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Interviews

Digitalisierung erzeugt einen Sog

Sascha Zöller sprach im Rahmen seiner Interviewreihe „Erfolgsfaktor – DIGITAL“ mit Sven Lorenz. Er ist als Keynote Speaker, Unternehmer und Vermögensverwalter ein großartiges Beispiel dafür, dass man insbesondere über die Nutzung digitaler Medien in Deutschland doch und vor allem sehr erfolgreich über Geld sprechen kann.

Sven Lorenz / Sven Lorenz

Sascha Zöller: Welche Maßnahmen wurden im Bereich Digitalisierung durchgeführt und welche Ziele wurden dabei verfolgt?

Sven Lorenz: Ich habe erkannt, dass es im deutschsprachigen Raum einer echten Debatte über finanziellen Erfolg, das dafür erforderliche Mindset und einen für viele Menschen funktionierenden Weg zu persönlichem und unternehmerischem Wohlstand bedarf. Das führte dazu, dass ich zunächst mit dem Thema Vermögensaufbau und später dann in der Kombination Business & Finance in die Öffentlichkeit gegangen bin. Zunächst war ich häufig Gast in dem seit einigen Jahren aufkommenden Informationsmedium Podcast. 2017 habe ich dann meinen eigenen Podcast „Richtig! Reich – DER Business & Finance Podcast“ an den Markt gebracht. Damit kläre ich meine Hörer zu den großartigen Chancen eines eigenen Business, den sinnvollen und planerischen Umgang mit finanziellen Zielen und deren Umsetzung auf. Spannende Interviews mit erfolgreichen Unternehmern, überwiegend mit digital unterstützen Erfolgsmodellen, runden das Spektrum des Podcast ab.

Sascha Zöller: Was waren zu Beginn die größten Hürden?

Sven Lorenz: Da ich selbst nicht besonders technikaffin bin, bedurfte es einiger Vorbereitung für den Aufbau, die Struktur, die technische Umsetzung sowie der Vermarktung meines Podcast. Insbesondere die Frage danach, ob und wie ich damit möglichst schnell viele Menschen erreichen kann, war am Anfang zunächst auch stark mit dem Einreißen eigener gedanklicher Limitierungen verbunden.

Sascha Zöller: Konntest Du mit den Maßnahmen der Digitalisierung das gesteckte Ziel erreichen oder mussten die Maßnahmen angepasst werden?

Sven Lorenz: Um ehrlich zu sein, stand bei der Initialisierung des Podcast nicht wirklich ein besonders Ziel im Vordergrund, außer dem Wunsch nach einer öffentlichen Aussprache der Dinge, die wir in Deutschland so gern tabuisieren. Allerdings entstand dadurch eine völlig neue Richtung der Kundenströme. War es vorher eher so, dass wir Kunden über Empfehlungen und Akquise gewannen, kamen neue Kunden jetzt direkt auf uns zu und sprachen uns konkret und direkt auf unsere Dienstleistung an. Insofern hatte dieser Schritt in die digitale Sichtbarkeit einen Sog erzeugende Wirkung.

Sascha Zöller: Konntest Du durch die Digitalisierung neue Märkte, Kunden oder sogar neue Geschäftsmodelle erschließen?

Sven Lorenz: Wie bereits gesagt, veränderte sich die Richtung, wie Kunden zu uns kamen und heute immer mehr kommen, um 180 Grad. Darüber hinaus sprachen mich viele meiner Podcast-Hörer über die digitalen Medien ganz offen und direkt darauf an, welche Wege und Möglichkeiten zu finanziellem Erfolg führen, um für sich selbst planbar finanzielle Freiheit zu erreichen. Da ich persönlich eine sehr ausgeprägte Kreativität in Kombination mit einer bewussten Chancenintelligenz mitbringe und ich bereits einige Menschen vorher auf den Weg in ein eigenes Business gebracht habe, war eine unternehmerische Lösung dafür der nächste logische Schritt. Das führte dazu, dass ich 2018 zunächst mit der Sven Lorenz Consulting (heute Sven Lorenz GmbH) das Thema Business Design und Finance in einem exklusiven Format zusammengeführt habe. Heute bringen wir damit Menschen in den erfolgreichen Aufbau einer Selbständigkeit bzw. ins Unternehmertum. Das Business & Finance Mastery ist dabei das Herzstück und das exklusivste Produkt, mit dem wir Unternehmer über 12 Monate auf dem Weg in neue finanzielle Sphären und Märkte begleiten.

