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Warum es mein iPhone ablöst – Ein Erfahrungsbericht

business-on.de-Herausgeber und DREILANDMEDIEN-Geschäftsführer Sascha Baron nutzte jahrelang das Apple iPhone. Nun ist er fremdgegangen und nutzt das Blackberry Q10. Nicht nur weil das Smartphone eine Tastatur hat. Es ist für den Geschäftsalltag einfach das bessere Handy, so das Fazit seines Tests.

business-on.de-Herausgeber und DREILANDMEDIEN-Geschäftsführer Sascha Baron nutzte jahrelang das Apple iPhone. Nun ist er fremdgegangen und nutzt das Blackberry Q10. Nicht nur weil das Smartphone eine Tastatur hat. Es ist für den Geschäftsalltag einfach das bessere Handy, so das Fazit seines Tests.

Nach vier Jahren iPhone-Nutzung war Zeit für etwas Neues. Im Prinzip war ich mit dem Apple-Gerät zufrieden. Vor allem die zahlreichen Apps haben mich immer wieder begeistert. Doch ein Smartphone ist im Geschäftsalltag zu allererst zum Telefonieren und Mailen da. Und hier macht das iPhone keine so gute Figur.

Die Sprachqualität ist nur durchschnittlich, die virtuelle Tastatur nicht optimal für das Schreiben von Mails und wenn ich mit dem iPhone lange telefoniere, bekomme ich einen Krampf in die Hand. Schlimmer noch: Der Akku hält oftmals keinen Arbeitstag durch.

Da kam mir das neue Blackberry Q10 gerade recht. Das Gerät gefiel mir auf Anhieb. Die Bewertungen waren gut. Die QWERTZ-Tastatur gab dann den Ausschlag, mir das 600 Euro teure Gerät zu kaufen.

Was sofort auffällt: Es liegt richtig gut in der Hand. Es ist etwas breiter als das iPhone. Irgendwie genau die richtige Größe. Beim iPhone hatte ich immer das Gefühl, dass mir das Gerät gleich aus der Hand fällt (was tatsächlich schon passiert ist).

Die Sprachqualität überrascht

Nach dem Einschalten finde ich mich intuitiv zurecht. Im Prinzip ist alles so wie beim iPhone. Der Bildschirm reagiert auf Touch-Eingaben und Wischgesten und für jede Anwendung gibt es eine App. So sind die wichtigsten Applikationen installiert wie Maps, Wetter, facebook, Twitter, Kamera etc.

Beim ersten Telefonat dann die Überraschung: Die Sprachqualität ist wirklich besser als beim iPhone. Die Stimme des Gesprächspartners ertönt laut, klar und warm. Gleichzeitig werde ich auch sehr gut verstanden. Selbst mit der Freisprecheinrichtung, die beim iPhone für Geschäftsbesprechungen praktisch unbrauchbar ist.

Eine glatte 5 – Blackberry World

Die App-Auswahl für das Blackberry Q10 ist extrem dürftig. Kein Vergleich zum App-Store von Apple. Es gibt nur einige wenige brauchbare Applikationen wie Skype, WhatsApp, TuneIn und die XING-App „Netzwerker“. Sicherlich für viele ein Grund, beim iPhone zu bleiben. Die „Blackberry World“ (App-Store) ist einfach mangelhaft.

Wie viele iPhone-Nutzer habe ich auch viele Apps gekauft. Am Ende habe ich aber nur noch eine Handvoll davon genutzt. Viele Programme nutze ich mittlerweile ausschließlich auf dem iPad mini, da viele Anwendungen erst auf einem großen Bildschirm Spaß machen.

Auf dem kleineren Smartphone nutze ich vor allem Nachrichten-Apps oder die mobilen Seiten von spiegel.de, sueddeutsche.de oder n-tv.de. Das klappt mit dem Q10 genauso gut wie mit dem iPhone. 

Der Bildschirm ist bedingt durch die Tastatur kleiner, hat aber die gleich gute Auflösung wie das iPhone. Der Internetbrowser baut die Seiten schneller auf als die Apple-Konkurrenz. Das Anfassgefühl beim Vergrößern und Verkleinern mit zwei Fingern ist identisch.

Was mir besonders gefällt, ist, dass ich die Leertaste zum Scrollen der Webseiten einsetzen kann. Beim iPhone bekam ich durch das ständige Nach-unten-Wischen immer einen Krampf in den Zeigefinger.

Der Hub – Alle Nachrichten im Blick

Mittlerweile gibt es viele Kommunikationskanäle. Das Blackberry hat dafür eine Nachrichtenzentrale. Hier sehe ich auf einen Blick alle Anrufe, SMS-Nachrichten, Mails, Skype-Chats, Tweets und Facebook-Nachrichten. Ich kann selbst auswählen, welche Kommunikationskanäle im Hub erscheinen sollen und wann die Nachrichten-LED blinken soll. Sehr praktisch.

Gerade für Vielschreiber ist die QWERTZ-Tastatur ein Segen. Auf einer richtigen Tastatur lässt es sich einfach besser schreiben, als auf einem Touchscreen. Wieso hat es eigentlich solange gedauert, bis ein Smartphone mit Tastatur auf den Markt kommt?

Die Tastatur hat noch einen weiteren Vorteil. Die Buchstaben dienen auch als Kurzwahltaste. So kann man in Mails vor- und zurückblättern oder im Browser zum Ende oder Anfang springen.

Realtime-Suche

Was mich verblüfft hat: Wenn man einfach losschreibt, zeigt einem das Q10 einfach alles an, was es zum Begriff finden kann. Gibt man beispielsweise „hauptstr. 10“ ein, werden alle Mails, Skype-Chats, Tweets und besuchte Internetseiten mit dem Begriff angezeigt. Und das praktisch in Echtzeit. Ironischerweise erinnert mich das an die Spotlight-Suche von MAC OS X 10. 

Fazit

Nach einer Woche steht fest: Ich werde das Q10 behalten. Es ist auch die Liebe zum Detail, die mir immer wieder gefällt. Das Betriebssystem wirkt durchdacht und ausgereift. Die Wischgeste zum Beenden von Apps lässt den Home-Button vom iPhone antiquiert wirken.

Der Wecker ist nicht nur ein Alarmton in der Früh. Das Q10 erwacht mit lauter werdenden Klängen und heller werdendem Display. So schön bin ich noch von keinem Smartphone geweckt worden.

Was den Akku betrifft: Er hält gefühlt doppelt so lange, wie das iPhone. Selbst bei intensiver Nutzung des Gerätes muss das Smartphone erst abends an die Steckdose. Bei Normalnutzung hält das Gerät zwei Tage.

 

Sascha Baron

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