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Interviews

Frederik Flötotto, Geschäftsführer der Flötotto Systemmöbel GmbH

Frederik Flötotto setzt auf kleine Schritte: Das Ziel der Flötotto Systemmöbel GmbH ist es, 2010 das solide Wachstum fortzusetzen, aber die Risiken dabei so gering wie möglich zu halten.

Fl�totto Systemm�bel GmbH

1.) Wie beurteilen Sie die aktuelle wirtschaftliche Lage in Ihrer Branche?

Frederik Flötotto: Die Möbelbranche konnte in den vergangenen Jahren von 2004 bis 2008 ein Wachstum von rund 18 Prozent verzeichnen. Das Krisenjahr 2009 hat unserer Branche allerdings gut die Hälfte dieses Wachstums genommen. Wenn wir die Möbelbranche allerdings mit anderen Industriebranchen vergleichen, ist sie bislang verhältnismäßig gut davongekommen.

2.) Wie deutlich haben Sie 2009 die Ausmaße der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise gespürt?

Frederik Flötotto: Wir haben ein positives Jahr 2009 erlebt und konnten in unserer Unternehmensgruppe (Authentics GmbH, Flötotto Systemmöbel GmbH, Sitting Bull GmbH) gegen den Trend ein Wachstum von rund 10 Prozent verzeichnen.

3.) Wird dieses Jahr weiterhin ein Jahr der Krise oder eines des Aufschwungs sein?

Frederik Flötotto: Wir sind vorsichtig mit einer Prognose und realistisch mit unserer Planung. Ich glaube nicht, dass die Krise für unsere Branche ausgestanden ist. Wenn steigende Arbeitslosenzahlen das Konsumverhalten dämpfen, hat das natürlich auch Auswirkungen für uns. Wir hoffen auf eine konstante Inlandsnachfrage und ein steigendes Exportgeschäft.

4.) Was sind die wichtigsten Trends, die Ihre Branche in diesem Jahr maßgeblich bestimmen werden?

Frederik Flötotto: Ich habe den Eindruck, dass es sich nicht um einen speziellen Trend handelt, der dieses Jahr bestimmen wird. Es hat sich meiner Meinung nach im Vergleich zu 2009 nicht viel geändert. Unsere Zielgruppe wünscht sich ehrliche, qualitativ hochwertige Produkte. Dabei spielt die ökologische Nachhaltigkeit eine sehr große Rolle, genauso wie ein ungewöhnlich guter Service vom ersten Kundenkontakt bis hin zur Auslieferung und Montage. Die bestehenden Rabattschlachten mit Nachlässen von bis zu 70% machen es dem Konsumenten zunehmend schwer, dieses Werteempfinden aufrecht zu erhalten. Unsere Produkte hingegen bieten durch ihre Qualität und Langlebigkeit einen Gegenpol zum „Billigtrend“ – und immer mehr Kunden wissen das zu schätzen.

5.) Welche Chancen und Risiken wird das Jahr 2010 für Sie bringen?

Frederik Flötotto: Wir wollen uns gerne auf die Chancen konzentrieren! In den letzten Jahren haben wir unsere Hausaufgaben gemacht und sind daher gut aufgestellt, um auch in diesem Jahr wachsen zu können. So haben wir mit unserem Unternehmen Authentics jüngst auf der Konsumgütermesse „Ambiente“ in Frankfurt ein Feuerwerk an Produktinnovationen vorgestellt. Unser Unternehmen Sitting Bull präsentierte dort eine große Kollektion an modischen Taschen. Im Spätsommer werden wir bei Flötotto mit zwei neuen Möbelsystemen an den Markt gehen. Trotzdem verfolgen wir die Strategie der kleinen Schritte, um die Risiken so gering wie möglich zu halten.

6.) Welche Zielsetzungen haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen?

Frederik Flötotto: Natürlich haben wir die Zielsetzung, ein gutes Jahresergebnis für unsere Unternehmensgruppe zu erreichen. Wenn wir unser solides Wachstum auch in diesem Jahr fortsetzen könnten, wäre ich sehr zufrieden.

7.) Sind Sie mit dem Standort Ostwestfalen-Lippe und dessen Image zufrieden? Welche Faktoren schätzen Sie besonders? Oder haben Sie diesbezüglich Verbesserungsvorschläge?

Frederik Flötotto: Diese Frage stellen Sie jemandem, der nicht nur in Ostwestfalen arbeitet, sondern auch hier geboren wurde! Mein Urgroßvater hat 1906 mit der Produktion von Flötotto-Möbeln begonnen – seitdem befindet sich das Unternehmen in Ostwestfalen. Der Standort ist für die Möbelproduktion nach wie vor hervorragend! Wir haben in OWL eine außergewöhnlich gute Infrastruktur an Zulieferbetrieben für die Möbelindustrie.

8.) Was war für Sie das Highlight 2009? Welches Thema hat Sie im vergangenen Jahr neben der Wirtschaftskrise am meisten beschäftigt – sowohl positiv als auch negativ?

Frederik Flötotto: Das Highlight im Jahr 2009 war die Fertigstellung unseres neuen Authentics-Mailorderkatalogs und unseres Authentics-Webshops (www.authentics.de). Ein hoch motiviertes Team hat ohne Unterlass bis zur absoluten Perfektion an diesen Projekten gearbeitet. Wir sind sehr stolz auf das Ergebnis.

9.) Wer hatte Ihrer Meinung nach 2009 den schwierigsten Job?

Frederik Flötotto: Diese Frage kann ich Ihnen nicht objektiv beantworten. Jeder empfindet „schwierig“ unterschiedlich. Für den Einen bedeutet es eine Herausforderung, für den Anderen ist es eine Belastung…

10.) Haben Sie für das Jahr 2010 ein bestimmtes Motto?

Frederik Flötotto: Konzentration auf die Aufgaben – mit Leidenschaft!

 

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