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Fachwissen

Was macht wirklich Sinn und ab wann wird sie zur Gefahr?

Wenn es auf der Straße kracht, wird bei jedem zehnten Unfall „Ablenkung“ als Grund angegeben. Das Radio ist es weniger, sondern der Umgang mit Navigationsgeräten, Infotainmentsystemen oder Smartphones. Sie lenken den Blick der Autolenker weg von der Straße.

Carola Langer / pixelio.de / pixelio.de

Manfred Tscheligi, Leiter des Christian Doppler Labors „Contextual Interfaces“ an der Universität Salzburg, ließ Untersuchungen durchführen, welche Bedienkonzepte für Hightech im Auto am ehesten unerwünschte Ablenkungen vermeiden – und festgestellt, dass alle existierenden Lösungen im Wesentlichen gleich problematisch sind. Nun arbeitet sein Team an neuen Zugängen, damit Fahrer ihre Augen trotz Technik möglichst auf die Straße richten. Ein möglicher Ansatz ist dabei, verstärkt auf den Beifahrer zu setzen – ein wenig wie bei Rallye-Profis, die nach den Anweisungen des Copiloten navigieren.

Hilfreiche Gefahr

Tscheligi geht davon aus, dass dabei schon jetzt in vielen Fällen Technik im Spiel ist – Tendenz eher steigend. Denn schon die Bedienung serienmäßiger Infotainment-Systeme beansprucht die Aufmerksamkeit von Lenkern stark, wie sein Team zeigen konnte. Während einer Eingabe, ob nun mittels Buttons oder Touch-Bedienfeld, schweift der Blick rund die Hälfte der Zeit von der Straße ab und das oft gefährlich lange – über zwei Sekunden – am Stück.

Freilich gibt es bereits Zugänge, um die Ablenkung durch das Bedienen von Fahrzeugsystemen zu reduzieren. Ein gutes Beispiel dafür ist die Spracheingabe – die sich in der Praxis aber nicht recht bewährt. „Das Problem ist, dass die Akzeptanz sehr gering ist“, erklärt Tscheligi. Denn gerade wenn noch andere Personen im Fahrzeug sind, reden Lenker nicht gern in einem relativ strengen Kommandoton mit ihrem Auto. Ein relativ neuer Ansatz ist Gestensteuerung im Auto. Hier ist dem Experten zufolge aber noch nicht geklärt, wie gut das beim Publikum wirklich ankommt.

Mehr Lenkrad, weniger Lenker

Das Christian Doppler Labor Contextual Interfaces arbeitet selbst an Konzepten, um die Ablenkung durch Technik im Auto zu reduzieren. „Wir versuchen, die Eingabe stärker auf das Lenkrad zu bekommen“, erklärt Tscheligi. So könnten Fahrer beispielsweise mit einem Braille-artigen Alphabet Fahrziele für die Navigation eingeben. Ergänzend dazu setzt das Team auf Feedback über ein Augmented-Reality-Display in der Windschutzscheibe. Der Vorteil wäre, dass Fahrzeuglenker sich dadurch weniger zu Eingabegeräten und Displays im Mittelbereich des Autos wenden müssten – der Blick sollte also seltener und nicht so lange von der Straße abschweifen.

Quelle und weitere Informationen: Pressetext.com

 

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