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Männlich, ledig, jung surft

Wie oft nutzen Chefs und Vorgesetzte soziale Netzwerke während der Arbeitszeit? Laut einer Studie der Universität Bergen (UiB) verbringen sie am meisten Zeit mit der privaten Social-Media-Nutzung.

Tim Reckmann / pixelio.de

Immer mehr Menschen nutzen auch während der Arbeitszeit soziale Medien wie Facebook. Dem gegenüber sind Chefs und Vorgesetzte besonders kritisch eingestellt, wie die Untersuchung der UiB belegt. Warum also nutzen sie trotzdem Social Media am meisten? Das dürfte den Forschern zufolge daran liegen, dass Manager lange Arbeitstage mit dem Privatleben in Einklang bringen müssen – und weniger Konsequenzen fürchten.

Überlappung von Privat- und Berufsleben

„Es ist sehr interessant, dass Topmanager, die dem privaten Surfen während der Arbeitszeit gegenüber negativ eingestellt sind, die sind, die in der Arbeit am meisten für private Zwecke surfen“, meint Cecilie Schou Andreassen vom Institut für Psychosoziale Wissenschaft der UiB. Ihr zufolge liegt das wohl daran, dass sich aufgrund langer Arbeitszeiten Privat- und Berufsleben viel stärker überlappen. Um Mitarbeiter während der Arbeitszeit von Facebook und anderen sozialen Medien fernzuhalten, empfiehlt die Wissenschaftlerin indes eher Motivation denn Überbelastung.

Produktivitäts-Ängste und Karriere-Chancen

Die negative Einstellung von Managern gegenüber privater Social-Media-Nutzung erwächst laut Schou Andreassen wohl aus der Befürchtung, dass dadurch die Produktivität sinkt. Dabei gibt es dazu widersprüchliche Forschungsergebnisse. Manche bestätigen die Annahme offenbar, andere dagegen lassen vermuten, dass privates Surfen den Kopf frei macht und somit eher hilft. Mitarbeiter mit Arbeit zu überladen, um privates Surfen zu unterbinden, sei jedenfalls der falsche Weg. „Gute Regeln in Kombination mit motivierenden Herausforderungen bei der Arbeit können privates Surfen während der Arbeitszeit unterbinden“, meint die Expertin.

Surfen wegen hohen sozioökonomischen Status?

Dass eigentlich Manager eher während der Arbeit privat auf sozialen Medien aktiv sind, mag nicht nur an ihren langen Arbeitszeiten liegen. „Das Ergebnis spiegelt vielleicht auch wieder, dass Menschen mit hohem sozioökonomischen Status nicht so viel Angst vor Jobverlust haben“, erklärt Shou Andreassen. Zudem vermutet sie, dass Menschen in gehobenen Positionen eher versuchen, mittels sozialen Medien ihre Karriere weiter voranzutreiben.

Männer und jüngere Mitarbeiter sind online aktiver

Die Studie, an der rund 11.000 norwegische Probanden beteiligt waren, hat freilich nicht nur Manager als Top-Surfer identifiziert. So konnten die Forscher ermitteln, dass während der Arbeitszeit Männer eher privat auf soziale Medien zugreifen als Frauen. Wenig überraschend sind jüngere Mitarbeiter online aktiver. Zudem fällt auf, dass Singles stärker auf Facebook und Co agieren. „Soziale Medien erfüllen für sie wohl eine wichtigere soziale Funktion als für Menschen in Beziehungen“, meint Shou Andreassen.

 

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