Connect with us

Hi, what are you looking for?

Fachbeiträge Marketing

Fake-Likes von Linkfarmen in Nordafrika mit einfachem Trick verhindern

Exaktes Targeting bei Facebook-Werbung ist so eine Sache: Sehr oft kommt es zu massenhaften arabischsprachigen Fake-Likes, das knappe Werbebudget verpufft ohne Wirkung. Mit einem einfachen Trick lässt sich das Problem aber lösen.

<a href="https://pixabay.com/de/users/geralt-9301/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Gerd Altmann</a> / <a href="https://pixabay.com/de/" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Pixabay.com</a>

Das Problem taucht derzeit immer öfter auf: Ein regionales aktives Unternehmen in Deutschland schaltet für teures Geld Facebook-Werbung und bekommt dafür massenhaft Likes von Profilen aus arabischsprachigen Ländern. Und das, obwohl bei der Zielgruppenfestlegung z.B. „Deutsch“ als Sprache oder der Sitz des Unternehmens als „Standort“ eingestellt worden ist, aus dessen Umkreis die neuen Fans kommen sollen. Selbst weitere Zielgruppeneingrenzungen wie „Ausbildung“ oder „Arbeitgeber in einer bestimmten Branche“ ändern nichts an dem Problem.

Wo bleibt das exakte Targeting bei Facebook?

Likes von ‎‎سراجالبرجس‎ aus Dayr Az Zawr in Syrien oder اسم شريف‎ aus dem syrischen Basra, für die erhebliches Werbebudget aufgewendet werden muss, sind für lokale Unternehmen aus Deutschland sinnlos. Etwa wenn ein Nahverkehrsbetrieb ein bestimmtes Ticket auf Facebook bewirbt oder ein Handwerker seine Dienste in der Nachbarschaft anbieten will. Und die Interaktionen dieser „Fans“, die des Deutschen wohl eher nicht mächtig sind, gehen gegen Null – was dann dauerhaft auch noch die organische Reichweite der Postings in den Keller zieht.

Wie kann das passieren? Rühmt sich doch Facebook seines exzellenten Targetings, mit dem Anzeigenkunden jederzeit die passende Zielgruppe exakt erreichen. Damit Werbekunden keine unangenehme Überraschung erleben, beschreibt die auf Social Media spezialisierte Düsseldorfer Agentur conosco zwei Hauptfehler beim Erstellen von Facebook-Anzeigen und schlägt eine pragmatische Lösung aus der Praxis vor.

Fehler Nr. 1: Wer einen der zahlreichen blauen Buttons wie „Beitrag bewerben“, „Lokales Unternehmen hervorheben“, „Hervorheben“ oder „Website hervorheben“ auf seiner Facebook-Seite benutzt, um einen „Sponsored Post“ oder eine Werbeanzeige zu starten, hat bereits verloren. Denn die Targeting-Möglichkeiten sind damit extrem ungenau und man wird sehr schnell Opfer von Klickfarmen in Nordafrika oder dem arabischen Raum.

Der Grund: Diese Werbung wird dank des Facebook-Algorithmus bevorzugt an diejenigen Nutzer ausgespielt, die in der Vergangenheit bereits durch besonders eifriges „Liken“ aufgefallen sind. Das führt dann zwar schneller zu vielen „Gefällt mir“, aber die Qualität der neuen Fans stimmt ganz und gar nicht.

Ratsam ist es deshalb auf jeden Fall, Anzeigenkampagnen manuell über den Werbeanzeigenmanager, den Power Editor oder den neuen Kampagnenplaner (zu erreichen über den Business Manager unter „Plan“) zu erstellen und nicht die automatisierten Funktionen, die Facebook den Administratoren ständig anbietet, zu verwenden.

Wie kommt es zu massenhaften Likes aus arabischen Ländern?

Wahrscheinlich verbergen sich dahinter Klickfarmen, die damit ihre illegalen Machenschaften vertuschen wollen. Dies geschieht durch wahlloses Liken von beworbenen Seiten und soll die automatische Fraud Detection von Facebook aushebeln. Denn dadurch – so die Hoffnung – fallen die zahlenden Kunden, die bei ihnen Fans kaufen, nicht mehr auf und Facebook kann nicht so einfach erkennen, ob es sich um Fake Accounts oder normale User-Konten handelt.

Fehler Nr. 2: Auch wer seine Facebook-Werbekampagnen über den Werbeanzeigenmanager, den Power Editor oder den Kampagnenplaner erstellt, muss auf viele Feinheiten achten. So hat etwa der ausgewählte Gebotstyp bei der Auktion der Werbeplätze Einfluss auf das Ergebnis. Facebook bietet hier CPC, CPM, oCPM oder CPA an. Bei oCPM („optimized cost per mille“) beispielsweise wird eine Werbeanzeige optimiert an Menschen (innerhalb der definierten Zielgruppe) ausgeliefert, die dem Facebook-AdServer als „besonders likewillig” bekannt sind. Infolgedessen bekommen diese Werbung bevorzugt Menschen gezeigt, die wahrscheinlich auch Fan von vielen anderen Seiten sind. Wie die Fake-Profile aus den Klickfarmen oder sonstige „Power-Liker“ aus arabischsprachigen Ländern. Andere Feinheiten sind z.B. die Wahlmöglichkeiten bei den Standorteinstellungen „Personen, die in diesem Ort leben“ ist hier besser als „Jeder in diesem Ort“.

