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Verbraucher greifen verstärkt zu Bioprodukten

Dioxinskandal, EHEC-Krise und die Reaktorkatastrophe von Fukushima: Die dramatischen Entwicklungen im Laufe dieses Jahres haben die Verbraucher erheblich verunsichert. Viele trieb das Bedürfnis nach (vermeintlich) sicheren Lebensmitteln wieder verstärkt ans Bioregal.

Peter von Bechen / pixelio.de

Die Folge: Bioprodukte verzeichneten nach einer schwachen Entwicklung im Vorjahr in den ersten neun Monaten 2011 nun ein kräftiges Umsatzplus von 9,5 Prozent (siehe Abb. 1) und einen Absatzzuwachs von acht Prozent. Selbst Preiserhöhungen in einigen Bio-Warengruppen schreckten die Verbraucher nicht mehr vom Griff ins Bioregal ab. Parallel dazu stieg der Umsatz für Food-Warenklassen mit Bio-Angeboten im Zeitraum Januar bis September 2011 gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent; von der konventionellen Ware in den betreffenden Warengruppen wurde jedoch nicht mehr verkauft (-0,4 Prozent, siehe Abb. 2).

Insgesamt kletterte das Umsatzvolumen der Bioprodukte in den von Nielsen betrachteten Warengruppen in den ersten neun Monaten 2011 auf 1,848 Milliarden Euro. Die klassischen Bio-Warengruppen lagen dabei nach wie vor im Trend: Bio-Milch, -Fruchtsäfte, -Naturjoghurt und Müsli sowie abgepackter Bohnenkaffee konnten fast durchweg zweistellige Zuwachsraten verbuchen; teilweise vervielfachten sich die Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr sogar. Der Anteil von Bio am Food-Umsatz (bezogen auf den Umsatz von Food-Warenklassen mit Bio-Angeboten) in LEH und Drogeriemärkten erhöhte sich 2011 somit leicht auf rund 3,3 Prozent (siehe Abb. 3).

Vom neuen Bio-Boom profitieren alle Geschäftstypen

Ein Drittel des betrachteten Bioumsatzes wird in den Verbrauchermärkten erzielt. Discounter und Drogeriemärkte stehen jeweils für ein Viertel der Bioumsätze, der Rest entfällt auf die Supermärkte. Insbesondere die kleineren Verbrauchermärkte, aber auch die Discounter glänzten dabei im ersten Dreivierteljahr 2011 sogar mit zweistelligen Wachstumsraten beim Umsatz (siehe Abb. 4); auf Absatzbasis legten aber nur die kleinen Verbrauchermärkte zweistellig zu. Die höchsten Durchschnittsumsätze pro Geschäft mit Bioprodukten erzielen allerdings die großen Verbrauchermärkte. In den ersten neun Monaten erwirtschaftete jeder Markt dieser Vertriebsschiene im Durchschnitt allein 223.000 Euro mit Bio-Produkten. Bio-Frischwaren wie Bio-Obst, -Gemüse, -Eier und -Fleisch sind hierbei noch gar nicht eingerechnet.

Nach Warengruppen betrachtet, fiel das Bio-Wachstum in den relevanten Geschäftstypen unterschiedlich aus. Trotz Preiserhöhungen im Mai waren die Discounter beispielsweise bei Frischmilch besonders erfolgreich, während das Wachstum bei Naturjoghurt aus den Verbrauchermärkten stammte. Bei stabilen Preisen wurde das Wachstum dabei sowohl von Bio-Marken wie auch Bio-Handelsware getragen. Wachstumstreiber in den Verbrauchermärkten waren die 500-Gramm-Gebinde. Auch bei Müsli teilten sich Bio-Marken und Bio-Handelsmarken den Zuwachs, wobei die Handelsware allein die Hälfte des Umsatzzuwachses generierte -und zwar sowohl im Discount wie bei den Vollsortimentern (Verbrauchermärkte). Das Markenwachstum fand in den Drogeriemärkten statt.

 

Nielsen Company

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