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IT & Telekommunikation

Apps stecken oft voller Bugs

Wenn eine App auf dem Smartphone oder Tablet abstürzt, ist dies für die meisten Nutzer ziemlich ärgerlich. Bei professionell eingesetzten Apps, zum Beispiel zur Unterstützung des Vertriebs oder der medizinischen Fernüberwachung von Patienten, kann so ein Absturz jedoch auch schwerwiegende Folgen für das Geschäft oder gar das Leben haben. Ein US-Labor unterzieht Apps deshalb nun einem Härtetest und macht auf mögliche Fehlerquellen aufmerksam.

Gerd Altmann / pixelio.de

Die Probleme bei Apps sind mannigfaltig: Funktionen verschwinden beim Übergang von mobile zu WLAN und vice versa, selbst wenn das Handy zwischendurch ausgeschaltet wurde. Man wartet minutenlang und nichts passiert; Handover auf der Autobahn: Apps bleiben hängen oder stürzen ohne erkennbaren Grund ab; App-Nutzung in Gebieten mit wenig Bandbreite oder dem Übergang von hoher nach niedriger Bandbreite: Apps frieren ein oder stürzen ab; Man fährt mit seinem Smartphone in ein anderes europäisches Land und erlebt sowohl bei der Leistung der App als auch später beim Empfang der Rechnung sein blaues Wunder.

„Diese Effekte treten auf bei Netzübergängen, hohem Datenverkehr, niedriger oder schwankender Bandbreite, unzuverlässigen Datenverbindungen und Ähnlichem auf“, so Dirk Zetzsche, Director bei Nash Technologies.

Die Crux liegt für ihn darin, dass diese Alltagserfahrungen eben nicht in einem klinisch reinen Standard-Testlabor mit WLAN oder USB-Kabel verlässlich reproduzierbar gemacht werden können. „Bei kostenlosen oder sehr günstigen Apps drücken die Anwender vielleicht noch ein Auge zu, wenn die App versagt.“

„Bei höherwertigen Diensten und Apps jedoch bezahlen Firmenkunden Geld und wollen auch Leistung sehen. In Anbetracht der immer noch steigenden Verbreitung von Smartphones und der Abkehr von RIM hin zum iPhone im Geschäftskundenumfeld, ist das aber ein aktuelles Thema“, so Zetzsche.

Eines der Hauptprobleme: Apps werden in der Regel innerhalb weniger Monate entwickelt und landen dann als zertifizierte Software in den Shops. Danach alle paar Monate ein Update. Prinzip „Eternal Beta“. Kostendruck und Innovationsrate sind hoch.

Festnetz-Telefonie als Vorbild

„Nützliche Software hat eine notwendige Mindestkomplexität. Hier ist es mit vertretbarem Aufwand gar nicht möglich, alle Fehlerfälle abzudecken. Dies gilt umso mehr, als Apps nicht im luftleeren Raum existieren, sondern komplexe Wechselwirkungen mit anderen Softwarekomponenten haben, mit Betriebssystemfunktionen, Kommunikations-Systemen und anderem“, erklärt der Fachmann. Hier träten viele Fehlerszenarien auf, die App-Entwickler gar nicht auf dem Radar haben würden.

Der Grund: „Weil man nur das API benutzt, aber nicht die Interna hinter der Programmierschnittstelle API kennt“, weiß Zetzsche.

Mobile Services müssten genauso robust sein wie wir es von der Festnetz-Telefonie gewöhnt sind. Dort bricht die Leitung auch nicht einfach zusammen, wie wir es beim mobilen Surfen im Internet immer noch erleben. So müssen medizinische Anwendungen so robust und smart konzipiert sein, dass sie auf schwankende Verbindungsqualität reagieren können, fordert der Fachmann abschließend.

 

Quelle: na presseportal

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