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Finanzen

Die VW-Krise auf einen Blick: Zahlen, Fakten, Auswirkungen

30 Milliarden Euro soll der Skandal den Wolfsburger Konzern kosten – 11 Millionen Autos sind weltweit betroffen. Allein in Deutschland ruft VW 2,4 Millionen VW-Modelle zurück. Die Quittung ist ein Quartalsverlust von 3,5 Milliarden Euro – der erste seit 20 Jahren. Dennoch: Die Bestellungen bei VW in Deutschland steigen. Die tatsächlichen Folgen sind noch nicht abzusehen, fest steht aber, dass es teuer wird: Die Norddeutsche Landesbank rechnet mit Kosten in Höhe von 30 Milliarden Euro.

30 Milliarden Euro soll der Skandal den Wolfsburger Konzern kosten - 11 Millionen Autos sind weltweit betroffen. Allein in Deutschland ruft VW 2,4 Millionen VW-Modelle zurück. Die Quittung ist ein Quartalsverlust von 3,5 Milliarden Euro - der erste seit 20 Jahren. Dennoch: Die Bestellungen bei VW in Deutschland steigen. Die tatsächlichen Folgen sind noch nicht abzusehen, fest steht aber, dass es teuer wird: Die Norddeutsche Landesbank rechnet mit Kosten in Höhe von 30 Milliarden Euro.

Einen Monat ist es her: Die Machenschaften um manipulierte Abgaswerte bei VW werden aufgedeckt – der Abgas-Skandal nimmt an Fahrt auf. VW stoppt den Verkauf von manipulierten Dieselautos in den USA. Daraufhin fällt der Aktienkurs drastisch. Innerhalb von zwei Tagen sind es über 20 Prozent. Die Anleger schockiert, das Vertrauen in die Marke VW angekratzt und die Betroffenen verunsichert. Seitdem vergeht kein Tag, an dem nicht über den Großkonzern berichtet wird. Der Grund dafür ist der Einfluss des Unternehmens: VW beschäftigt weltweit 593.000 Mitarbeiter und produziert in über 100 Fabriken. Zum Unternehmen gehören 12 Marken: VW, Audi, Seat, Skoda, Bentley, Porsche, Bugatti, Lamborghini, Ducati, MAN, Scania und VW Nutzfahrzeuge. Alle stehen unter dem Schirm der starken Zentrale in Wolfsburg. Wenn VW Probleme hat, löst das einen Dominoeffekt aus, der sich durch ganz Deutschland zieht. Betroffen sind nicht nur die Mitarbeiter und Zulieferer, sondern auch Werbeagenturen, Produktionsstätten, der VFL Wolfsburg und alle Marken des Konzerns.

Mit nur 100 Euro mehr pro Auto hätte der Skandal verhindert werden können
Hundert Euro mehr pro Auto würde ein größerer Stickstoffoxid-Filter kosten. Dieser hätte vermutlich den Skandal verhindern können. Zumindest wäre eine Manipulations-Software nicht mehr nötig gewesen. Jetzt müssen von VW über 10.000 verschiedene Lösungen erarbeitet werden, wie die betroffenen Filter der Fahrzeuge nachgebessert werden können. Die hohe Zahl ergibt sich aus den diversen Motor-Varianten und den verschiedenen Marken, in die sie eingebaut wurden. Im gleichen Atemzug denkt VW aber auch über Eintauschprämien nach. In diesem Fall würde sich der Restwert des manipulierten Autos künstlich erhöhen und Rabatte auf Neuwagen angeboten werden. Für VW könnte das eine Möglichkeit zur Absatzförderung darstellen und gelichzeitig bis zu einem gewissen Grad die Reparaturkosten senken.

Die Folgen sind noch nicht absehbar
Laut dem neuen VW-Chef Matthias Müller stehen zurzeit alle Investitionen auf dem Prüfstand. Zusätzlich hält das Unternehmen 6,5 Milliarden Euro für anfallende Kosten zurück. Wie der Skandal ausgeht und welche Folgen er haben wird, steht noch in den Sternen. Vielleicht schafft es VW, auch den Schaden durch die äußerst positiven Bilanzen der letzten Jahre aufzufangen. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht allzu viele Entlassungen geben wird und dass für alle Beteiligten – wie Zulieferer, Werbeagenturen und Produktionsstätten – die Auftragslage bestehen bleibt.

Quelle: netzsieger.de

 

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