Connect with us

Hi, what are you looking for?

News

Technik fürs Heim macht 12 Mrd. Umsatz

Der Gesamtmarkt für technische Gebrauchsgüter in Deutschland steigert seinen Umsatz im dritten Quartal 2011 laut GfK Retail and Technology im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent auf insgesamt 12 Milliarden Euro. Damit setzt sich der Wachstumskurs aus den ersten sechs Monaten fort.

interpad.de

Hauptgrund für diese Entwicklung sei das Interesse der Deutschen an IT-Produkten wie Tablets und Notebooks. Ebenfalls positive Impulse kommen aus den Bereichen Telekommunikation, Elektrogroß- und Elektrokleingeräte. Einzelheiten aus der GfK-Analyse:

„Die Umsätze im Markt für Informationstechnologie (IT) steigen im Vergleich zum zweiten Quartal, wachsen aber weniger dynamisch. Von Juli bis September summieren sich die Ausgaben auf insgesamt 4,3 Milliarden Euro – im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 8,2 Prozent. Der Trend zu stark wachsenden, aber technologisch anspruchsvollen Marktnischen sowie zu Cloud-Computing-Angeboten setzt sich im dritten Quartal fort. Gerade Notebooks sind weiterhin gefragt, allerdings dämpfen sinkende Preise die Wachstumsraten. Steigender Beliebtheit erfreuen sich auch Tablet-Computer. Immer mehr Hersteller bringen vergleichsweise kostengünstige Produkte auf den Markt.

Design und Energieeffizienz punkten

Der Markt für Elektrogroßgeräte legt im dritten Quartal 2011 um 4,8 Prozent zu und erzielt einen Gesamtumsatz von 2 Milliarden Euro. Der Bereich profitiert einerseits vom anhaltenden Interesse der Kunden an hochwertigen, designorientierten Produkten wie beispielsweise Dunstabzugshauben. Andererseits gewinnt das Thema Energieeffizienz weiter an Bedeutung.

Diese Nachfrage nach grünen Produkten führt wiederum zu einer Reihe von Innovationen wie Waschmaschinen mit Programmen für spezielle Textilien oder Geräte mit automatischer Dosierung. In der Warengruppe Waschmaschinen kommt es nicht zuletzt dadurch zu einer zunehmenden Polarisierung: Qualitativ hochwertige High-end-Produkte stehen einem wachsenden Anteil von Preiseinstiegsgeräten gegenüber. Bei anderen Elektrogroßgeräten zeigt sich hingegen eine Entspannung der Preissituation.

Mobiles Internet findet immer mehr Fans

Das dritte Quartal 2011 beschert dem Markt für Telekommunikation erstmals seit dem vierten Quartal 2010 wieder positive Wachstumsraten auf Basis subventionierter Preise. Das ist überwiegend der großen Nachfragen nach Smartphones zu verdanken. Die steigende Beliebtheit der digitalen Alleskönner geht allerdings zu Lasten einfacher Handys. Da Smartphones trotz leicht nachlassender Dynamik immer noch ein hohes zweistelliges Plus beim Umsatz erzielen, werden die Rückgänge bei den übrigen Mobiltelefonen sowie Stand-Alone-Faxgeräten mehr als ausgeglichen.

Die Konsumenten in Deutschland können aus einem wachsenden Angebot von Smartphones im Einstiegsbereich wählen. Industrie und Netzbetreiber erreichen ihre neuen Zielgruppen durch vergleichsweise günstige Modelle, erschwingliche monatliche Internet-Flatrates und Prepaid-Angebote.

Espresso-Geräte sind die heißen Favoriten

Die Umsätze für Elektrokleingeräte erzielen in den Monaten Juli bis September 2011 mit 643 Millionen Euro ein solides Plus von 3,5 Prozent, wobei die Zuwachsraten zum Quartalsende hin einen leicht negativen Trend verzeichnen. Den größten Beitrag zum Wachstum leisten die Kaffee- und Espressovollautomaten sowie Espressokapselmaschinen. Zudem sind positive Impulse im Bereich Dampfbügelstationen zu verzeichnen. Zu weiteren Wachstumsmotoren gehören die Küchenhilfen wie Küchenmaschinen, Universalzerkleinerer, Stand- und Stabmixer.

