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Recht & Steuern

Gründung der GmbH

Um eine GmbH zu gründen, bedarf es einiger wichtiger Schritte. Die Idee einer GmbH hat den großen Vorteil, dass die Haftung hierbei beschränkt ist. So ist man selbst bei einem Geschäft, das hohe Risiken birgt, gut abgesichert.

Um eine GmbH zu gründen, bedarf es einiger wichtiger Schritte. Die Idee einer GmbH hat den großen Vorteil, dass die Haftung hierbei beschränkt ist. So ist man selbst bei einem Geschäft, das hohe Risiken birgt, gut abgesichert.

Unbedingt lesen um sich vor den 5 fatalsten Fehler bei der GmbH-Gründung zu schützen!

Die Grundvoraussetzungen für das Gründen einer GmbH

Die Gründung ist im Prinzip mit fast keinen Einschränkungen zu vollziehen. Es gibt allerdings eine gewisse Basis, auf der die GmbH fußen sollte:

  • Jede geschäftsfähige Person kann eine GmbH gründen . Das meint, dass diese mindestens das 18. Lebensjahr erreicht haben soll und keine körperlichen Einschränkungen haben darf. Letzteres wären Krankheiten, aber auch Süchte wie Alkoholismus oder eine Drogenabhängigkeit. Auch gerichtlich sollte derjenige noch nicht in Erscheinung getreten sein. Es reicht aus, wenn eine einzige Person eine GmbH gründen möchte. Partner sind nicht zwingend erforderlich.
  • Prüfen Sie, ob eine GmbH wirklich die richtige Form für Ihr zukünftiges Unternehmen darstellt. Die Organisation als auch die Verwaltung dieser Rechtsform ist weitgehend frei zu gestalten, was man an dem relativ weit ausgelegten Gesellschafts Vertrag sieht. Dennoch sind solche Überlegungen angebracht.
  • Es muss eine gewisse Summe, mindestens 25 000 Euro, bereitliegen.
  • Der Sitz der GmbH muss in Deutschland liegen.
  • Versichern Sie sich, dass es den gewünschten Namen noch nicht im Handelsregister gibt. Dieser muss sich, treten Ähnlichkeiten auf, genau unterscheiden. Jeder zukünftige Brief, der Ihr Unternehmen verlässt, hat den vollständigen Namen der Firma mit dem Kürzel der Rechtsform, hier „GmbH“, zu führen. Auch eine mögliche Homepage und die Eintragung in das Adressbuch dürfen nicht ohne die Abkürzung auskommen.
  • Durch die Gründung der GmbH hat man eine juristische Person geschaffen. Diese hat ebensolche Rechte und Pflichten wie der Einzelunternehmer und/oder die Partner in der GmbH. Diese Rechten und Pflichten sind unabhängig von denen der Gründer .

So wird eine GmbH gegründet

  1. Sind alle Voraussetzung erfüllt, kann die GmbH gegründet werden. Hierfür muss zunächst ein Gesellschaftsvertrag geschlossen werden. Dieser ist von einem Notar anschließend zu beglaubigen. Der Vertrag enthält in der Regel den Namen und den Sitz des Unternehmens, den Gegenstand dieses, den exakten Betrag des eingelegten Grundkapitals und die Aufschlüsselung jeder einzelnen Zuzahlung der anderen Mitglieder, so es welche gibt.
  2. Erst, wenn die GmbH in das Handelsregister eingetragen ist, gilt sie als gegründet. Davor ist man entweder in der Phase der sogenannten „Vorgründungsgesellschaft“ (hierbei ist man damit beschäftigt, den Gesellschaftsvertrag auszuarbeiten) oder auch der „Vor-GmbH“ (hierbei hat man den Gesellschaftsvertrag bereits unterzeichnet).
  3. Zudem muss das Unternehmen beim zuständigen Gewerbeamt angemeldet werden. Diese stellen Ihnen einen Gewerbeschein aus.
  4. Auch sind alle Mitglieder verpflichtet, Beiträge in die Industrie- und Handelskammer abzuführen und damit ein Teil dieser zu werden.
  5. Ebenso ist es wichtig, sich beim Finanzamt mit seiner GmbH anzumelden. Denn bei einem Unternehmen fallen immer Umsatzsteuern, Körperschaftssteuern und die Gewerbesteuer an.
  6. Das Grundkapital einer GmbH muss bei mindestens 25 000 Euro liegen. Hierbei wird im Gesellschaftsvertrag bestimmt, welcher Betrag von den Mitgliedern geleistet werden soll. Eine oben genannte Anmeldung kann erst erfolgen, wenn von allen Unternehmern der GmbH mindestens 25 Prozent des Betrags bereitliegen, mindestens aber 12 500 € insgesamt in das Unternehmen eingezahlt worden sind. Auch Sachwerte werden hierbei angenommen. Dies können zum Beispiel Maschinen, eine Werkstatt oder auch die Einrichtung eines Geschäfts sein. Ein sogenannter Sachgründungsbericht muss hierbei erstellt werden. Dieser hält die Werte der Gegenstände genau fest und listet sie übersichtlich auf.

Einschub: Erklärung der drei Phasen

  1. Bei der Vorgründergesellschaft sollte man sich zwar ausreichend Zeit lassen, um jede Eventualität und Ausnahmeregelung zu beachten, jedoch muss man sich hierbei bewusst sein, dass man in diesem Stadium bereits voll haftet – und zwar als Privatperson, da die GmbH lediglich ein noch in der Schwebe befindliches Produkt ist.
  2. Die Vor-GmbH beinhaltet lediglich einen Unterschied zur endgültigen GmbH: Es dürfen nur Geschäfte durchgeführt und abgeschlossen werden, die zur endgültigen Gründung der GmbH notwendig sind. Dieser Schritt sollte sehr rasch vonstattengehen.
  3. Zwar kann man als Unternehmer ohne Eintragung handeln, haftet aber dann persönlich für einen möglichen Verlust . Diese Eintragung in das Handelsregister wird durch den Notar getätigt. Dort wird der Name der Firma mit gewählter Rechtsform (hier: GmbH) gewählt, der Sitz und der Gegenstand des Unternehmens, die Namen der Geschäftsführung, das Stammkapital sowie die Handlungsvollmachten und die Vertretungsberechtigung.

Fazit

Das Gründen einer GmbH bedarf einiger bürokratischer Voraussetzungen, die die persönlichen um Einiges überschreiten. Man muss vieles beachten und kann sich dabei auch professionelle Hilfe holen. Diese ist im Fall des Gesellschaftsvertrags eine lohnenswerte Investition. Wagen Sie diesen Schritt, haben Sie eine gute Absicherung, falls Ihr Geschäft nicht so läuft, wie es geplant war.

Tipp der Redaktion:
Lassen Sie sich Zeit und machen Sie sich Gedanken, ob die gewählten, zukünftigen Mitglieder tatsächlich gute Geschäftspartner werden können. Eine berufliche Zusammenarbeit ist häufig sehr different zu den privaten Unternehmungen. Auch das Grundkapital sollte in einem großen Teil bereits vorhanden sein, damit Sie nicht schon mit einem Minus in Ihr Unternehmen mit der Rechtsform „GmbH“ starten.

 

Christian Weis

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