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Elf Millionen Jobs können leicht ins Ausland verlagert werden

In Deutschland sind 11,3 Millionen Arbeitsplätze akut von der Verlagerung ins Ausland bedroht. Das ist das Ergebnis einer Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel). Demnach können etwa 42 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen potenziell ins Ausland verlagert werden.

In Deutschland sind 11,3 Millionen Arbeitsplätze akut von der Verlagerung ins Ausland bedroht. Das ist das Ergebnis einer Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel). Demnach können etwa 42 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen potenziell ins Ausland verlagert werden.

38 Prozent können überhaupt nicht verlagert werden
11 Prozent der Arbeitsplätze gelten der Studie zufolge sogar als „leicht verlagerbar“. Das entspreche etwa 11,3 Millionen Jobs.

Als „überhaupt nicht verlagerbar“ betrachteten die Firmenchefs mehr als 38 Prozent der Arbeitsplätze.

In einer Art von Grauzone befänden sich 19 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten: Deren Jobs seien „kaum verlagerbar“, eine Verlagerung sei aber auch nicht völlig auszuschließen.

Westdeutsche Jobs potenziell eher verlagerbar
Regional betrachtet wäre Westdeutschland der Studie zufolge von einer Verlagerung deutlich stärker betroffen: In Westdeutschland seien knapp 44 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten potenziell verlagerbar, in Ostdeutschland nur 36 Prozent der Arbeitsplätze.

Der Anteil von „überhaupt nicht verlagerbarer“ Jobs sei in Ostdeutschland mit 45 Prozent relativ groß.

Der Grund: der hohe Industrie-Anteil der Unternehmen in Westdeutschland. Gerade Industriearbeitsplätze seien fast stets verlagerbar, da mit Industriegütern weltweit fast uneingeschränkt gehandelt werden könne.

Dienstleistungen ortsgebundener als Industrie-Jobs
Dagegen bestehe bei Dienstleistungsjobs kaum ein Verlagerungsrisiko: Viele klassische Dienstleistungstätigkeiten könnten nicht verlagert werden, weil sie am Ort des Konsums erbracht werden müssen.

Jedoch wachse auch der Anteil an Dienstleistungen, die digitalisiert und damit handelbar sind. Hier sei das Risiko der Verlagerung sogar höher als bei einem durchschnittlichen Industriearbeitsplatz: Dienstleistungen über IT-Netze seien kaum ortsgebunden.

Geringes Einkommen, geringes Verlagerungsrisiko
Tendenziell unterlägen Arbeitsplätze von Höherqualifizierten einem zunehmend größeren Verlagerungsrisiko. Hingegen sei das Risiko bei Arbeitnehmern der Dienstleistungsbranche mit geringer Qualifikation geringer, dass ihr Job ins Ausland verlagert wird.

Mit einem geringen Verlagerungsrisiko gehe häufig auch ein relativ geringes Einkommen einher: Niedriglohnbezieher wiesen ein weitaus geringeres Verlagerungsrisiko auf als die höher entlohnten Beschäftigten.

 

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