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Was ist Bitcoin?

Wir wollen mal eine wenig Licht ins Dunkle bringen. Dazu haben wir uns Expertenbeistand in From von Mirco Recksiek von Bitcoin2Go geholt. Am 09.01.2009 startete das Projekt Bitcoin (BTC) und ist somit nicht nur die erste, sondern auch die bekannteste Kryptowährung.

Durch die enorme Kurssteigerung von mehreren zehntausend Prozent im letzten Jahrzehnt, ist es zudem das erfolgreichste Asset in der vergangenen Dekade. Bitcoin, der einst als die Währung für Kriminelle im Darknet bezeichnet wurde, wird immer mehr zu einem etablierten Finanzprodukt für institutionelle Anleger und Banken.

Das Narrativ hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt. Mittlerweile sehen Befürworter in Bitcoin das Digitale Gold des 21. Jahrhunderts und schätzen hierbei vor allem die begrenzte Anzahl sowie die hohe Transparenz der Kryptowährung.

Was ist Bitcoin?

Das grundlegende Konzept von Bitcoin wurde erstmals am 31.10.2008 von Satoshi Nakamoto im sogenannten Bitcoin Whitepaper veröffentlicht. Satoshi Nakamoto ist hier lediglich ein Pseudonym. Der Erfinder ist somit nicht bekannt.

Bei einem Whitepaper handelt es sich um eine meist wissenschaftliche Arbeit, die nähere Erläuterungen zum Konzept sowie zur Funktion einer gewissen Thematik liefert.

Der Titel des Whitepapers lautet:

Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System

Auf deutsch übersetzt handelt es sich bei Bitcoin also um elektronisches Geld, das auf der Peer-to-Peer Technologie aufbaut. Bitcoin ist im Kern ein dezentral organisiertes Buchungssystem, das jede Transaktion verifiziert, mit dem Rest des Buchungssystems abgleicht und es aktualisiert. Anschließend wird der neue Status Quo des Buchungssystems mit allen Teilnehmern im Netzwerk geteilt. Diese Technologie wird im Englischen als Distributed-Ledger-Technologie bezeichnet.

Bitcoin ist somit die erste, weltweit akzeptierte, digitale und komplett dezentrale Kryptowährung. Grundsätzlich wird Bitcoin also dazu verwendet, einen Wert zu übertragen.

Bitcoin bietet jedoch nicht nur die Funktionalität Werte zu übertragen, sondern auch die Möglichkeit eines Speichermediums. Anleger und Investoren nutzen die Kryptowährung BTC also auch, um einen Teil ihres vorhandenen Kapitals zu sichern. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass das Kapital nicht nur wertstabil gespeichert wurde, sondern durch die Erhöhung des Bitcoin Kurs auch effektiv an Wert gewann.

In der Zukunft soll BTC zur Abwicklung von Geldtransfers von Banken und anderen Zahlungsdienstleistern in Milliardenhöhe genutzt werden. Denn die aktuelle Abwicklung basiert nicht nur auf einer veralteten Technologie, sondern ist fehleranfällig und zeitintensiv. Zudem kann das Netzwerk von Bitcoin, die sogenannte Blockchain, auch für andere Anwendungen genutzt werden. Ein Beispiel hierfür sind digitale Identitäten. Die Währung Bitcoin stellt also nur die erste und fundamentalste Anwendung dar.

Die wichtigsten Eigenschaften von Bitcoin

Was macht Bitcoin eigentlich so besonders und was sind die wichtigsten Eigenschaften dieser Kryptowährung? Für Außenstehende sind die Besonderheiten von Bitcoin nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Erst ein genauer Blick auf die fundamentalen Eigenschaften gibt einen Einblick in das revolutionäre Konzept hinter BTC.

Knappheit

Die maximal verfügbare Bitcoin Anzahl ist auf 21.000.000 BTC begrenzt. Es wird also niemals mehr als 21 Millionen BTC geben. Diese Grenze ist im offenen Quellcode (engl. open source code) von Bitcoin festgelegt und unveränderbar. Damit stellt Bitcoin die erste und reinste Form der digitalen Knappheit dar. Knappheit ist dabei die Basis eines Wertaufbewahrungsmittels, das wiederum eine der drei Hauptfunktionen von Geld darstellt. Dieser Durchbruch wurde erst nach jahrzehntelanger Forschung und Entwicklung verschiedener Kryptographen erreicht. Bitcoin war nämlich nicht der erste Versuch dezentrales Geld zu erschaffen. Doch all die vorherigen Experimente scheiterten nach kurzer Zeit ohne sichtlichen Erfolg.

