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Buchtipp

Rentiert sich das? Woher sollen wir das wissen – wir können ja nicht rechnen

Wir haben ein dickes Problem: Wir können nicht rechnen. Das glauben Sie nicht? Hermann Scherer weiß in seinem aktuellen Buch „Glückskinder“, dass Zahlen einen Großteil der Menschen verwirren. Hinzu kommt noch die weit verbreitete Angst vor großen Zahlen. Also lieber nicht rechnen und eine Chance verpassen.

Matthias Preisinger / pixelio.de / pixelio.de

Beantworten Sie mir bitte folgende drei Fragen:
Die erste: In einem See wachsen Seerosen. Jeden Tag verdoppelt sich die Fläche, die die Seerosen bedeckt. Nach 48 Tagen verschwindet die Wasseroberfläche vollständig unter dem Seerosenteppich. Wie lange dauert es, bis die Seerosen den See zur Hälfte bedecken? 

Die zweite: Wenn fünf Maschinen in fünf Minuten fünf Spielzeugautos herstellen, wie lange brauchen 100 Maschinen, um 100 Spielzeugautos zu produzieren?

Die dritte: Ein Schläger und ein Ball kosten zusammen 1,10 Euro. Der Schläger kostet einen Euro mehr als der Ball. Wie teuer ist der Ball?

So logisch und doch so schwer…

Diese Fragen habe nicht ich mir ausgedacht, sondern sie stammen unter anderem vom US-amerikanischen Professor Shane Frederick. Er hat sie rund 35.000 Studenten gestellt, also einer hinreichend großen Gruppe von überdurchschnittlich gebildeten Menschen. Das Ergebnis war verblüffend schlecht: Nur 17 Prozent der Studenten konnten alle drei Fragen richtig beantworten, ein Drittel lag sogar bei allen drei Fragen daneben.

Zahlen sind ja soooo verwirrend!

Zahlen verwirren einen Großteil der Menschen. Hinzu kommt noch die weit verbreitete Angst vor großen Zahlen.Dass es meistens viel einfacher ist, ein Ein-Millionen-Projekt zu finanzieren als ein 100.000-Euro-Projekt, das erzählt Ihnen jeder Unternehmer, aber trotzdem schrecken die meisten vor der großen Summe zurück.

Obendrein kommt die Unfähigkeit, Zeitdimensionen einzuschätzen. Viele glauben beispielsweise, in Ihrem Job gute Arbeit zu leisten, aber dabei schauen sie meistens nur auf die Qualität der Ergebnisse und vergessen dazu zu sagen, wie lange sie dafür gebraucht haben, dieses Ergebnis zu erzielen. Leistung ist nämlich Arbeit pro Zeit!

Rechnen heißt den Wertschöpfungsanspruch nutzen

Auf dem Mars zu landen und wieder zurückzukehren ist gar keine große Leistung, wenn man dafür ein paar hundert Jahre Zeit hat.
Weil wir nicht rechnen können, fehlt uns fast vollständig der Wertschöpfungsanspruch. Wir verschwenden unsere Zeit und unser Geld, indem wir nutzlos warten, indem wir unser Auto selbst waschen, indem wir für die Schokolade im Sonderangebot fünfzehn Kilometer Umweg in Kauf nehmen. Indem wir unsere Taten falsch priorisieren.

Übrigens lautet die Antwort auf die erste Frage 47 Tage, auf die zweite Frage 5 Minuten, auf die dritte Frage 5 Cent.

 

Hermann Scherer

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