Connect with us

Hi, what are you looking for?

IT & Telekommunikation

Smart Homes sind Sicherheitsrisiko

Smart Homes sind auf dem Vormarsch. Aber Häuser und Wohnungen, in denen zahlreiche verschiedene Funktionen und Geräte des Haushalts miteinander vernetzt sind, können Hackern Tür und Tor öffnen.

Hans-Peter Reichartz / pixelio.de

Bewohner von Smart Homes haben durch die Integration der neuesten Technologien zwar die Möglichkeit, Bereiche ihres Heims von der Eingangstüre über die Lichtschalter bis hin zum Home- Entertainment-System einfach über das Web zu steuern. Doch der vermeintliche Zugewinn an Bequemlichkeit ist mit ernstzunehmenden Sicherheitsgefahren verbunden. Zu dieser ernüchternden Einschätzung kommt das Security-Unternemen Trustwave auf der diesjährigen DEFCON-Konferenz in Las Vegas. „Der Trend zum Smart Home nimmt zu, entwickelt sich aber immer weiter zu einer Sicherheitsfrage“, zitiert die Presseagentur AFP aus einem Interview mit Daniel Crowley, Managing Consultant bei Trustwave. „Wenn man mehrere Dinge zu einem Netzwerk verbindet, eröffnet das eine ganze Reihe von Angriffspunkten für Hacking-Attacken“, so der Sicherheitsexperte weiter. Man müsse nur daran denken, dass etwa der Zugriff auf Eingangstüren, Garagentore oder Alarmsysteme auf diese Weise ganz einfach per Internet möglich wird. „Angenommen jemand hat keinen Schlüssel zu Ihrer Haustür, kann sich aber in Ihr heimisches Netzwerk einloggen. Sobald er das geschafft hat, kann er ohne Probleme Ihr Heim betreten“, erläutert Crowley.

Erhebliche Sicherheitsmängel

Gemeinsam mit Trustwave-Kollege David Bryan habe man sich einige der bereits im Einsatz befindlichen Smart-Home-Lösungen etwas genauer angesehen. Das Ergebnis: Beide Experten stellten den verwendeten Systemen in puncto Sicherheit das Zeugnis „ziemlich mager“ aus. Besondere Kritik üben sie an den anscheinend durchwegs sehr schlecht gesicherten Heimnetzwerken der Nutzer. „Hier liegt eine wirkliche Schwachstelle. Hat sich ein Hacker erst einmal in einem lokalen Netz eingeloggt – entweder durch einen unzureichend geschützten WLAN-Router oder durch Malware, die auf den Rechner der User versteckt wurde – kann er alle Geräte und Funktionen, die keine Passwörter oder anderen zusätzlichen Authentifizierungsprozesse benötigen, kontrollieren“, fassen sie zusammen. Dass etliche der gängigen und in Eigenheimen oder kleineren Betrieben eingesetzten WLAN-Router sehr leicht zu knacken sind, haben die Sicherheitsspezialisten von Independent Security Evaluators bereits im April dieses Jahres gezeigt. „Die Tatsache, dass man sich zuerst in ein heimisches Netzwerk einwählen muss, um dort bestimmte Dinge anstellen zu können, ist aus Sicht der Hacker keine große Hürde“, betont Crowley.

Gefahr Handy-App

Vollkommen falsch eingeschätzt wird die Gefahr offenbar auch bei entsprechenden Handy-Apps, mit denen sich einzelne Teile oder Geräte des „Eigenheims 2.0“ bedienen lassen. „Die Entwicklung, dass Menschen Smartphone-Apps zur Verfügung gestellt bekommen, über die sie ihr Smart Home steuern können, bedeutet, dass potenzielle Übeltäter, die sich in ein Handy einhacken, wesentlich mehr Schaden anrichten können“, erläutert Crowley. Zusammengenommen könnte das schlussendlich dazu führen, dass es Einbrecher bald deutlich leichter haben werden. „Im schlimmsten Fall können sie sich so gleich Zugang zu hunderten oder tausenden von Häusern verschaffen“, warnt der Experte.

 

pressetext.com

Anzeige

Die letzten Beiträge

Personalentwicklung

Wir treffen jeden Tag Hunderte von kleinen und vielleicht unbedeutenden Entscheidungen. Was ziehe ich an, was frühstücke ich, wohin gehen wir mit den Kollegen zu...

Unternehmen

NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann besuchte CLAAS in Harsewinkel. Neben der Produktion von Mähdreschern und Feldhäckslern besichtigte er auch das Greenhouse. In dem ehemaligen Autohaus gegenüber...

Unternehmen

Der Countdown läuft: Am 13. Juli endet die Bewerbungsfrist für den OWL-Kulturförderpreis 2018. Bewerben können sich Unternehmen, die sich in besonderer Weise für die...

Personalentwicklung

Interview mit Heidrun Vössing: Heidrun Vössing blickt auf über zwanzigjährige Erfahrungen im Training und Coaching zurück. Sie ist Lehrtrainerin und Lehrcoach (DVNLP) und Expertin...

News

Steinreiche Statistik: 2017 wurden in Nordrhein-Westfalen 63 Millionen Tonnen (+4,9 Prozent gegenüber 2016) Kies, Sand, Ton und Kaolin im Wert von 496 Millionen Euro...

News

Die 12. Private Equity-Konferenz NRW hat sich die Energiewende auf die Fahne geschrieben. Das erklärte Ziel der Konferenz ist es, das Finanzierungsinstrument „Beteiligungskapital“ bekannter...

Weitere Beiträge

Lokale Wirtschaft

UPS® (NYSE: UPS) hat sein neues Paketsortier- und Lieferzentrum in Bielefeld offiziell eröffnet. UPS hat 80 Millionen US-Dollar in die neue Anlage investiert, die...

News

Auch wenn es im Sommerurlaub einmal erholsam sein kann, das Smartphone aus der Hand zu legen – auf Reisen sind Apps praktisch und für...

Recht & Steuern

Die Steuerberatungsgesellschaft felix1.de hat jetzt gängige Fahrtenbuch-Apps auf ihre Alltagstauglichkeit getestet. Es wurde geprüft, ob die Anwendungen für Smartphones wirklich ein handschriftliches Fahrtenbuch ersetzen...

IT & Telekommunikation

Zum ersten Mal hat im vergangenen Jahr eine Mehrheit der Unternehmen in Deutschland Cloud Computing eingesetzt. Das hat eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research...

Marketing

Das Teilen von Fotos, Artikeln und weiteren Online-Inhalten über soziale Netzwerke ist beliebt. Wer teilt, man das nicht immer einfach nur zum Spaß, sondern...

IT & Telekommunikation

Jeder dritte Smartphone-Nutzer würde oder hat sein Gerät schon für Bezahlvorgänge benutzt. Allerdings könnte die Anzahl noch viel größer sein, wenn das Verfahren bekannter...

Personal

Wie wichtig ist Beschäftigten das Ansehen eines Arbeitgebers? Laut einer Studie würden mehr als die Hälfte der Arbeitnehmenden nicht zu einer schwachen Arbeitgebermarke wechseln....

Reisen

Das Smartphone ist für viele Menschen auch auf Reisen im Ausland ständiger Begleiter. Wer dort Anwendungen wie E-Mail, soziale Netzwerke oder Messenger nutzt, für...

Anzeige
Send this to a friend