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Immobilien

2013 Europäische Büroflächenmärkte – Unsicherheiten bleiben

Die Erholung des europäischen Büroflächenmarktes wird weiterhin durch die anhaltend schwachen konjunkturellen Rahmendaten ausgebremst. Krisenbedingte Sparmaßnahmen in der Eurozone, insbesondere in Südeuropa, hemmen das Wachstum und belasten die europäischen Arbeitsmärkte.

Die Erholung des europäischen Büroflächenmarktes wird weiterhin durch die anhaltend schwachen konjunkturellen Rahmendaten ausgebremst. Krisenbedingte Sparmaßnahmen in der Eurozone, insbesondere in Südeuropa, hemmen das Wachstum und belasten die europäischen Arbeitsmärkte.

Europaweit steigende Arbeitslosenzahlen sind die Folge. Nach einigen ermutigenden finanzpolitischen Entwicklungen (insbesondere die Ankündigung der EZB , Staatsanleihen der Krisenländer aufzukaufen sowie das Schuldenabkommen Griechenlands Ende des vergangenen Jahres) gibt es zwar Anzeichen einer Abschwächung der Krise. Trotzdem bleibt die Unsicherheit und manifestiert sich in einem schwachen Geschäftsklima und gedämpften Wachstumsaussichten für 2013.

Mietpreisindex tendiert europaweit weiter rückläuft – trotz Stabilität in den meisten Märkten

Die Büroflächen-Spitzenmieten spiegeln die wirtschaftliche Entwicklung wider. Der europäische Mietpreisindex von Jones Lang LaSalle (basierend auf der gewichteten Performance von 24 Index-Städten) zeigte von Oktober bis Dezember bereits das vierte Quartal in Folge eine Entwicklung mit Negativ-Vorzeichen (-0,6 Prozent), resultierend in einem Rückgang im 1-Jahresvergleich um 1,5 Prozent. Zwar blieben die Mieten im Quartal in 18 Index-Städten stabil, der Anstieg in Lyon (+5,6 Prozent), Düsseldorf (+4,0 Prozent) und München (+1,6 Prozent) konnte die Rückgänge in Moskau (-4,2 Prozent), Mailand (-3,8 Prozent) und Paris (-3,1 Prozent) allerdings nicht gänzlich ausgleichen. In neun Märkten lagen die Spitzenmieten Ende 2012 unter dem Vorjahresniveau, darunter Paris (-7,2 Prozent), Dublin (-6,3 Prozent), Madrid (-5,8 Prozent) und Mailand (-5,7 Prozent). Auf der anderen Seite verzeichneten im Jahresvergleich 2012 acht Index-Städte (mit Ausnahme von Frankfurt auch alle deutschen Immobilienhochburgen im Index) einen Anstieg der Spitzenmieten, angeführt von Düsseldorf (+8,3 Prozent), Lyon (+5,6 Prozent) und Luxemburg (+5,3 Prozent). In London und sechs weiteren Märkten blieben die Mieten im Jahresvergleich unverändert.

Polarisierung innerhalb der europäischen Märkte mehr als deutlich

Die Immobilienuhr von Jones Lang LaSalle macht die Polarisierung innerhalb der europäischen Märkte weiter deutlich. Die meisten Märkte bewegen sich entweder im Quadranten „Verlangsamtes Mietpreiswachstum“ (darunter auch Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg und München) oder im Quadranten „Verlangsamter Mietpreisrückgang“. Mit London hat sich auf Basis des Mietpreiswachstums in der City und weiteren starken Wachstumsprognosen im 4. Quartal 2012 ein erster Markt innerhalb seines Mietpreis-Kreislaufs verschoben von Position „verlangsamt“ Ende September auf „beschleunigt“ Ende des Jahres. Andere Märkte könnten mit einiger Verzögerung folgen. Unterm Strich wird allerdings für 2013 bestenfalls ein geringes Mietpreiswachstum erwartet. Die Spitzenmietpreisentwicklung in den vergleichsweise robusten Volkswirtschaften Deutschland oder Skandinavien dürften weiter an Dynamik verlieren. In Ländern, die durch die Euroschuldenkrise am stärksten betroffenen sind, ist mit weiteren Mietpreisrückgängen zu rechnen. Europaweit erscheint aus heutiger Sicht ein Anstieg der Mieten ab 2014 möglich, eine nachhaltigen Erholung der konjunkturellen Lage vorausgesetzt.

Quelle und weitere Informationen: DEAL-Magazin

 

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