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Oberbayern hat die höchsten Renten – trotzdem große Versorgungslücken

Der monatliche Anspruch aus der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) liegt im südlichen Bayern bei 1.169 Euro, der bundesweite Durchschnitt beträgt 1.025 Euro. Hohe Versorgungslücke in Oberbayern zeigt jedoch: GRV alleine reicht für das Alter nicht aus

Wilhelmine Wulff_All Silhouettes / pixelio.de / pixelio.de

Den bundesweit höchsten Anspruch aus der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) haben die Menschen in Oberbayern: Pro Monat stehen ihnen im Durchschnitt 1.169 Euro zu. Damit liegt die Region in Deutschland an der Spitze, gefolgt vom Raum Stuttgart (1.131 Euro) und Darmstadt (1.118 Euro). Das zeigt der aktuelle Altersvorsorgeatlas der Sparda-Bank München eG, der auf Daten von Union Investment und der Universität Freiburg basiert*. Dort wird außerdem deutlich: Bis auf Oberfranken liegen alle bayerischen Regierungsbezirke über dem deutschlandweiten Durchschnittswert bei der gesetzlichen Rente von 1.025 Euro.

Trotz hoher Renten: Große Versorgungslücke

Die hohen Rentenansprüche in Süddeutschland können jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Versorgungslücke in dieser Region besonders hoch ist. Dazu Jörg Völkle, Direktor Vertriebsmanagement Wertpapiere der Sparda-Bank München: „Um sich einen angemessenen Lebensstandard im Alter zu sichern, sollte man als Rentner über mindestens 60 Prozent seines letzten Bruttoeinkommens verfügen. Nur mit der Gesetzlichen Rentenversicherung klappt das meistens nicht. Im Gegenteil! Es tut sich hier oft eine große Versorgungslücke auf.“ Dass diese Lücke gerade in Oberbayern sehr hoch ist, kann Jörg Völkle ebenfalls erklären: „Das hat mit der unterschiedlichen Einkommensverteilung in Deutschland und der Beitragsbemessungsgrenze der GRV zu tun. Besserverdiener, von denen es ja in Oberbayern relativ viele gibt, bekommen aufgrund der Deckelung nicht proportional mehr gesetzliche Rente.“

Rente ersetzt weniger als 42,2 Prozent des Bruttoeinkommens

Im Bundesdurchschnitt fehlen den Menschen 806 Euro im Monat, wenn sie alleine auf die klassischen Alterssicherungssysteme wie GRV, Beamtenversorgung oder berufsständische Versorgung setzen. Diese Möglichkeiten zählen zur sogenannten ersten Schicht der Altersvorsorge. Wer sich in Oberbayern nur darauf verlässt, muss sogar mit einer Versorgungslücke von über 863 Euro rechnen. Umgerechnet bedeutet dies, dass man in der Region weniger als 42,2 Prozent des letzten Bruttoeinkommens mit der ersten Schicht der Alterssicherungssysteme ersetzen kann (sogenannte Ersatzquote). Am besten in Bayern schneidet Oberfranken ab, wo der fehlende Wert zwischen Rentenanspruch und letztem Bruttoeinkommen bei durchschnittlich 700 Euro liegt (Ersatzquote: 43,1 bis 43,8 Prozent).

Vor allem junge Leute sollten vorsorgen

Die Versorgungslücke zeigt deutlich, dass sich Arbeitnehmer für das Alter zusätzlich absichern sollten. Mit einer Riester-Rente beispielsweise reduziert sich die Versorgungslücke durchschnittlich von 806 Euro auf 360 Euro im Monat. Gesetzliche und private Altersvorsorge decken damit umgerechnet 59,9 Prozent des letzten Bruttoeinkommens ab – also genau den Wert, den Experten als ausreichend für den Ruhestand bezeichnen. „Vor allem für junge Leute empfiehlt sich eine zusätzliche Altersvorsorge“, rät Jörg Völkle von der Sparda-Bank München. „Wenn sie diese frühzeitig abschließen, haben sie aufgrund der langen Ansparphase sehr hohe Ansprüche.“

Quelle: Sparda Bank München

 

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