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Web & Telekommunikation

Mit Avira-App gestohlene Smartphones aufspüren

Der Verlust eines Smartphones ist für viele äußerst schmerzlich. Nicht nur des Geldes wegen: Unzählige persönliche wie berufliche Kontakte, Bilder, Musik und Apps machen das eigene Handy zu weit mehr als nur einem mobilen Telefon. Mir der neuen App „Free Android Security“ will Antivirenhersteller Avira das Auffinden von gestohlenen oder verlorenenen Handys zum Kinderspiel machen.

Screenshot / Avira

Die Features der Software umfassen das Wiederaufspüren des Gerätes auf einer Karte, die Möglichkeit, den Zugriff aus der Ferne per Code zu sperren, ein Alarmsignal ausgeben zu lassen und wichtige Daten und Kontakte nötigenfalls zu löschen. 

Dazu können über das Internet auch weitere Daten des eigenen Handys eingesehen werden, wie etwa der Akkustand. Findet ein Dritter das Gerät, kann er über die Sperroberfläche entweder eine voreingespeicherte, alternative Rufnummer wählen oder den Besitzer per E-Mail kontaktieren.

Der Download von Google Play wiegt erfreulicherweise nur etwa 850 Kilobyte. Nach der Installation belegt Avira Free Android Security 1,3 Megabyte. Die App lässt sich alternativ vom Hauptspeicher auf die SD-Karte verschieben, wodurch sich der Platzverbrauch auf der Systempartition halbiert.

Avira verzichtet bei der Installation auf die Abfrage persönlicher Daten. Die einzigen Nutzungsvoraussetzungen sind ein kompatibles Telefon sowie eine E-Mailadresse. Im ersten Schritt erhält der User eine Bestätigungsnachricht, im zweiten Schritt legt er ein Passwort fest und kann dem Tool anschließend separat die Rechte zur Löschung der gespeicherten Daten gewähren. Im Vergleich mit anderen „Rettungsprogrammen“ ist jenes von Avira damit am schnellsten startklar.

Zuverlässige Funktion

Verwaltet und ausgelöst werden alle Features über das übersichtlich gehaltene Web-Backend, die Programmoberfläche am Smartphone bietet nur die bereits genannte Rechteverwaltung an. Sowohl die (Ent-)Sperrung des Gerätes als auch das Abspielen des 20-sekündigen Warntones aus dem Ruhemodus heraus klappten reibungslos und in wenigen Sekunden.

Selbiges gilt für die Löschung, wobei man zwischen dem Entfernen aller Kontakte auf der SIM-Karte, dem Leeren des gesamten Speichers und einer Rücksetzung auf die Werkseinstellungen sowie einer beliebigen Kombination aller drei Varianten wählen kann.

Auch das Auffinden des eigenen Telefons geht schnell vonstatten. Jedoch scheint sich Aviras System ausschließlich auf die Positionsfindung über das GSM-Netz zu verlassen.

Bei guter Abdeckung in der Wiener Innenstadt funktionierte die Abfrage schnell und zuverlässig, lag jedoch um gut 50 Meter daneben. Eine Performance, die in weniger durchmasteten Gegenden wahrscheinlich zu ungenaueren Ortungsergebnissen führt.

Wer hofft, einen etwaigen Handydieb an seiner exakten Wohn- oder Lageradresse zu erwischen, wird enttäuscht. Am Testgerät machte es keinen Unterschied, ob das GPS-Modul aktiviert war, oder nicht.

Kein Installationsschutz

Auch die Anzeige der Gerätedaten – Telefonnummer, IMEI, Betriebssystem und Co – klappte. Am Testgerät konnte jedoch der Ladestand des Akkus nicht ausgelesen werden.

Ein kleiner Wehrmutstropfen ist zudem die ungeschützte Installation. Ist das Smartphone nicht gesperrt, kann Avira Free Android Security auf normalem Wege über die Android-Settings entfernt werden. Ein Passwort oder eine andere Sicherheitsschranke dafür gibt es nicht.

Insgesamt konnte das Programm dennoch überzeugen, auch wenn es dem Funktionsumfang mancher Alternative nicht ganz gerecht wird. Besonders positiv sticht die schnelle Einrichtung und der leichtgewichtige Betrieb hervor. Avira erlaubt die Verwaltung von bis zu fünf Geräten pro E-Mail-Adresse.

Die Software steht kostenlos auf Google Play zum Download zur Verfügung und sollte auf den meisten Telefonen mit Android 2.2 oder höher laufen.

 

Felix Beilharz

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