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Finanzen

Urteil: Schluss mit den vermeintlich günstigsten Zinssätzen!

Möchte eine Bank ihre Kunden online nur mit einem günstigen Zinssatz für Kredite locken – ist das ab sofort nicht mehr zulässig. Die Internet-Werbung für einen Sofortkredit „ab 3,59 Prozent“ ist demnach unzulässig, entschied das Landgericht Stuttgart nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

Thorben Wengert / pixelio.de

Wie bei T-Online weiter zu lesen ist, dürfe außerdem das vom Gesetz geforderte repräsentative Beispiel für den Kredit nicht erst durch einen weiteren Klick erkennbar sein.

Jahreszins in klarer, verständlicher und auffallender Weise nennen

Hintergrund des Rechtsstreits ist eine Änderung der Preisangabenverordnung aus dem Jahr 2010. Nach dem Urteil der Stuttgarter Richter muss in der Werbung für Kredite unter anderem der effektive Jahreszins in klarer, verständlicher und auffallender Weise genannt werden (Az.: 17 O 165/11). Die Werbung muss außerdem ein repräsentatives Beispiel enthalten. Darin müssen die Konditionen so angegeben werden, dass zwei Drittel der Kunden diesen Kredit tatsächlich zu dem genannten Zinssatz erhalten.

Das war in diesem Fall nicht so. Die beklagte CreditPlus Bank hatte im Internet für einen „Sofortkredit ab 3,59 Prozent effektivem Jahreszins“ geworben. Zum repräsentativen Beispiel, bei dem der Zinssatz schon bei 8,99 Prozent lag, gelangten Nutzer erst durch einen Klick auf ein in der Werbung platziertes Zeichen. Damit seien die Informationen für den Kunden nicht umgehend wahrnehmbar, argumentierte das Gericht.

Verbraucher muss Spanne der Zinssätze verstehen können

Die Richter sahen in der Werbung daher einen Verstoß gegen die Preisangabenverordnung. Eine Information des Verbrauchers sei nur gewährleistet, wenn dieser nicht nur den niedrigsten, sondern auch den höchsten Effektivzins für den angebotenen Kredit erkennen könne. Dem Kunden müsse umgehend klar sein, welcher Zinssatz für ihn gelte. Die Bank müsse daher die Spanne der möglichen Zinssätze angeben.

 

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