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Gewinner-Strategien von (Profi-)Golfern für mehr Erfolg im Job

Ist das Golfspiel für Sie bisher nur ein Freizeitspaß? Womöglich haben Sie aber bereits erkannt, dass sich die Erfolgsstrategien dieses Sports auch gewinnbringend im Job einsetzen lassen. Dann dürfte der nächste Karriereschritt nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Timo R��ler / pixelio.de / pixelio.de

Es ist kein Geheimnis mehr: Profigolfer wie Tiger Woods & Co. lassen sich von Mentaltrainern zu Höchstleistungen coachen. Solche mentalen Techniken sind – einmal mit professioneller Unterstützung verinnerlicht – effektive Erfolgsgaranten auch im Business.
Das Besondere an mentalen Erfolgstechniken? Sie stärken unseren Geist, doktern nicht lange an vermeintlichen Schwächen herum – „Stärken stärken“ ist hier das Motto. Wer stark das Spielfeld betritt, überlässt dem (inneren) Feind nicht so schnell das Feld. Das gilt auf dem Golfplatz ebenso wie in der Chefetage. Weitere Vorteile des Kopf-Trainings: Es ist rasch erlernbar, leicht umzusetzen und schützt vor typischen „Business-Krankheiten“ wie Burnout, Erkrankungen des Immunsystems und weiteren stressbedingten Symptomen. Wen sollte das mehr interessieren als hochqualifizierte Spitzenkräfte, die großem Druck standhalten müssen und Verantwortung für Unternehmen und Mitarbeiter tragen?

Ziele setzen

Alles fängt mit konkreten, positiven Zielen an. Wer im Job vorwärts kommen will, wartet genauso wenig wie der Golfer einfach darauf, dass sich seine „Turnierchancen“ verbessern. Ist es Ihr Ziel, „irgendwann mal“ den Abteilungsleiter abzulösen? Die Hoffnung stirbt zuletzt, sagt man so schön. Besser wäre es, Ihr Vorhaben zielführender zu formulieren: „In zwei Jahren übernehme ich die Position des Abteilungsleiters in der Abteilung Forschung und Entwicklung!“ Arbeiten Sie erreichbare Zwischenziele aus, wie eine Weiterbildung, die Leitung des nächsten Projekts, den Stellvertreterposten. So, wie der Golfer sich vornimmt, bis zum Ende der Saison zum Beispiel acht von zehn Zwei-Meter-Putts im Loch zu versenken, schaffen auch Sie sich auf diese Weise messbare, nicht zu hoch gesteckte und dennoch ehrgeizige Etappenziele auf dem Weg zum Turniersieg.

Schachmatt den negativen Gedanken

Ihr Unterbewusstsein macht Ihnen da regelmäßig einen Strich durch die Rechnung? Wenn Ihnen Ihre innere Stimme zuflüstert: „Du bist doch nicht gut genug für die Stelle als Abteilungsleiter“, driften Sie in die negative Gedankenspirale ab. Als Nächstes sind Sie überzeugt, zu wenig Führungsqualitäten zu haben und erinnern sich mit Grauen daran, dass das letzte Projekt in Ihrer Abteilung mit einem Monat Verzögerung zu Ende gebracht wurde, dass Sie sich bei Präsentationen oft versprechen und … Stop!! 

Machen Sie negativen Gedanken den Gar aus. Das ist einer der ersten Schritte, sich auf Erfolgskurs zu bringen. Denn Ihr Unterbewusstsein reagiert unmittelbar auf das, was ihm eingegeben wird – ob das die alten, selbstzerstörerischen Programme („Du bist nicht gut genug“- „So haben wir das noch nie gemacht!“) sind oder positive, unterstützende Gedanken.

Geben Sie Ihrem Gehirn deshalb präzise Anweisungen und richten Sie den Fokus auf die Lösung, nicht auf das Problem: „Ich bin gut vorbereitet, die Präsentation schaffe ich“.

Nutzen Sie die Kraft der Emotionen

Nirgendwo werden sie so offen gezeigt wie im Sport, nirgendwo so versteckt wie im Business. Unsere Emotionen. Schade eigentlich, denn die Kraft der Gefühle kann ganz gezielt für persönliche Ziele genutzt werden – indem zum Beispiel positive Emotionen über eine schwierige Situation hinweghelfen und die Erinnerung an bereits erzielte Erfolge sich so gut anfühlt, dass das angeknackste Selbstvertrauen schnell wieder gekittet ist. Wer sich selbst vertraut, erreicht seine Ziele – ungeachtet der Hindernisse oder Neider, die sich in den Weg stellen. Spitzensportler könnten in ihrer Branche ohne Selbstvertrauen nicht lange überleben. Ein Golfer lernt etwa im Prognosetraining, mit Misserfolgen umzugehen: Er prognostiziert, wie viele Putts er brauchen oder wie viele Birdies er spielen wird während seiner Runde über 18 Löcher. Nach dem Spiel stellt er fest, ob er richtig lag mit seiner Einschätzung. Es verliert der Golfer, der die falsche Prognose gestellt hat. Mit der Zeit und mit wachsendem Selbstvertrauen werden Golfspieler darin immer besser.

Die Macht positiver Bilder

Visualisierungen begleiten Sie auf diesem Weg. „Ich schlage nie einen Ball, selbst nicht beim Training, ohne ein sehr scharfes und klares Bild von dem Schlag in meinem Kopf zu haben“, sagt der amerikanische Profi-Golfer und Sportpsychologe Peter Terry. So, wie Golfer ihre Technik mit der Visualisierung erfolgreicher Abschläge verbessern, können Sie auch in beruflicher Hinsicht die Macht positiver Bilder für sich nutzen. Steigen Sie in Ihrem Kopfkino zum Abteilungsleiter auf, schütteln Ihren Gratulanten strahlend die Hände. Halten Sie vor dem inneren Auge begeisternde Präsentationen – es funktioniert: Visualisierungstraining „arbeitet“ nach dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung. Zweifel, Stress und Ängste reduzieren sich, positive Gefühle werden in Gang gesetzt, die Konzentration auf das Ziel steigt.

Definieren Sie Ihre Erfolgsrituale

Erfolgreiche Golfer entwickeln eine persönliche Pre-Shot-Routine. Am Schlusstag trägt Tiger Woods zum Beispiel immer die Farbe Rot. Es hat nichts mit Aberglauben zu tun, wenn Sie sich künftig auf Meilensteine im Job mit einem Ritual einstimmen, sich etwa vor Gesprächen mit dem Chef auf die Schulter klopfen.

Alles, was Ihrem Gehirn „Achtung, positives Erlebnis!“ signalisiert, ist erlaubt!

Mit Ihrem persönlichen Erfolgs-Ritual, Visualisierungen und dem festen Glauben an Ihre Ziele bringen Sie Ihre Glückshormone in Wallung. Das macht Mut und bringt Zuversicht für die nächsten Karriereschritte. Und noch was: es schadet nie, die kleineren und größeren Etappensiege zu feiern. Stoßen Sie also vor dem inneren Auge schon mal auf Ihren Erfolg an!

 

Antje Heimsoeth

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