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Euro pendelt um 1.2350

Die Wall Street zeigte sich am Donnerstag verunsichert, was durch Kursverluste der führenden Indizes zum Ausdruck kommt. Der Dow gab um 0,63 % ab, während es für die Nasdaq (-0,82 %) und den Russel 2000 (- 1,22 %) deutlicher nach unten ging.

Die Wall Street zeigte sich am Donnerstag verunsichert, was durch Kursverluste der führenden Indizes zum Ausdruck kommt. Der Dow gab um 0,63 % ab, während es für die Nasdaq (-0,82 %) und den Russel 2000 (- 1,22 %) deutlicher nach unten ging.

Für die allgemeine Verunsicherung ursächlich waren das von Deutschland kurzfristig erlassene Leerverkaufsverbot sowie Äußerungen von Kanzlerin Merkel, welche erneut vor einem schwächeren Euro warnte. Die im Verlauf bereits deutlich größeren Kursverluste konnten jedoch eingedämmt werden, nachdem die Fed die Wachs-tumserwartung für das laufende Jahr erhöht hat.

Unter den einzelnen Sektoren gelang es lediglich den Financials (+0,2 %) eine positive Performance zu etablieren. Deutlicher nach unten ging es hingegen für Industrials (- 1,3 %), Utilities (-1,0 %) und Energy (-1,0 %). An der NYSE wurden 1,63 Mrd. Aktien umgesetzt, 660 Werte notierten mit Aufschlägen während es für 2.424 Aktien nach unten ging.

Das charttechnische Bild des S&P 500 (Grafik) bleibt weiter angeschlagen. Wie zu erkennen ist notiert der Index weiter unter seiner 100-Tage-Linie bei gleichzeitig fallenden Hoch- und Tiefpunkten. Entsprechend befinden sich auch die trendfolgenden Indikatoren wie der DMI im „short-Modus“. Kurzfristig positiv ist die Tatsache, dass es dem Index gelungen ist, seine 200-Tage-Linie zunächst zu verteidigen.
Der deutsche Alleingang beim Leerverkaufsverbot ließ Spekulationen ins Kraut schießen.

Von Vorbereitung des deutschen Ausstiegs aus der Eurozone bis zur Vermutung, die Schuldenkrise habe den Banken mehr zugesetzt als bislang geschätzt, reichte das Spektrum. Oder war es nur, um ein innenpolitisches Zeichen zu geben? Die Verunsicherung war zum Handelsauftakt bereits groß, nahm im Verlauf noch zu. Nur eines scheint klar. An der Wall Street dürfen die Finanzlobbyisten die Korken knallen lassen, nachdem auf EU-Ebene und gegen die Stimme Londons auch eine schärfere Kontrolle von Hedge-Fonds- und Private-Equity-Aktivitäten beschlossen wurde. Nationale und EU-weite Regeln für internationale Finanzmärkte und global agierende Marktteilnehmer sind unseres Erachtens aber wenig hilfreich, so sehr man angesichts der Finanzkrise seit 2007 ein höheres Maß an Transparenz und Regulierung auch befürworten mag. Wichtige Akteure in Nord-amerika, der Schweiz sowie im Nahen und Fernen Osten zu verschonen, verlagert lediglich Kapitalströme und Wachstumspotenzial in diese Regionen.

Ob unerwünschten Spekulationen dadurch ein wirksamer Riegel vorgeschoben wird, ist fraglich. Fundamentale Daten spielen für das Marktgeschehen derzeit nur eine untergeordnete Rolle, dennoch sei darauf verwiesen, dass heute mit dem Philly-Fed-Index der zweite Stimmungsindikator der US-Industrie für den laufenden Monat veröffentlicht wird. Der unerwartet starke Rückgang des Pendants aus der Region New York mahnt zur Vorsicht. Insgesamt dürfte sich wohl zeigen, dass die Industriestimmung im Frühjahr den Hochpunkt erreicht hat. Dies spricht nicht für einen Rückfall in die Rezession, aber eine weitere Steigerung der konjunkturellen Dynamik zeichnet sich auch nicht ab.

Quelle: Helaba

 

Ralf Umlauf

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