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AsSe erweitert Angebot

Zwischen Dartscheibe und Kickertisch klappt Tobias Forth, Geschäftsführer des Büros für berufliche Strategien, seinen Laptop auf und klickt sich durch die Bewerbungsunterlagen. Seit drei Jahren betreuen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Büros das Projekt AsSe – Ausbildung statt Sozialhilfe – und fahren dazu direkt zu den Jugendlichen, in die Detmolder Jugendtreffs.

Stadt Detmold

„Wir haben eine Vermittlungsquote von 40-45%. Die Rechnung erfasst die Jugendlichen, die wir in eine Ausbildung vermitteln konnten. Hinzu kommen noch diejenigen, die einen Praktikumsplatz gefunden haben“, erklärt Forth nicht ohne Stolz. In den vergangenen drei Jahren nutzten rund 150 Jugendliche das Angebot, das vom Koordinator für Integration der Stadt Detmold und vom Jugendamt der Stadt Detmold gefördert wird. AsSe bietet Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren eine professionelle Betreuung zum Berufseinstieg. Indem ein individueller Berufswegeplan erstellt wird, werden längerfristige Perspektiven entwickelt. Fähigkeiten, Wünsche, Qualifikationen der Jugendlichen werden dazu abgeglichen mit den Anforderungen verschiedener Ausbildungsberufe.

Bei Evelyn hat es geklappt, gleich nach der ersten Bewerbung wurde sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Damit auch das Vorstellungsgespräch erfolgreich verläuft, wird diese Situation vom Anklopfen bis zur Verabschiedung trainiert. „Die meisten Jugendlichen sind engagiert, ihnen fehlt jedoch ein professioneller Ansprechpartner, dem sie vertrauen und der ihnen die vielfältigen Berufsmöglichkeiten aufzeigt“, erklärt Stefan Fenneker, Koordinator für Integration der Stadt Detmold. Eine weitere Zielgruppe für AsSe sind Jugendliche, die bereits „durch die Netze gefallen“ und die für Angebote und Maßnahmen der Behörden kaum noch erreichbar sind. Um auch diesen Jugendlichen die Chance auf eine Ausbildung zu eröffnen, fahren Forth, seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dahin, wo sich die Jugendlichen treffen: ins Domizil nach Herberhausen, in die „Villa am Hügel “am Hiddeser Berg und ins Style nach Heidenoldendorf. 

So hat sich das Projekt in den letzten Jahren einen Vertrauensvorschuss erarbeitet – bei den Jugendlichen aber auch bei den Unternehmen der Region. Auch Maik vertraut auf diese professionelle Unterstützung, auf die „guten Quellen und Erfahrungen“, wie er sagt. Der 19-Jährige engagiert sich im Jugendtreff Style, sucht aber nach einem Ausbildungsplatz. „Für unsere Arbeit sind Multiplikatoren, wie die Jugendsozialarbeiter und Streetworker, aber auch die Gruppendynamik sehr wichtig“, erklärt Forth. Um Jugendgruppen zu erreichen, wird in den drei Jugendtreffs einmal im Monat ein fixer Abendtermin angeboten. Aber auch individuelle Termine sollen zukünftig vermehrt in den Abendstunden vereinbart werden können. Die Beratungsgespräche können dabei in den drei Jugendzentren oder auch im Büro des Trägers „Büro für berufliche Strategien und Sprache – Bildung mit Niveau“ in der Langen Straße stattfinden.

 

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