Connect with us

Hi, what are you looking for?

Aktuell

Postkarten erhalten die Freundschaft

In der vergangenen Woche habe ich eine Postkarte erhalten. Aus Mallorca. Von einer lieben Freundin. „Liebster Peter“, lautete die Begrüßung. Die weiteren Zeilen sind zu privat, um sie an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Peter Jamin / Peter Jamin

Das Motiv der Postkarte entsprach der Tradition der spanischen Insel. Es zeigte einen alten Fischer beim Flicken seines Netzes. Es weckte in mir Erinnerungen. An Mallorca, wo ich ja viele Jahre gerne im Urlaub oder zum Schreiben von Büchern gelebt habe. Und an meinen Nachbarn in Sóller, den alten Fischer.

Aber Postkarten erinnern vor allen Dingen an die Schreiber oder ihre Schreiberinnen. Postkarten kommen immer von Menschen, die sich an dich erinnern und die dir eine Freude bereiten wollen. Leider gibt es davon immer weniger. Sicherlich gibt es noch viele Menschen, die dir eine Nachricht zukommen lassen, weil sie gerade an dich denken. Die schreiben aber eine SMS oder eine WhatsApp-Mitteilung oder schicken ein Foto per E-Mail. Selten schreiben Sie Briefe. Das ist dann doch zu umständlich mit dem Briefpapier, dem Umschlag und der Briefmarke.

Nicht viel Platz für schöne Zeilen

Das Schöne an einer Postkarte ist ja, dass man nicht viel darauf schreiben muss. So viel Platz ist ja nicht. Und die Briefmarke zur Postkarte bekommt man in der Regel auch in jedem Laden, in dem man die Postkarte kauft. Ein Briefkasten ist meist auch nicht weit entfernt.

Oder man gibt die Postkarte an der Hotelrezeption ab. Hier und jetzt möchte ich für das Schreiben von Postkarten plädieren. Nicht weil es die Tradition des Postkartenschreibens bereits seit mehr als 150 Jahren gibt. Vor einigen Tagen sah ich einen Fernsehfilm, der zurückblickte auf das Postkartenwesen. Es begann als so genannte Korrespondenzkarte der österreichisch-ungarischen Post.

Freude über alle Postkarten

Auch wenn ich selbst nie gerne Postkarten geschrieben habe. Ich habe mich immer über Postkarten, die in meinem Briefkasten lagen, gefreut. Darum bedauere ich heute auch, dass meine Freunde, etwa Jürgen oder Helmut, keine Postkarten mehr schreiben. Sie sind nicht etwa tot. Sie haben offensichtlich mit den Jahren einfach vergessen, dass sie leidenschaftliche Postkartenschreiber waren.

Aber das ist ein großer Fehler. Denn Postkarten erhalten die Freundschaft. Vor allem, weil ein Empfänger wie ich weiß, wie viel Mühe es macht das richtige Postkartenmotiv zu finden, von dem man glaubt, dass es Menschen wie mir Freude bereitet. Ich hoffe, dass viele meiner Freundinnen und Freunde zum Postkartenschreiben zurückfinden. Vielleicht sollte ich Ihnen demnächst einmal eine Postkarte schreiben und sie an das Postkartenschreiben erinnern?!

Bleiben Sie fröhlich. Bis nächsten Freitag. Auf einen Cappuccino…
                                 Ihr Peter Jamin

Unser Autor arbeitet als Schriftsteller und Publizist sowie als Berater für Kommunikation seit Jahrzehnten immer wieder auch für ausgewählte Projekte. Sein soziales Engagement gilt der Situation von Angehörigen vermisster Menschen, auf deren Situation er in Büchern, TV-Dokumentationen und Artikeln seit mehr 20 Jahren aufmerksam macht. Mehr unter www.jamin.de

 

Karin Völker

Anzeige

Aktuell

Nur jedes siebte deutsche Unternehmen erfüllt alle Anforderungen der EU-Whistleblower-Richtlinie, die am 17. Dezember 2021 in Kraft tritt.  Für die internationale Studie, die die...

Aktuell

Verkaufen statt Wegwerfen – eine aktuelle repräsentative Umfrage von Deutschlands Recommerce-Marktführer rebuy bestätigt den gesellschaftlichen Trend zur Kreislaufwirtschaft. Immer mehr Konsumenten ermöglichen gebrauchten Produkten...

Aktuell

In den nordrhein-westfälischen Großstädten, also allen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern, überstieg die Zahl der Fortgezogenen im Jahr 2020 erstmals seit zehn Jahren...

Aktuell

Wunder geschehen immer wieder, aber man kann auch daran drehen. Im neuen Programm des Essener Varieté-Theaters GOP drehen sich Reifen, Ringe, Kegel, bei den...

Aktuell

Evonik Industries AG hat eine erste grüne Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von 500 Millionen Euro platziert. Diese Anleihe ist das erste grüne Finanzierungsinstrument des...

Aktuell

Im Jahr 2020 wurden in 126 nordrhein-westfälischen Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes 281.400 Tonnen (−2,9 Prozent gegenüber 2019) Wurst und ähnliche Erzeugnisse im Wert von 1,5 Milliarden Euro...

Weitere Beiträge

Nahezu 80.000 ausländische Studenten waren im letzten Wintersemester an einer Fachhochschule oder Universität in NRW eingeschrieben. Die FernUniversität Hagen hat die höchste Anzahl an...

Aktuell

„Wir müssen umdenken und den Markt für den gehobenen Individualtourismus antriggern“, davon war Bernd Maesse bereits im März überzeugt. Die Nachfrage nach Hotels und...

Aktuell

Das Jahr 2020 hat durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns und Einschränkungen für viele Turbulenzen in der Wirtschaft gesorgt. Insbesondere der Handel...

Aktuell

Die carValoo GmbH und der TÜV Rheinland haben heute eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei digitalen Schadenservices für Flottenbetreiber unterzeichnet. Zentraler Bestandteil der Kooperation ist...

Aktuell

Vom Rheinland über Westfalen bis an die Lippe - die nordrhein-westfälische Vergangenheit ist künftig einfach erklickbar. Auf dem von der Bezirksregierung Köln betreuten Kartenportal...

Aktuell

Der ADAC hat deutsche Autowasch- und Portalanlagen getestet. Das Ergebnis: Zwei Anbieter aus Dortmund sind unter den Top 5.

Aktuell

Tomas Sena, ist Gründer des Prager Start-Ups Swardman. Seinen Traum verwirklicht er auf ganz besondere Art und Weise.

Industrie 4.0 & Logistik

Start-Ups in der Logistik sind ein Trendthema - auch im Ruhrgebiet. Die Digitalisierung muss in der Logistikbranche greifen, um Industrie 4.0 überhaupt zu ermöglichen....

Send this to a friend