Innerhalb der Staubsauger legen die Umsätze mit Saugrobotern, beutellosen Bodenstaubsaugern und Akkusaugern (Handstick) zu. Besonders die Online-Verkäufe sorgen für ein Plus bei den Elektrokleingeräten. Übers Netz werden besonders gerne hochwertige Produkte wie Küchenmaschinen, Kaffee- und Espressovollautomaten oder Saugroboter gekauft. Wie der Markt für Elektrokleingeräte das Gesamtjahr 2011 abschließen wird, lässt sich derzeit schwer einschätzen. Sicherlich werden die zahlreichen Weihnachtsangebote für deutliche Impulse sorgen.

Auf dem Foto-Markt gibt’s kein Verwackeln

Der Markt für Foto- und Imagingprodukte zeigt im dritten Quartal 2011 eine stabile Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Das Umsatzwachstum von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 625 Millionen Euro ist besonders erfreulich, da 2010 im Zeichen der alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Leitmesse photokina stand, während dieses Jahr kein vergleichbares und verkaufsförderndes Branchengroßereignis ansteht. Von daher relativiert sich auch der leichte Umsatzrückgang mit Digitalkameras im Vergleich zum Vorjahr. Welchen Einfluss der Neueintritt des Herstellers Nikon im Bereich der Kompaktsystemkameras auf diesen Markt hat, bleibt abzuwarten.

Bürogeräte und Verbrauchsmaterial stabil

Der Markt für Bürogeräte und Verbrauchsmaterial macht im Vergleich zum zweiten Quartal weiter Boden gut und behauptet sich mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr weitgehend. Mit Bürotechnik werden von Juli bis September 2011 insgesamt 1,1 Milliarden Euro umgesetzt. Laserdrucker legen trotz schwächerer Nachfrage bei Schwarz-Weiß-Geräten insgesamt etwas zu. Das verhältnismäßig kleine Segment der Tisch- und Taschenrechner befindet sich mit Wachstumsraten im hohen zweitstelligen Bereich hingegen sogar deutlich im Plus. Daten- und Videoprojektoren werden zwar wieder stärker nachgefragt, verzeichnen aber noch immer einen leicht negativen Trend. Der ungebrochene Wunsch der Konsumenten in Deutschland nach großen Bildschirmdiagonalen, der mit dem passenden Beamer gestillt werden kann, erlaubt jedoch auch für diese Produktgruppe einen positiven Ausblick auf das Jahresendgeschäft.

Geringers Minus bei Unterhaltungselektronik

Der Markt für Unterhaltungselektronik liegt mit einem Umsatz von 2,3 Milliarden Euro mit minus 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zwar auch im dritten Quartal im negativen Bereich, holt aber inzwischen wieder spürbar auf. Mit ausschlaggebend dafür ist die Umsatzstabilisierung bei Fernsehern, der mit Abstand bedeutendsten Warengruppe. Vom Trend zu immer größeren Geräten profitieren insbesondere Wandhalterungen, deren Umsätze zweistellig zunehmen. Im Zuge der Einführung des Digitalradiostandards DAB+ in Deutschland im August, schnellt die Nachfrage nach tragbaren Radios nach oben. In der Zukunft erwartet GfK Retail and Technology außerdem positive Impulse im Markt für Webradios, da mit der zunehmenden Programmvielfalt zugleich das Interesse der Nutzer steigt.“

GfK TEMAX Deutschland: Positive Aussichten zum Jahresende

Der GfK TEMAX® Deutschland verzeichnet im dritten Quartal 2011 ein Umsatzwachstum von 3,5 Prozent. Vor dem Hintergrund der Krisenstimmung an den internationalen Finanzmärkten ist dieser anhaltend positive Trend sehr erfreulich. Die deutschen Verbraucher sind nach wie vor optimistisch hinsichtlich ihrer Einkommenssituation. Derzeit sind sie zudem wenig geneigt ihr Geld auf die hohe Kante zu legen was sich in der stark rückläufigen Sparneigung widerspiegelt. Die Konsumenten tendieren vielmehr dazu, größere Anschaffungen zu tätigen. Daher sind die Aussichten für das Weihnachtsgeschäft mit Elektrogeräten positiv.

