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Investitionen ins Breitbandnetz erhöhen das Wirtschaftswachstum

Länder, die ihr Breitbandnetz erfolgreich ausgebaut haben, sind in den letzten Jahren signifikant schneller gewachsen.

Länder, die ihr Breitbandnetz erfolgreich ausgebaut haben, sind in den letzten Jahren signifikant schneller gewachsen.

Das ist das Ergebnis der neuen Studie „Broadband Infrastructure and Economic Growth“ des ifo Instituts, die heute bei der Denkfabrik Bruegel in Brüssel vorgestellt wird. Gemäß der Studie geht eine Erhöhung der Breitbandausbreitung um 10 Prozentpunkte mit einem um 0,9-1,5 Prozentpunkte höheren jährlichen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf einher. Ludger Wößmann, Leiter des Bereichs Humankapital und Innovation am ifo Institut und einer der Autoren der Studie sagt: „Modernes Wirtschaftswachstum wird von Innovationen und Wissen getragen, deren Verbreitung durch schnelles Internet via Breitband erheblich erleichtert wird.“

Der Austausch von Informationen, der durch Breitbandinfrastruktur ermöglicht wird, trägt nicht nur zu einer besseren Nutzung des bestehenden Wissensstands bei, sondern ermöglicht auch die Gewinnung neuer Erkenntnisse und erhöht so den Wissensstand. Die moderne volkswirtschaftliche Wachstumstheorie sieht in der Generierung neuen Wissens und im technologischen Fortschritt die entscheidenden Treiber wirtschaftlichen Wachstums. Tobias Kretschmer, Direktor des Instituts für Kommunikationsökonomie der Ludwig-Maximilians-Universität München und ein weiterer Autor der Studie erklärt: „Breitband kann als eine Universaltechnologie angesehen werden, deren wachstumsfördernder Effekt weit über den anderer neuer Technologien hinausgeht.“

Die Studie untersucht das Wirtschaftswachstum in 25 OECD-Ländern im Zeitraum 1996-2007. Im Jahr 2003 lag die Breitbandrate in Deutschland rund 10 Prozentpunkte hinter den führenden OECD-Ländern. Der berechnete Effekt ist so groß, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 2007 um 3,7 bis 5,9 Prozent höher gewesen wäre, wenn Deutschland in 2003 zu den führenden Breitbandländern gehört hätte.

Um Investitionen in Breitbandnetze anzukurbeln, sind nicht fiskalische Eingriffe die erste Wahl, sondern eine Ausgestaltung der regulativen Rahmenbedingungen, die Anreize für privatwirtschaftliche Investitionen in moderne Breitbandnetze setzt. Die dadurch hervorgerufenen Investitionen heben die Volkswirtschaft ohne zusätzliche Staatsverschuldung langfristig auf einen höheren Wachstumspfad.

 

Mario Bruns

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