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Redaktionen sind scharf auf Blogger

Immer mehr Redaktionen erkennen das große Potenzial der unzähligen freien Autoren, Blogger und Hobbyschreiber. Viele von ihnen sind Experten auf ihrem Gebiet und somit heiß begehrt. Von einer Zusammenarbeit profitieren güntigsterweise beide Seiten gleichermaßen: Die Redaktionen bekommen gute Inhalte, die Blogger eine erhöhte Aufmerksamkeit.

Rainer Sturm / pixelio.de

Jörg Sadrozinski, Leiter der Deutschen Journalistenschule in München, hält es für „durchaus vorstellbar“, dass sich diese Symbiose in der alltäglichen Medienarbeit künftig stärker in der Branche manifestieren wird. Aktuellstes Beispiel dafür ist die Ankündigung von Golem.de, seine Pforten künftig für Blogger zu öffnen und ihnen ein „völlig neues, flexibles Honorarmodell“ zu bieten.

HuffPo zahlt keine Honorare

Als Vorreiter gilt in dieser Hinsicht die Huffington Post. Herzstück deren großen Menge an Content sind zahlreiche Beiträge von Bloggern, Kurznachrichten und Links zu anderen Medien. Eine Entlohnung bekommen die Jung-Journalisten jedoch nicht. Vielmehr will Chefin Arianna Huffington den Bloggern „ein großartiges Sprachrohr“ bieten, wie sie betont. Die deutsche Ausgabe der HuffPo geht im kommenden Herbst online.

Sadrozinski ist die fehlende Entlohnung allerdings ein großer Dorn im Auge und bezeichnet diese Praxis als „absolute Entwertung des Journalistenberufs“.

„Die professionelle Erstellung eines journalistischen Produkts muss honoriert werden“, fordert der Schulleiter. Er ist strikt dagegen, dass Bloggern und Hobbyschreibern nichts für ihre Leistung gezahlt wird. Den jungen Schreibern rät er, dementsprechende Angebote abzulehnen.

„Zeitgemäßes Modell des Publizierens“

Golem geht es mit seinem Vorstoß „darum, ein neues, zeitgemäßes Modell des Publizierens zu etablieren und Lesern noch mehr relevante Inhalte zu bieten“, schreibt Geschäftsführer Jens Ihlenfeld in eigener Sache.

Bezahlt wird künftig nach Erfolg. Wie viel ein Artikel letztlich in die Kasse des Autors spült, hängt von mehreren Faktoren ab: „Wie viele Leser erreicht ein Artikel, wie bekannt ist der Autor und wie viele Fans und Follower bringt er mit, wie viel Zeit steckt in dem Artikel, wie viel Arbeit muss von uns in den Artikel gesteckt werden, wurde der Artikel bereits an anderer Stelle veröffentlicht und für wie wichtig halten wir ein Thema, ganz unabhängig von der damit erzielbaren Reichweite?“

Autoren sollen zudem „wie es sich gehört genannt und verlinkt“ werden. Es sei nicht Intention, möglichst günstig an Inhalte zu gelangen, sondern angemessene und damit höhere Honorare für gute Stücke zu bezahlen.

Durch den Verzicht auf ein fixes Honorar kann das Medium somit bei erfolglosen Artikeln Kosten einsparen. Autoren tragen hingegen gleichzeitig ein größeres Risiko.

 

Quelle: pte

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