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Apple wird kompliziert

Apple verspricht einfach zu sein. Und bisher war das auch so. So reiben sich Windows-Nutzer heute noch die Augen, wenn man erzählt, man kann bei Apple einfach das Betriebssystem ‚drüberinstallieren‘ um danach mit allen Programmen einfach weiter zu arbeiten. Doch mit der neuen Rechnergeneration verabschiedet sich Apple vom Prinzip einfach.

Apple

Schon eine Woche nach dem Kauf passiert es. Das neue Macbook streikt! Nach dem Einschalten erscheint nur ein grauer Bildschirm mit einem runden durchgestrichenen Kreis in der Mitte. Erinnert mich an ein Verbotszeichen-Schild.

Als langjähriger Apple-Nutzer bleibt man da relativ ruhig. So gibt es viele Möglichkeiten, das Betriebssystem wieder zum Laufen zu bekommen. So kann man MAC OS X einfach neu installieren, salopp gesagt ‚drüberbügeln‘. Das klingt nach Gemurkse, ist aber eine saubere Lösung. Nach der Neuinstallation läuft der Mac mit allen Programmen, Einstellungen und Dateien wieder bestens.

Schneller geht es mit einer externen Backup-Festplatte. Apple-Rechner haben Firewire und Thunderbolt-Schnittstellen. Der Vorteil: Angeschlossene Festplatten kann man beim Start mit gedrückter ALT-Taste auswählen und dann booten.

Verbotsschild statt Apple-Logo

Das alles funktioniert aber dieses Mal nicht. Das streikende Macbook Pro begrüßt mich immer noch mit einem Verbotsschild, statt mit dem Apple-Logo. Egal welche Festplatte ich auswähle.

Nach 30 Minuten googlen erfahre ich, dass Apple mit der Einführung der Betriebssystemversion LION (10.7.) auf das sogenannte Internet-Recovery setzt. Bei streikendem Rechner braucht man kein externes Laufwerk oder Installations-DVD mehr. Mit jeder Internet-Verbindung bekomme man seinen Rechner zum Laufen.

Apple schreibt auf seiner Internetseite: „Einfach beim Starten „Befehl-R“ gedrückt halten, und schon legt die Lion Wiederherstellung los.“

Leider ist es so einfach aber nicht. Zwar erscheint auf meinem Macbook Pro nun das Apple-Logo beim Einschalten, danach passiert aber nichts mehr. Selbst nach stundenlangen Warten.

Danke Apple-Support

Vielleicht gibt es noch einen anderen Tipp auf der Apple-Support-Seite? PRAM löschen? Bootcache löschen? Abgesicherter Modus? Klingt alles sehr technisch. Alles probiert, aber nichts geholfen.

Der freundliche Mitarbeiter von Apple gab mir dann noch einen Tipp mit der Tastenkombination ALT-CMD-R beim Starten zu drücken. Und siehe da! Das funktioniert! Warum diese Tastenkombination bei Apple nirgends dokumentiert ist, konnte er mir nicht sagen.

Nun begrüßt mein Macbook mich mit dem „Internet Recovery“. Nach Auswahl der Internetverbindung kann man das Betriebssystem über das Netz laden und installieren. Allerdings muss die Festplatte vorher formatiert und neu partitioniert werden. Einfach darüberinstallieren geht in diesem Fall nicht. Erst nach dieser Prozedur startet das Gerät wieder einwandfrei.

Im Telefongespräch stellte sich auch heraus, warum mein Rechner partout nicht mehr booten wollte. Das neue Macbook Pro arbeitet mit einem ganz neuen Chipsatz (Ivy Bridge). Das Betriebssystem MAC OS X Version 10.7.4. ist für diese neue Prozessorgeneration modifiziert worden. Es gibt also nicht nur verschiedene Betriebssystemversionen, sondern auch unterschiedliche Unterversionen, je nachdem welcher Prozessor verbaut ist.

Von wegen, Apple ist einfach! Apple ist ziemlich kompliziert geworden.

Zum Autor: Sascha Baron ist Herausgeber von business-on.de für die Region Saar-Lor-Lux und Geschäftsführer der DREILANDMEDIEN UG

 

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