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Handy-TV macht die Fußball-EM mobil

Fußball-Fans können die Europameisterschaft auch auf ihrem Handy verfolgen – sofern sie ein geeignetes Mobiltelefon besitzen und in Reichweite der entsprechenden Sendemasten sind. Nach einer repräsentativen Umfrage von TechConsult im Auftrag des BITKOM aus dem Jahr 2006 zu Handy-TV interessieren sich die Bundesbürger vor allem für Informationssendungen und Sport.

Fußball-Fans können die Europameisterschaft auch auf ihrem Handy verfolgen – sofern sie ein geeignetes Mobiltelefon besitzen und in Reichweite der entsprechenden Sendemasten sind. Nach einer repräsentativen Umfrage von TechConsult im Auftrag des BITKOM aus dem Jahr 2006 zu Handy-TV interessieren sich die Bundesbürger vor allem für Informationssendungen und Sport.

Rund 7,5 Millionen Erwachsene gaben schon damals an, sie würden sich Sportübertragungen auf ihrem Mobilgerät anschauen. „In den vergangenen Jahren sind die Displays der Mobiltelefone größer und schärfer geworden – die Zahl der potenziellen Nutzer wird entsprechend gestiegen sein“, sagt BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. Inzwischen gibt es drei verschiedene Möglichkeiten, mobil fernzusehen. Der BITKOM gibt zur EM Tipps, wie der mobile TV-Empfang funktioniert:

1. DVB-T

In vielen Regionen ist ein Empfang über den Standard „Digital Video Broadcasting Terrestrial“ möglich, das so genannte DVB-T. Mehrere Mobilfunknetzbetreiber bieten inzwischen Handys mit integrierten DVB-T-Empfängern an. Fans können auf diesen neuen Geräten den Live-Übertragungen von ARD und ZDF kostenlos folgen. Der Empfang ist in allen Ballungsräumen möglich, die für das digitale terrestrische Fernsehen via DVB-T ausgebaut sind. Informationen über die Qualität des DVB-T-Empfangs liefert die Website www.ueberallfernsehen.de. Gute Bilder sind in denjenigen Regionen zu erwarten, die als „Empfang per Zimmerantenne“ gekennzeichnet sind. In den für Außenantenne gekennzeichneten Regionen kann die Empfangsqualität eingeschränkt sein und je nach Standort stark variieren.

Auch das Notebook kann in den DVB-T-Regionen zum mobilen Fernseher umfunktioniert werden: Ab rund 30 Euro gibt es dazu DVB-T-Empfänger-Sticks. Zudem sind tragbare TV-Geräte von der Größe eines mobilen Navigationsgerätes auf dem Markt. Diese so genannten Portables verfügen über ein integriertes Farbdisplay, um DVB-T-Signale zu empfangen und abzuspielen – Preis ab ca. 150 Euro.

2. UMTS

Eine zweite Möglichkeit, Bewegtbilder auf dem Handy zu schauen, bietet der Standard „Universal Mobile Telecommunications System“ (UMTS). Über UMTS kann man die entsprechenden TV-Angebote der Mobilfunknetzbetreiber nutzen. Hierzu braucht man ein UMTS-Handy oder -Karte für den Laptop sowie einen UMTS-Vertrag beim Mobilfunkunternehmen. Für diesen Service können zusätzliche Kosten anfallen. ARD und ZDF zeigen die Spiele live im Internet. Doch nur die wenigsten Handys dürften ein direktes Abspielen unterstützen.

3. DVB-H

Im Gegensatz zu vielen Nachbarländern werden Fans in Deutschland EM-Spiele über den für Handy-TV optimierten Standard „Digital Video Broadcasting Handheld“ (DVB-H) nur in Ausnahmefällen sehen können. Dazu müssen sie sich in Hamburg, Hannover, München oder Frankfurt am Main aufhalten. Dort wird ein DVB-H-Signal mit den EM-Übertragungen zu empfangen sein.

Die Lizenzvergabe für Handy-TV nach dem DVB-H-Standard an das Konsortium Mobile 3.0 hatte sich verzögert. Dies lag vor allem an den Widerständen der Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanbieter und der heterogenen Genehmigungsstruktur in Deutschland. Der ursprüngliche Starttermin für die flächendeckende Vermarktung des Handy-TV-Angebots und der speziellen Handys war deshalb nicht zu halten. „Der deutsche Föderalismus hat einer neuen Technologie und einem innovativen Geschäftsmodell unnötigerweise Steine in den Weg gelegt. Wir hoffen, dass die Politik die bestehenden Hindernisse möglichst schnell aus dem Weg räumt“, sagt Scheer. In Österreich und der Schweiz können EM-Bilder via DVB-H auf entsprechenden Handys empfangen werden.

 

BITKOM e.V.

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