Sascha Zöller: Konnte die Geschwindigkeit von Innovationen und Umsetzung erhöht werden?

Sven Lorenz: Auf jeden Fall. Mit dem Podcast bin ich für die Hörer fünfmal jede Woche im Ohr. Es entsteht eine Verbindung und Vertrauen baut sich auf. Das führt dazu, dass sich Menschen öffnen und zielgerichtet Fragen stellen. Der digitale Weg über die verschiedensten Formate wie Instagram, Upspeak, E-Mail, oder Facebook ist schnell und direkt. Insbesondere Coaching-Aktivitäten mittels Voice Messages, Dropbox und vielen anderen hilfreichen Tools helfen, Prozesse kurz zu halten und effizient mit dem Faktor Zeit umzugehen.

Sascha Zöller: Können die Unternehmensziele schneller, effizienter erreicht und ggf. überschritten werden?

Sven Lorenz: Wir hatten zu Beginn der digitalen Erweiterung unseres Business natürlich klare Unternehmensziele, die sich aus einer analogen Prozesswelt ergaben. Heute steigern wir unseren Umsatz jedes Jahr immer im hohen zweistelligen Prozentbereich beim Zufluss von verwaltetem Vermögen. In unserem Business & Finance Programm sind wir nach einem ersten 6stelligen Umsatzjahr bereits im zweiten Jahr um 300 Prozent gewachsen. Also ein eindeutiges JA.

Sascha Zöller: Wer ist der Treiber der Digitalisierung im Unternehmen?

Sven Lorenz: Digitalisierung ist aus meiner Sicht Chefsache. Deshalb ist es auch eindeutig meine Verantwortung.

Sascha Zöller: Wie verhält sich der Wettbewerb? Rechnest Du mit neuen Mitbewerbern?

Sven Lorenz: Der Wettbewerb scheut meines Erachtens noch den Weg in die digitale Sichtbarkeit. Es werden zwar über Facebook und andere Plattformen immer mal wieder Anzeigen für digitale Produktlösungen im Bereich Vermögensverwaltung geschaltet. Aber niemand in diesem Markt hält wirklich und erst recht nicht gern sein Gesicht in die Kamera oder ist bereit für notwendige Statements zu Themen mit gesellschaftlicher Relevanz. Das übernehmen dann eher private Personen, die ihre eigenen Investmenterfahrungen über Podcasts teilen und andere zum Nachbauen motivieren. Mit der Kombination aus dem Auf- und Ausbau unternehmerischer Wertschöpfung für unsere Mandanten und dem daraus resultierenden, zielgerichteten Aufbau großer Vermögen haben wir allerdings ein absolutes Alleinstellungsmerkmal und das weltweit.

Sascha Zöller: Hat sich in den letzten Jahren das Kundenverhalten durch die Digitalisierung geändert?

Sven Lorenz: Ich würde sagen, definitiv ja. Die interessierten und medial offenen Menschen informieren sich heute schnell und zielgerichtet über das Internet. Sie kommen also bereits mit einer gewissen Vorqualifikation auf uns zu. Das macht es leichter, ein Fundament für die gemeinsame Arbeit zu schaffen. Dennoch stehen wir hier noch ganz am Anfang. Das zeigen mir jeden Tag die E-Mails, die ich bekomme.

Sascha Zöller: Welche strategischen Wachstumsfelder siehst Du in Bezug auf die Digitalisierung?

