Connect with us

Hi, what are you looking for?

Vorsorge

Im Straßenverkehr heißt es jetzt „Aufpassen!“

Die goldene Herbstzeit kann viel Freude mit sich bringen, doch farbiges Laub, glänzende Kastanien und „gemütliches“ Wetter bergen auch Gefahren in sich. Gerade im Straßenverkehr heißt es während der Herbstzeit „Aufpassen!“ ARAG Experten über herbstliche Schadenfälle und deren rechtliche Bestimmungen.

uschi dreiucker / pixelio.de

Wilder Wechsel, wilde Fälle

Bedingt durch Nebel und Regen kommt es gerade im Herbst häufig zu Autounfällen wegen Wildwechsel. Paradoxerweise sollten die Fahrer gerade dann besonders vorsichtig sein, wenn sie dem Wild ausweichen wollen. Zum einen kann dies nämlich dazu führen, dass das Auto von der Fahrbahn abkommt und gegen einen Baum prallt, zum anderen, dass die Versicherung den Schaden u.U. nicht vollständig deckt. Denn die Teilkaskoversicherung übernimmt zwar i.d.R. den Schaden durch einen Zusammenprall mit Haarwild, dieser kann aber geringer als der Schaden der durch das Abweichen von der Straße entsteht. Nur Vollkaskoversicherte stehen auf der „sicheren“ Seite – in beiden Fällen werden die anfallenden Kosten übernommen. Wichtig ist es auch den Schaden umgehend der Polizei zu melden, da nur eine möglichst genaue Beschreibung des Unfallhergangs die Deckung der Folgekosten ermöglichen kann.

Rutschige Verpflichtung

Ist das schöne Herbstlaub einmal von den Bäumen gefallen, kann es sich auf Gehwegen schnell in eine rutschige Masse verwandeln. Wem diese zum Verhängnis wird, der muss sich an den so genannten „Raumpflichtigen“ wenden. Dieser, meist die Kommune, muss Gehwege von dem Laub befreien und kommt für die Folgekosten einer solchen Verletzung auf. Häufig wird diese Verpflichtung allerdings auf Hauseigentümer und damit auf Mieter abgeschoben. Sollten Sie in ihrem Mietvertrag eine solche Klausel finden, ist es ratsam sich daran zu halten, denn die aus einem solchen Sturz entstehenden Kosten können teuer werden.

Fraglicher Himmelssegen

Doch nicht nur vom Boden, auch aus der Luft drohen herbstliche Gefahren. Diese drücken sich zumeist als Sturmschäden aus, etwa wenn abgebrochene Äste auf parkende Autos fallen oder Baumfrüchte für unschöne Dellen im Blech sorgen. Für die Übernahme von Schäden die durch Äste von Bäumen an öffentlichen Straßen entstanden sind gilt, dass diese die Gemeinde übernimmt. Allerdings nur dann, wenn der fragliche Baum nicht gepflegt wurde. Kommunen haben aber die Pflicht, Bäume zweimal im Jahr auf deren Gesundheitszustand zu überprüfen. Sollte der Ast von einem kranken Baum gefallen sein, hat der Baumbesitzer folglich seine Verkehrssicherungspflicht missachtet und muss zahlen. Ansonsten zählen Schäden durch gesunde abgebrochene Äste zum „naturgegebenen Lebensrisiko“ und werden nicht übernommen. Dies gilt auch für schädigende Baumfrüchte aller Art. Die Kommunen sind weder verpflichtet Warnschilder aufzustellen, noch für Schäden durch fallende Kastanien oder Eicheln aufzukommen.

Schon Sturm oder erst Wind?

Für alle Sturmschäden spielt die Windstärke eine wichtige Rolle, denn meist erst ab Windstärke 8 ist zum Beispiel die Gebäudeversicherung für Schäden am Haus zuständig. Auch in der Teilkaskoversicherung gilt oftmals die Regelung: erst ab 8 Windstärken ist ein Sturm ein Sturm und dadurch verursachte Schäden werden von der Versicherung übernommen. Um die Kostenübernahme zu ermöglichen, raten die ARAG Experten nicht nur dazu Sturmschäden sorgsam und umgehend zu dokumentieren, sondern auch Schadensbegrenzung zu betreiben. Andernfalls könnte sonst die Bitte um Versicherungsschutz teilweise abgeschlagen werden.

 

life PR

Anzeige

Die letzten Beiträge

News

Aktien, Fonds und ETFs haben sich in Zeiten der Niedrigzinsen als beinahe alternativlose Möglichkeit für die Altersvorsorge und den Vermögensaufbau herausgestellt. Inzwischen besitzen auch...

News

Das sind die Auswirkungen auf Wirtschaft und Unternehmen! Der Trend zum intelligenten Handy ist nach wie vor ungebrochen: Ganze 89 Prozent der Deutschen besitzen...

News

Das letzte Jahr war auf allen Ebenen turbulent: Die Digitalisierung wurde maßgeblich vorangetrieben, auch Unternehmen mussten sich flexibel zeigen und interne sowie externe Prozesse...

Lifestyle

Um im Geschäftsleben Erfolg haben zu können, braucht es, wie man oft hört, vor allem Vitamin B. Doch Beziehungen sind längst nicht alles, um...

Finanzen

Mittlerweile gibt es online sowie offline eine Vielzahl von unterschiedlichen Zahlungsmethoden, mit denen Kunden ihre gewünschten Produkte oder Dienstleistungen bezahlen können. Für Händler und...

News

Die Zukunft ist kreativ – auch im Business. Insbesondere gilt diese Maxime für Neugründer, Start-ups und Freelancer, die in den vergangenen Jahren immer mehr...

Weitere Beiträge

Recht & Steuern

Hagel, Sturm und Hochwasser - das Wetter in den letzten Wochen hat uns allen übel mitgespielt. Wer aber haftet bei zerbeulten Karosserien und kaputten...

Aktuell

Wenn die höhere Gewalt zuschlägt, stehen die Bänder vieler Unternehmen still: Betriebsunterbrechungen, Naturkatastrophen, Brände und Explosionen sind die bedrohlichsten Risiken für die Wirtschaft im...

IT & Telekommunikation

Der technologische Fortschritt erreicht inzwischen auch die Automobilbranche – das „vernetzte Fahrzeug“ kommt, und es kommt mit großen Schritten. Was wir bisher nur aus...

Aktuell

Ein Drittel der Fußgänger ist beim Überqueren der Straße durch Smartphones abgelenkt. Zu diesem Ergebnis kommt eine US-Erhebung des Harborview Injury Prevention and Research...

Lifestyle

Stürme ziehen wieder über das Land. Gerade für Autofahrer kann es durch die alljährlichen Herbststürme zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr kommen. Der ADAC gibt...

Marketing

Social Media ist aus dem heutigen Marketing nicht mehr wegzudenken - kaum ein Unternehmen, das noch auf einen eigenen Twitter- oder Facebook-Account verzichtet. Allerdings...

Recht & Steuern

Schwere Unwetter mit Sturmböen, Hagel, Blitze und Starkregen zogen am Wochenende über Deutschland hinweg und hinterließen Schäden an Gebäuden, Hausrat und Autos. Hier greifen...

IT & Telekommunikation

Privilegierte Benutzerkonten, wie sie Administratoren besitzen, zählen zu den größten Schwachstellen in der IT-Sicherheit eines Unternehmens. Zudem gehen generell von Insidern die meisten Bedrohungen...

Anzeige
Send this to a friend