Die einfache Lösung für das Problem

Seit einiger Zeit gibt es unter den Ausschlusskriterien bei der Zielgruppendefinition bei Facebook den Punkt „Expats (Alle)“. Expats sind Menschen, die im Ausland leben. Denn die Mitarbeiter der Klickfarmen in Nordafrika und anderen arabischsprachigen Ländern geben oft an, in Deutschland zu wohnen (vorzugsweise in Großstädten), halten sich in Wirklichkeit aber meist in ihrem Heimatland auf. Das erkennt Facebook anhand der IP-Adressen und schließt diese Personen von der Anzeige der Werbung aus – natürlich nur, wenn die entsprechende Einstellung bei der Zielgruppen-Eingrenzung vorgenommen wurde.

Unter Umständen bekommen dadurch einige Personen, die tatsächlich nach Deutschland eingewandert sind, die Werbung nun nicht mehr zu sehen. Aber vor allem trifft es die Fake-Liker, die zu 95 Prozent – so die praktische Erfahrung – durch diesen Filter abgehalten werden können. Ein ergänzender Trick ist der Ausschluss von Personen, die in ihrem Profil als Arbeitgeber „Facebook“ angegeben haben. „Klick-Farmer“ machen das offensichtlich sehr gerne, schließlich verdienen sie ja auch mit den Klicks bei Facebook ihr Geld.

 

Anzeige

Aktuell

Nur jedes siebte deutsche Unternehmen erfüllt alle Anforderungen der EU-Whistleblower-Richtlinie, die am 17. Dezember 2021 in Kraft tritt.  Für die internationale Studie, die die...

Aktuell

Verkaufen statt Wegwerfen – eine aktuelle repräsentative Umfrage von Deutschlands Recommerce-Marktführer rebuy bestätigt den gesellschaftlichen Trend zur Kreislaufwirtschaft. Immer mehr Konsumenten ermöglichen gebrauchten Produkten...

Aktuell

In den nordrhein-westfälischen Großstädten, also allen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern, überstieg die Zahl der Fortgezogenen im Jahr 2020 erstmals seit zehn Jahren...

Aktuell

Wunder geschehen immer wieder, aber man kann auch daran drehen. Im neuen Programm des Essener Varieté-Theaters GOP drehen sich Reifen, Ringe, Kegel, bei den...

Aktuell

Evonik Industries AG hat eine erste grüne Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von 500 Millionen Euro platziert. Diese Anleihe ist das erste grüne Finanzierungsinstrument des...

Aktuell

Im Jahr 2020 wurden in 126 nordrhein-westfälischen Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes 281.400 Tonnen (−2,9 Prozent gegenüber 2019) Wurst und ähnliche Erzeugnisse im Wert von 1,5 Milliarden Euro...

Weitere Beiträge

Nahezu 80.000 ausländische Studenten waren im letzten Wintersemester an einer Fachhochschule oder Universität in NRW eingeschrieben. Die FernUniversität Hagen hat die höchste Anzahl an...

Aktuell

„Wir müssen umdenken und den Markt für den gehobenen Individualtourismus antriggern“, davon war Bernd Maesse bereits im März überzeugt. Die Nachfrage nach Hotels und...

Aktuell

Das Jahr 2020 hat durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns und Einschränkungen für viele Turbulenzen in der Wirtschaft gesorgt. Insbesondere der Handel...

Aktuell

Die carValoo GmbH und der TÜV Rheinland haben heute eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei digitalen Schadenservices für Flottenbetreiber unterzeichnet. Zentraler Bestandteil der Kooperation ist...

Aktuell

Vom Rheinland über Westfalen bis an die Lippe - die nordrhein-westfälische Vergangenheit ist künftig einfach erklickbar. Auf dem von der Bezirksregierung Köln betreuten Kartenportal...

Aktuell

Der ADAC hat deutsche Autowasch- und Portalanlagen getestet. Das Ergebnis: Zwei Anbieter aus Dortmund sind unter den Top 5.

Aktuell

Tomas Sena, ist Gründer des Prager Start-Ups Swardman. Seinen Traum verwirklicht er auf ganz besondere Art und Weise.

Industrie 4.0 & Logistik

Start-Ups in der Logistik sind ein Trendthema - auch im Ruhrgebiet. Die Digitalisierung muss in der Logistikbranche greifen, um Industrie 4.0 überhaupt zu ermöglichen....

Send this to a friend