Sven Lorenz: Ich sehe hier insbesondere das riesige Potential für jeden, der sich mit dem Aufbau eines eigenen Unternehmens beschäftigt. Die digitale Welt macht es heute so leicht, wie nie zuvor, den Markt auf seinen Bedarf nach der eigenen Leistung zu prüfen, digitale Produkte und Dienstleistungen – auch in einem hochpreisigen Segment – aber auch klassische Unternehmen zu entwickeln, die Zielgruppe online zu finden und anzusprechen, die eigene Expertise zu präsentieren und eine kostenoptimierte Infrastruktur aufzubauen.

Sascha Zöller: Wie wird der Erfolgsfaktor DIGITAL die Fortbildung und auch die Qualifikationen von Mitarbeitern beeinflussen?

Sven Lorenz: Die digitale Welt macht es möglich, Lerninhalte dauerhaft in hoher Qualität zu erstellen, zu verarbeiten, regelmäßig anzupassen und so auf die individuellen Lerntypen im Unternehmen einzugehen. Gleichzeitig ermöglicht diese Art von Qualifizierung den Mitarbeitern einen jederzeitigen und dauerhaften Zugang zu den Inhalten, was die Lernqualität und die Fehlerprävention massiv verbessert.

Sascha Zöller: Datengetriebene Entscheidungen sind ein Teil der Digitalisierung. Betreibt Dein Unternehmen bereits systematische Datensammlung/Auswertung und werden diese Daten als Entscheidungsgrundlage hinzugezogen?

Sven Lorenz: Unser Geschäftsmodell basiert auf der Analyse fundamentaler Unternehmensdaten. Diese sind bis zu einem gewissen Grad natürlich auch digital verfügbar. Die grundsätzliche Arbeit in der Strukturierung von Investmentportfolien bedarf allerdings einer Komponente, die digital nicht verfügbar ist. Und das ist gesunder Menschenverstand in Kombination aus vielen spezifischen Faktoren, die zu einer Entscheidung führen.

Sascha Zöller: Was war Dein Treiber die Digitalisierung in Deinem Unternehmen einzuführen/umzusetzen?

Sven Lorenz: Insbesondere der schnelle und vor allem zielgruppengenaue Zugang zu potentiellen Kunden und Interessenten war einer der Treiber. Ein weiterer die Optimierung von Prozessen im Kontext von Standardisierung und Effizienz.

Sascha Zöller: Besteht oder bestand die Gefahr des Arbeitsplatzverlust durch die Digitalisierung? Wie bist Du und Deine Kollegen im Unternehmen damit umgegangen?

Sven Lorenz: Ganz im Gegenteil. Die Digitalisierung verursacht komplexe Zusammenarbeit von individuellen Spezialisten. Alles in einer Hand zu bündeln ist einerseits zeitlich nicht darstellbar und auch von den erforderlichen Qualifizierungen her schwer zu beherrschen. Allein die Produktion von Content, die digitale Interaktion auf verschwenden Plattformen sowie die Pflege von Netzwerk und Backend sorgt für einen Mehrbedarf an neuen Mitarbeitern.

Fazit Sven Lorenz: Mit dem Schritt in die Sichtbarkeit auf sozialen Medien, der Bereitstellung von Content für meine Zielgruppe über diverse Online Kanäle, über den Auf- und Ausbau medialer Reichweite in Kombination mit einem einmaligen Geschäftsmodell hat die Digitalisierung unserem Unternehmen zu einem großartigen Wachstum verholfen, uns neue Märkte erschlossen, uns mit Menschen zusammengeführt, die vorher keine Ideen hatten und uns eine großartige Vision gegeben. Durch das Erkennen der Chancen, die in der Nutzung digitaler Mechanismen liegen, können wir jetzt viel mehr Menschen bei der Erreichung ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Ziele helfen und damit Wegbereiter und Wegbegleiter zu mehr Freiheit und weniger Abhängigkeit sein.

Sven, ich danke Dir für dieses Interview.

Mehr Informationen über Sven Lorenz finden Sie hier: https://sven-lorenz.com/ und zu seinem täglichen Podcast: http://real-wealth.libsyn.com/

 

Sascha Zöller

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