Zur Studie: Der GfK TEMAX ist ein vom Sektor Retail and Technology geschaffener Index zum Markt der technischen Gebrauchsgüter. Die Ergebnisse basieren auf regelmäßigen Erhebungen des Handelspanels von GfK Retail and Technology. In das Handelspanel fließen weltweit Daten von mehr als 370.000 Verkaufsstellen ein.

 

pressebox / GfK Temax

Anzeige

Die letzten Beiträge

Personalentwicklung

Wir treffen jeden Tag Hunderte von kleinen und vielleicht unbedeutenden Entscheidungen. Was ziehe ich an, was frühstücke ich, wohin gehen wir mit den Kollegen zu...

Unternehmen

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann besuchte CLAAS in Harsewinkel. Neben der Produktion von Mähdreschern und Feldhäckslern besichtigte er auch das Greenhouse. In dem ehemaligen Autohaus gegenüber...

Unternehmen

Der Countdown läuft: Am 13. Juli endet die Bewerbungsfrist für den OWL-Kulturförderpreis 2018. Bewerben können sich Unternehmen, die sich in besonderer Weise für die...

Personalentwicklung

Interview mit Heidrun Vössing: Heidrun Vössing blickt auf über zwanzigjährige Erfahrungen im Training und Coaching zurück. Sie ist Lehrtrainerin und Lehrcoach (DVNLP) und Expertin...

News

Steinreiche Statistik: 2017 wurden in Nordrhein-Westfalen 63 Millionen Tonnen (+4,9 Prozent gegenüber 2016) Kies, Sand, Ton und Kaolin im Wert von 496 Millionen Euro...

News

Die 12. Private Equity-Konferenz NRW hat sich die Energiewende auf die Fahne geschrieben. Das erklärte Ziel der Konferenz ist es, das Finanzierungsinstrument „Beteiligungskapital“ bekannter...

Weitere Beiträge

Unternehmen

Das Institut für Management-Entwicklung (ime) verbindet Präsenzseminar mit Live-Webinar, Selbstlernübungen sowie begleitenden Online-Sessions und bietet damit ein attraktives und nachhaltiges Weiterbildungsangebot an.

Unternehmen

CLAAS, einer der international führenden Landtechnikhersteller, konnte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2017 mit 3,76 Milliarden Euro (Vorjahr 3,63 Milliarden Euro) leicht steigern. Das Ergebnis...

News

Im zweiten Quartal des Jahres 2017 waren die Umsätze der Handwerksunternehmen in Nordrhein-Westfalen um 1,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Lokale Wirtschaft

Auch in der zweiten Jahreshälfte bietet „Digital in NRW – das Kompetenzzentrum“ kleinen und mittleren Unternehmen eine Reihe kostenfreier Veranstaltungen. In rund 50 Seminaren,...

Reisen

Die Sommer-Aktion „Buch an Bord“ hebt zum zweiten Mal ab. Über 35.000 Fluggäste verreisten im letzten Sommer im Rahmen der Aktion mit einem Kilo...

News

1,2 Millionen Touristen aus dem Ausland kamen im ersten Quartal 2017 nach Nordrhein-Westfalen - ein Plus von 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert!

OWL im Überblick

Zeitreise an der Sparrenburg: Ritter und Burgfräulein, Gaukler und Musiker, Handwerker und Händler bevölkern vom 28. bis 30. Juli die Burganlage und lassen für...

News

Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe waren im März 2017 real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um 9,9 Prozent höher als im entsprechenden...

Anzeige
Send this to a friend