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Banken sollen Einblick in Konfession der Sparer erhalten

Ab 2015 führen Banken die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ihrer Kunden direkt an den Fiskus ab. Allerdings haben diese die Möglichkeit, bis zum 30. Juni beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) Widerspruch gegen die Offenlegung ihrer Konfession einzulegen. Denn: „Die Neuregelung bedeutet für die Sparer, dass die Banken verstärkt Einblick in ihre persönlichen Daten erhalten“, erklärt Dr. Hartmut Schwab, Präsident der Steuerberaterkammer München.

Ab 2015 führen Banken die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ihrer Kunden direkt an den Fiskus ab. Allerdings haben diese die Möglichkeit, bis zum 30. Juni beim Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) Widerspruch gegen die Offenlegung ihrer Konfession einzulegen. Denn: „Die Neuregelung bedeutet für die Sparer, dass die Banken verstärkt Einblick in ihre persönlichen Daten erhalten“, erklärt Dr. Hartmut Schwab, Präsident der Steuerberaterkammer München.

„Noch in diesem Jahr werden die Kreditinstitute beim Bundeszentralamt für Steuern Auskunft über die Religionszugehörigkeit ihrer Kunden einholen.“ Bisher führten die Banken die Kirchensteuer nur dann ab, wenn es die Kunden ausdrücklich wünschten. Viele von ihnen kümmerten sich im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung selbst darum. Betroffen von der Neuregelung sind alle Sparer, deren Zinsen, Dividenden und andere Kapitaleinkünfte über dem jährlichen Freibetrag von 801 Euro liegen, ihre Zinserträge also versteuern müssen.

Legen sie allerdings den erwähnten Widerspruch ein, darf das Bundeszentralamt für Steuern den Banken keine Auskunft über sie geben“, sagt Schwab. Hierzu müssen die Sparer einen so genannten Sperrvermerksvordruck ausfüllen und an das BZSt schicken. Das entsprechende Formular findet sich zum Beispiel unter www. finanzamt .bayern.de. Ist der ausgefüllte Sperrvermerk rechtzeitig eingegangen, gilt er bis auf Widerruf. Wichtig hierbei ist, dass die Steuerbürger ihre Steueridentifikationsnummer angeben. Diese findet sich auf dem Einkommensteuerbescheid, dem Mitteilungsschreiben des BZSt oder der Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers. „Sollte einem Sparer seine Steueridentifikationsnummer nicht vorliegen, kann er eine erneute Mitteilung dieser  Nummer beim Bundeszentralamt für Steuern beantragen“, rät Schwab.

So oder so ändert sich für Sparer, die Mitglied der evangelischen oder katholischen Kirche beziehungsweise der jüdischen oder Freireligiösen Gemeinden sind, nichts an der Abgabepflicht der Kirchensteuer, deren Bezeichnung je nach Glaubensbekenntnis variiert. In Baden-Württemberg und Bayern beträgt die entsprechende Steuer acht Prozent, in allen anderen Bundesländern neun Prozent. Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer auf Kapitalerträge ist der Betrag, den ein Sparer als Abgeltungsteuer an den Staat abführen muss.

 

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