Dezentralität

Bitcoin wird von niemandem und gleichzeitig von allen im Netzwerk kontrolliert. Es gibt keine zentrale Instanz oder Mittelsmänner. Das Netzwerk ist offen für alle und kann uneingeschränkt von jedem auf der Welt genutzt werden. Durch das spieltheoretische Konzept hinter Bitcoin werden alle Teilnehmer im Netzwerk incentiviert sich an die Spielregeln zu halten. Jeder Versuch die Regeln umzuschreiben oder zu umgehen, wird vom Rest des Netzwerks bestraft. BTC ist sozusagen ein lebender Organismus, der sich selbst reguliert und das seit nun über 11 Jahren.

Neutralität und Zensurresistenz

Bitcoin wird oft mit dem Internet verglichen – das Internet des Geldes. Es erfüllt nämlich ähnliche Eigenschaften und erweitert das Internet mit digitalem Geld. Durch den hohen Grad der Dezentralität ist das Netzwerk stets neutral und macht es zudem zensurresistent. Jede Transaktion ist im Netzwerk gleich. Es gibt keine Diskiriminierung unter den Teilnehmern. Der einzige Unterschied existiert bei den Transaktionsgebühren. Je höher die Transaktionsgebühr bei einer Transaktion ausfällt, desto priorisierter ist sie im Netzwerk. Es spielt keine Rolle für welchen Zweck die Transaktion am Ende gedacht ist. Das Internet unterscheidet auch nicht zwischen guten und schlechten Nutzern. Es bleibt stets neutral.

Transparenz

Das Bitcoin Netzwerk ist offen und transparent. Jeder kann jederzeit verifizieren und überprüfen wie der Status Quo ist. Damit geht nicht nur einher wie viele Bitcoins es insgesamt bereits gibt, sondern auch wie sie verteilt sind und wie viele entstehen. Dadurch gibt es keine Möglichkeit BTC aus dem Nichts zu erschaffen, ohne dass der Rest des Netzwerks es mitbekommt. Das macht es in der Theorie zum perfekten Wertaufbewahrungsmittel. Die Teilnehmer im Netzwerk sind pseudonym. Jeder kann zwar das Guthaben einer Bitcoin Wallet einsehen, aber nicht sagen wem sie gehört.

Sicherheit

Das Bitcoin Netzwerk ist das sicherste dezentrale System weltweit. Die Sicherheit stellen in erster Linie die sogenannten Miner dar, die ihre Computer-Leistung dem Netzwerk zur Verfügung stellen, um nach neuen Blöcken zu suchen. Durch den enormen Energieaufwand und hohe Investitionskosten in Form von Hardware, Infrastruktur und Arbeitskraft wird die Sicherheit gewährleistet und Bitcoin ein gewisser innerer Wert verliehen. Das Prinzip lässt sich mit dem Abbau von Gold vergleichen. Um die Miner ausreichend zu incentivieren, sind in jedem neuen Block Bitcoins enthalten, die der Finder erhält. Es handelt sich also um eine Belohnung für die erbrachte Leistung und Bereitstellung von Ressourcen.

Halving

Aktuell sind es 6,25 BTC pro Block. Im Durchschnitt entsteht jede 10 Minuten ein Block. Die Belohnung pro Block wird alle 210.000 Blöcke um die Hälfte reduziert – das sogenannte Bitcoin Halving. Dies geschieht im Durchschnitt alle 4 Jahre und stellt sicher, dass die Produktionsrate neuer Bitcoin stetig abnimmt. Dieses Ereignis hat in der Vergangenheit immer wieder für einen enormen Kursanstieg gesorgt, da es zu einem Angebotsschock kam. Das nächste Halving findet im Jahr 2024 statt. Ab diesem Zeitpunkt wird Bitcoin offiziell härter sein als Gold. Härte heißt in diesem Zusammenhang, dass es länger dauern würde alle bestehenden Bitcoins bei der aktuellen Produktionsrate zu erschaffen, als es an Zeit kosten würde, den aktuellen Goldbestand seit Förderbeginn mit der aktuellen Produktionsrate zu reproduzieren. Zudem lässt sich die Produktionsrate, so wie die maximale Anzahl, nicht im gleichen Maße verändern wie bei Gold. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Bitcoin Produktion unabhängig von der eingesetzten Energie, die für die Suche nach neuen Blöcken ins Netzwerk fließt, abläuft.

Fazit

Bitcoin ist eine echte Revolution und löst ein Problem, mit dem bereits unsere Vorfahren Jahrhunderte zu kämpfen hatten: Unabhängiges Geld, welches weltweit versendet werden kann und dabei auch noch eine transparente Knappheit aufweist. Ein Wertaufbewahrungsmittel, das eine der Grundfunktionen von Geld darstellt, muss schwer zu beschaffen und in seiner Anzahl begrenzt sein. Genau dieses Problem löst BTC. Es gibt noch weitaus mehr bei Bitcoin zu entdecken und zu verstehen. Doch das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Wir haben gerade erst an der Oberfläche gekratzt. Wenn du dich näher mit der Frage “Was ist Bitcoin” beschäftigen willst, empfehlen wir dir den hinterlegten Artikel.

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