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OWL - die Region

Vorbereitungen für Reinhard Mohn Preis laufen auf Hochtouren

Festakt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel live im Internet

Bertelsmann Stiftung

In der Bertelsmann Stiftung laufen die Vorbereitungen für die Verleihung des ersten Reinhard Mohn Preises auf Hochtouren. Nach und nach wird das bevorstehende Ereignis, zu dem Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet wird, auch im Gütersloher Stadtbild erkennbar. Inzwischen hängen Fahnen mit dem Logo vor dem Corporate Center, bei Mohn Media, am Parkhotel und am Reinhard Mohn Berufskolleg. Die Bertelsmann Stiftung selbst schmückt sich für das wichtigste Ereignis des Jahres mit Transparenten an der Außenfassade. Auch in der In-nenstadt sind an mehreren Stellen großflächige Plakate mit dem Logo des Reinhard Mohn Preises angebracht. Illustrationen und Schriftzüge am Stadttheater und auf dem Vorplatz werden Anfang kommender Woche angebracht.

„Mit unserem Gestaltungskonzept wollen wir alle Gütersloher auf die Preisverleihung und das wichtige Thema Bürgerbeteiligung aufmerksam machen und unsere Gäste willkommen heißen“, sagte Karin Schlautmann, Kommunikationschefin der Bertelsmann Stiftung.

Um allen Bürgern die Möglichkeit zu geben, den Festakt und die Preisübergabe zu verfolgen, wird die Veranstaltung am Donnerstag, 16. Juni 2011, ab 11.00 Uhr (bis ca. 12.30 Uhr) im Internet unter www.bertelsmann-stiftung.de und bei www.n-tv.de übertragen.

Im Anschluss an die Festrede von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird Liz Mohn den ersten Reinhard Mohn Preis an den Bürgermeister der brasilianischen Millionenmetropole Recife, João da Costa Bezerra Filho, überreichen. Begleitet wird er von der Schülerin Keila Pessoa de Oliveira, die die siebte Klasse besucht und als Delegierte bei der Aufstellung des Kinderhaushalts mitwirkt. Den künstlerischen Rahmen des Festakts bildet eine aufwändige Tanzinszenierung des Choreografen Mark Sieczkarek, einem Schüler der Tanzlegende Pina Bausch. In insgesamt drei Akten wird das Thema “ Demokratie vitalisieren“ dargestellt.

Bereits seit 2001 werden die Bürger Recifes in umfangreichem Maße in die Weiterentwicklung ihrer Stadt eingebunden. Mehr als 100.000 Erwachsene und Jugendliche beteiligen sich jedes Jahr an Versammlungen und über das Internet, bringen Vorschläge für städtebauliche Maßnahmen ein, begleiten sie in der Umsetzung und bestimmen Prioritäten in verschiedenen Politikbereichen. Die Stadt verfolgt dabei konsequent den Weg, vor Ort zu sein und die Verantwortung mit ihren Bürgern zu teilen. Dazu hat sie ein umfassendes Netzwerk aus Haupt- und Ehrenamtlichen aufgebaut, das die Bürger das ganze Jahr über bei Entscheidungen und deren Umsetzung einbindet.

Recife ist die Hauptstadt des Bundeslandes Pernambuco an der Nordostküste Brasiliens und hat rund 1,7 Millionen Einwohner. Lange Strände mit prächtigen Bauten stehen in Recife Slumgebieten gegenüber, in denen mehr als 50 Prozent der Bevölkerung leben; Gegensätze, wie sie sich in Brasilien oftmals finden lassen. Der Grundstein für die Bürgerbeteiligung in Recife wurde in den 1990er Jahren gelegt. Nach 20 Jahren Militärdiktatur sollte die Demokratie im ganzen Land einkehren und sorgte dabei auch in Recife für eine politische Neuausrichtung. Die Bevölkerung verband mit diesem Umschwung jedoch Erwartungen an die Verbesserung ihrer Lebensqualität, die mit den knappen finanziellen Mitteln des städtischen Haushalts nicht umzusetzen waren. In Recife wurde daher zuerst 1993 der Versuch unternommen, die Bürger direkter in die Entscheidungen einzubinden – und damit sowohl zur Aufklärung über die Problemlagen als auch zur Fortentwicklung der Demokratie beizutragen. Eine umfassende und nachhaltige Form der Bürgerbeteiligung hat sich jedoch erst 2001 mit dem Ansatz des „Orcamento Participativo“ (Partizipatives Budget) herausgebildet.

Das Beteiligungsmodell in Recife unterscheidet sich erheblich von vielen der in Deutschland praktizierten „Bürgerhaushalte“. So können die Bürger in Recife unmittelbar über einen Teil der Haushaltsmittel entscheiden, da der Stadtrat die Vorschläge der Bürger fast ausnahmslos annimmt und umsetzt. Die Wahl von Bürgerdelegierten gewährleistet darüber hinaus einen kontinuierlichen Austausch zwischen Bürgern und Verwaltung und eine effektive Erfolgskontrolle der beschlossenen Maßnahmen. Durch die Ausrichtung auf die Förderung ärmerer Stadtteile und die größere Nähe zur Verwaltung gelingt es in Recife zudem, in hohem Maße unterrepräsentierte Teile der Bevölkerung politisch einzubinden.

„Die Stadt Recife zeigt mit ihrem Beteiligungsprojekt, wie die Distanz zwischen Politik und Bürgern durch weitreichende Kooperation und Beteiligung abgebaut werden kann“, sagte Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung. „Das Konzept ergänzt die repräsentative Demokratie, weil die Bürger in Recife direkt und zugleich mit dem Stadtrat gemeinsam entscheiden. Ein beispielhaftes Modell für das Miteinander von Bürgern und Staat, das den Ideen Reinhard Mohns in hohem Maße entspricht.“

 

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