Connect with us

Hi, what are you looking for?

Aktuell

Umtausch mit Tücken und Fallstricken

Wer eine App kauft, sollte sich sicher sein, dass er sie auch wirklich nutzen möchte. Einen generellen Anspruch auf den Umtausch der Applikationen gibt es laut ARAG Experten nicht.

Gerd Altmann / pixelio.de

Umtausch: Ein Grundrecht jedes Käufers?

Eine gesetzliche Grundlage für einen Umtausch fehlerfreier Waren und somit auch Software gibt es nicht. Rein juristisch haben Käufer nur dann Anspruch auf Ersatz (Gewährleistungsanspruch), wenn die Ware beim Kauf fehlerhaft oder mangelhaft war. Obwohl beim App-Kauf ein Fernabsatzgeschäft vorliegt, haben die Käufer zudem kein generelles Widerrufsrecht, da die Lieferung der Ware, also in diesem Fall der Download, unverzüglich nach dem Kauf erfolgt. Wer trotzdem eine falsche App herunterlädt, muss sich bei den meisten Anbietern an den Kundenservice wenden und dort den Umtausch genau begründen.

Unterschiedliche Regelungen

Je nach App-Store sind die Bedingungen und Vorgehensweisen sehr unterschiedlich. Um bösen Überraschungen vorzubeugen empfehlen ARAG Experten, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters genau zu lesen und sich im Vorfeld über die jeweiligen Umtauschmodalitäten zu informieren.

  • Apple weist bereits in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen darauf hin, dass Apps nur umgetauscht werden können, wenn der Download „unakzeptabel schlecht“ ist. Im Apple App Store müssen Kunden schon eine gute Begründung parat haben, wenn sie ihr Geld erstattet haben wollen.
  • Ein großzügiges Angebot macht hingegen Google in seinem Android Market: Wer hier eine App kauft, hat beispielsweise ein 15-minütiges Umtauschrecht. Die App kann auch dann umgetauscht werden, wenn sie dem Käufer nicht gefällt.
  • Windows-Phone-7-Nutzer haben es hingegen leicht: Sie profitieren im Windows Phone Marketplace von der sogenannten „Try before you buy“-Funktion.

Apps weiterverkaufen – legal, aber nicht immer möglich

Wenn man eine App also geladen hat, bevor man bemerkt, dass man diese gar nicht benötigt, kann man sie weitergeben oder verkaufen. Der Europäische Gerichtshof hat den Verkauf gebrauchter Download-Software grundsätzlich erlaubt. Hersteller dürfen es Kunden daher nicht verbieten, Lizenzen weiter zu verkaufen.
Dieses Recht hat jedoch Grenzen. Hersteller können den Wiederverkauf künstlich verhindern. Dies hat das EuGH in seinem Urteil nicht beschränkt oder für unzulässig erklärt. Die Hersteller der Apps sind keineswegs gezwungen, einen Weiterverkauf zu ermöglichen. Hat die Software eine künstliche Einschränkung und ist beispielsweise an ein persönliches Nutzerkonto (wie bei iTunes) gebunden oder auf eine bestimmte Hardware aktiviert, ist dies aus rechtlicher Sicht legal. Programme aus dem Mac App Store oder dem iTunes App Store können also weiterhin nicht an andere weiterverkauft werden.

 

Karin Völker

Anzeige

Aktuell

Nur jedes siebte deutsche Unternehmen erfüllt alle Anforderungen der EU-Whistleblower-Richtlinie, die am 17. Dezember 2021 in Kraft tritt.  Für die internationale Studie, die die...

Aktuell

Verkaufen statt Wegwerfen – eine aktuelle repräsentative Umfrage von Deutschlands Recommerce-Marktführer rebuy bestätigt den gesellschaftlichen Trend zur Kreislaufwirtschaft. Immer mehr Konsumenten ermöglichen gebrauchten Produkten...

Aktuell

In den nordrhein-westfälischen Großstädten, also allen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern, überstieg die Zahl der Fortgezogenen im Jahr 2020 erstmals seit zehn Jahren...

Aktuell

Wunder geschehen immer wieder, aber man kann auch daran drehen. Im neuen Programm des Essener Varieté-Theaters GOP drehen sich Reifen, Ringe, Kegel, bei den...

Aktuell

Evonik Industries AG hat eine erste grüne Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von 500 Millionen Euro platziert. Diese Anleihe ist das erste grüne Finanzierungsinstrument des...

Aktuell

Im Jahr 2020 wurden in 126 nordrhein-westfälischen Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes 281.400 Tonnen (−2,9 Prozent gegenüber 2019) Wurst und ähnliche Erzeugnisse im Wert von 1,5 Milliarden Euro...

Weitere Beiträge

Nahezu 80.000 ausländische Studenten waren im letzten Wintersemester an einer Fachhochschule oder Universität in NRW eingeschrieben. Die FernUniversität Hagen hat die höchste Anzahl an...

Aktuell

„Wir müssen umdenken und den Markt für den gehobenen Individualtourismus antriggern“, davon war Bernd Maesse bereits im März überzeugt. Die Nachfrage nach Hotels und...

Aktuell

Das Jahr 2020 hat durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns und Einschränkungen für viele Turbulenzen in der Wirtschaft gesorgt. Insbesondere der Handel...

Aktuell

Die carValoo GmbH und der TÜV Rheinland haben heute eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei digitalen Schadenservices für Flottenbetreiber unterzeichnet. Zentraler Bestandteil der Kooperation ist...

Aktuell

Vom Rheinland über Westfalen bis an die Lippe - die nordrhein-westfälische Vergangenheit ist künftig einfach erklickbar. Auf dem von der Bezirksregierung Köln betreuten Kartenportal...

Aktuell

Der ADAC hat deutsche Autowasch- und Portalanlagen getestet. Das Ergebnis: Zwei Anbieter aus Dortmund sind unter den Top 5.

Aktuell

Tomas Sena, ist Gründer des Prager Start-Ups Swardman. Seinen Traum verwirklicht er auf ganz besondere Art und Weise.

Industrie 4.0 & Logistik

Start-Ups in der Logistik sind ein Trendthema - auch im Ruhrgebiet. Die Digitalisierung muss in der Logistikbranche greifen, um Industrie 4.0 überhaupt zu ermöglichen....

Send this to a friend