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Buchtipp

Das Fest der Liebe im Berufsleben kniggesicher meistern

Glühwein, gut gelaunte Menschen, positive Atmosphäre – im Schwung einer betrieblichen Weihnachtsfeier kommt es schon einmal vor, dass Mitarbeiter ihre Prinzipien über Bord werfen. Doch Vorsicht: Freiherr von Knigge sieht zu und spätestens am nächsten Morgen drohen Konsequenzen. „Natürlich sollen sich alle bei der Weihnachtsfeier amüsieren. Aber Fehltritte zu vermeiden, ist einfacher, als sie nachträglich wieder in Ordnung zu bringen“, sagt Kai Oppel, Autor des Buches Business-Knigge, das inzwischen in dritter Auflage im Verlag C.H.Beck erscheint.

Scrivo PR/ C.H. Beck

Duzen und Siezen

Wem bei einer betrieblichen Feier das „Du“ angeboten wird, sollte dies natürlich annehmen, um nicht unhöflich zu wirken. Allerdings ist es notwendig, am Tag nach der Feier die Spreu vom Weizen zu trennen, wie der Experte weiß: Wurde ein „Du“ im nüchternen Zustand offeriert, kann es auch getrost am Folgetag weiterhin beibehalten werden. Sollte der oder die Vorgesetzte allerdings etwas getrunken haben, sollte am Folgetag weiter das „Sie“ verwendet werden. Wird das Angebot, sich zu duzen, daraufhin erneuert, reicht eine kurze Entschuldigung. „Am sichersten fährt, wer dann einfach sagt, er müsse sich an das „Du“ erst noch gewöhnen. Anspielungen auf den Alkoholkonsum des Vorabends – auch scherzhafte – sind in diesem Kontext hingegen absolut tabu. Die Grundregel für Duz-Offerten lautet übrigens, dass sie immer nur vom Ranghöheren ausgehen dürfen“, fasst Autor Oppel zusammen.

Berührungen und Belästigungen

Wenn der Wein doch einmal etwas schneller fließt, fallen oft auch die Hemmungen. Mancher Mitarbeiter und manche Mitarbeiterin sehnt sich plötzlich nach körperlicher Nähe, die vom Gegenüber nicht immer gewollt ist. Knigge weiß auch hier Rat: Wer sich durch Umarmungen oder Schulteranlehnen eines Kollegen belästigt fühlt, darf deutlich zum Ausdruck bringen, dass er diese Annäherungen nicht wünscht. Allerdings gehört auch in dieser Situation zum guten Ton, dabei nicht auf den Alkoholkonsum des anderen einzugehen. Die beste Lösung ist, die dem Alkohol Verfallenen zu ignorieren. „Eindeutige Berührungen und Ähnliches sollte man stets abwehren, sonst brodelt die Gerüchteküche. Am besten unterhält man sich mit vielen verschiedenen Personen, dann kann einen auch niemand ungewollt ‚festeisen‘“, sagt Oppel.

In vino veritas – oder eben auch nicht

„In vino veritas“, lautet das alte römische Sprichwort. Zu viel Wahrheit ist allerdings nicht immer förderlich. Im Gegenteil: Liebesgeständnisse, geheime Unternehmensprojekte, peinliche Tanzvorstellungen oder obszöne Witze sind auf Betriebsfeiern äußerst unangebracht. „Auch wenn der Rest der Mitarbeiter nicht mehr klar sieht, sollte jeder sich und seinen Prinzipien treu bleiben und sich nicht ungeniert gehen lassen“, fasst Oppel zusammen. Diese Regeln gelten unabhängig von der Hierarchie . Eine Betriebsfeier ist auf keinen Fall ein Gelage. Das gilt für Mitarbeiter und Arbeitgeber.

Der Tag danach

„Der Tag nach einer betrieblichen Feier ist eigentlich wie der Tag davor“, weiß Oppel. Während es in anderen Ländern üblich ist, nach einer solchen Feier lockerer miteinander umzugehen, bleiben in Deutschland Hierarchieordnungen und Umgangsformen wie gehabt. Es gilt „business as ususal“. Wer verkatert und verzögert erscheint, verliert hart erarbeitetes Ansehen. Oppel: „Für den nächsten Morgen gilt das Motto „work hard – play hard“. Jeder erscheint pünktlich zur Arbeit – treu dem deutschen Klischee.“

 

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