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Immer mehr Beschäftigte im Niedriglohnsektor

War Deutschland früher noch für seine ausgeglichene Einkommensstruktur bekannt, ist der Anteil der Niedriglohnbeschäftigten bereits seit Mitte der 1990er Jahre deutlich gestiegen. Im Jahr 2007 waren 6,5 Millionen Menschen im Niedriglohnsektor beschäftigt, 350.000 mehr als im Jahr zuvor. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Duisburger Instituts für Arbeit und Qualifikation hervor.

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Wie die Berechnungen des Instituts ergeben haben, haben im Jahr 2007 insgesamt 21,5 Prozent der Beschäftigten im Niedriglohnsektor gearbeitet. Vier von fünf der betroffenen Beschäftigten hatten dabei eine abgeschlossene Berufsausbildung oder einen akademischen Grad. Bei der Definition des Niedriglohnsektors beruft sich das Institut dabei auf die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Danach arbeiten all jene Beschäftigte für einen Niedriglohn, die weniger als 9,62 Euro pro Stunde im Westen und 7,18 Euro pro Stunde im Osten verdienen.

Der Studie zufolge fiel der Anteil gering bezahlter Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung im Jahr 1995 deutlich geringer aus als im Jahr 2007. Er hat sich in dieser Zeit von 14,7 Prozent um 2,1 Millionen Menschen auf 21,5 Prozent erhöht. Die Auswertungen der Lohnentwicklung im Niedriglohnsektor haben zudem gezeigt, dass die durchschnittlichen Stundenlöhne von Niedriglohnbeschäftigten in den vergangenen zwölf Jahren inflationsbereinigt nicht gestiegen bzw. in Westdeutschland sogar gesunken sind. Selbst nominal waren diese in den vergangenen Jahren rückläufig. Das Duisburger Institut wertet dies als deutlichen Hinweis darauf, dass das Lohnspektrum in Deutschland nach unten ausfranst.

 

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