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Wachsendes Misstrauen in Datensicherheit

Das Misstrauen in die Datensicherheit im World Wide Web wächst: Vier von fünf Usern halten ihre Daten für unsicher – die Hälfte fühlt sich von staatlichen Abhöraktionen bedroht. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des BITKOM.

Das Misstrauen in die Datensicherheit im World Wide Web wächst: Vier von fünf Usern halten ihre Daten für unsicher - die Hälfte fühlt sich von staatlichen Abhöraktionen bedroht. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des BITKOM.

In Deutschland gibt es einen Vertrauensverlust, was die Sicherheit von Daten im Internet betrifft. Laut aktueller Bitkom-Umfrage halten 80 Prozent der Internetnutzer in Deutschland ihre persönlichen Daten im Internet für unsicher. Bei einer BITKOM-Umfrage im Jahr 2011 waren es 55 Prozent. „Das Vertrauen vieler Internetnutzer in die Sicherheit ihrer Daten wurde durch die NSA-Affäre erschüttert“. Der Abhöraffäre zum Trotz: Die größte Gefahr geht von der organisierten Cyber-Kriminalität aus“, warnte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

Steigende Angst vor Ausspähungen

Laut Umfrage fühlt sich jedoch fast die Hälfte (49 Prozent) der Internetnutzer von der Ausspähung ihrer persönlichen Daten durch staatliche Stellen bedroht. Im Juli waren es 39 Prozent. Damit machen sich mehr Internetnutzer Sorgen vor der Bespitzelung durch den Staat als vor Schaden durch Cyber-Kriminelle. Denn 46 Prozent der befragten Internetnutzer fühlen sich von einer möglichen Ausspähung ihrer Daten durch Kriminelle bedroht. Auch dem Umgang des Staates und der Wirtschaft mit persönlichen Daten stehen die Befragten kritisch gegenüber. Laut Umfrage misstrauen 68 Prozent der Internetnutzer Staat und Behörden beim Umgang mit ihren persönlichen Daten im Web – 64 Prozent misstrauen der „Wirtschaft allgemein“.

BITKOM fordert u. a. eine Befreiung der Unternehmen von der derzeit weitgehenden Verschwiegenheitspflicht über Abhörmaßnahmen zur Schaffung von mehr Transparenz, Verhandlungen über ein No-Spy-Abkommen und eine internationale Übereinkunft für die Herausgabe von Kundendaten an staatliche Stellen. Seine Forderungen an die Politik hat der BITKOM bereits im November in einem Positionspapier zusammengefasst.

Im Auftrag des BITKOM hat das Marktforschungsinstitut ARIS Umfrageforschung im Juli und im November 1.000 Internetnutzer ab 14 Jahre befragt.

 

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