeit angepasst werden“, sagt Balzer.

1,8 Millionen Selbständige ohne Rentenversicherung

1,8 Millionen Selbständige haben laut Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertag keine Rentenversicherung. Daher lauten die Planungen von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen vereinfacht dargestellt: Wer von den Selbständigen noch keine ausreichende Altersvorsorge vorweisen kann, soll gesetzlich dazu verpflichtet werden. Die Rente soll dabei mindestens einen Betrag nahe der Grundsicherung im Alter erreichen. Momentan sind das im Bundesdurchschnitt 750 bis 800 Euro. Die Beiträge würden sich nach dem Einkommen richten. Ob es Pflicht wird oder nicht, darüber herrscht Unklarheit. Auch über die Modelle zur Umsetzung wird in Berlin heftig diskutiert. Grundsätzlich gilt die Devise: „Was der Staat von abhängig Beschäftigten verlangt, kann er auch von Selbständigen erwarten“.

Selbständige machen gegen die politischen Pläne mobil

Viele wehren sich, eine E-Petition mit 80.000 Unterschriften wurde auf der Homepage des deutschen Bundestages eingereicht. Verwundern mag dies kaum. Denn Selbständige, die wenig Einkommen vorzuweisen haben, könnten mit einer Pflichtrentenversicherung noch mehr Nöte bekommen, als sie zuvor vielleicht schon hatten, wie folgende Zahlen belegen.

Das Bonner Institut für Mittelstandsforschung (www.ifm-bonn.org) fand in einer Studie die Grundsicherung von Selbstständigen im Jahr 2011 heraus. In Deutschland sind rund 4,25 Millionen Menschen selbstständig tätig. Bei vielen Selbstständigen lag im Jahr 2010 das monatliche Nettoeinkommen unter 1.100 Euro. 270.000 verfügten noch nicht einmal über 500 Euro monatlich.

Ein jährlicher Finanz-Check gibt Aufschluss

Für Knut Balzer steht das Fazit unabhängig der politischen Diskussion fest: „Zumindest einmal im Jahr sollten Selbstständige anhand Ihrer Einkommenssituationen überprüfen, welche Form der Altersvorsorge zu ihrer Einkommens- und Lebenssituation passt.“ Wichtig sei die Kenntnis über die eigene Finanzsituation. Dann könnten auch kleine Schritte getan werden. Denn die Devise des Leverkusener Vermögensberaters lautet: „Besser eine kleine Rente, als gar keine Rente.“

Über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG): Der Finanzvertrieb bietet umfassende und branchenübergreifende Allfinanzberatung für breite Bevölkerungskreise. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die DVAG als Marktführer Umsatzerlöse in Höhe von rund 1.111,1 Millionen Euro und einen Jahresüberschuss von über 171,1 Millionen Euro. Aktuelle Informationen und Unternehmensnachrichten gibt es unter www.dvag-aktuell.de.

 

Dorothea Dühr Public Voices

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