Connect with us

Hi, what are you looking for?

Kreativwirtschaft

Bundesweites Kompetenzzentrum eröffnet

Im Rahmen der „Initiative Kultur- und Medienwirtschaft“ der Bundesregierung hat das „Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft“ am 12. November 2009 seine Arbeit aufgenommen.

Aufgaben des Kompetenzzentrums, das beim Rationalisierungs- und Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft (RKW) im hessischen Eschborn angesiedelt ist, sollen die Etablierung dieses Wirtschaftszweiges als zentrale Säule der zunehmend wissensbasierten Volkswirtschaft und die Vermittlung zwischen Kreativen und der Politik sein.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, erklärte dazu: „Mit dem Kompetenzzentrum erhält die Kultur- und Kreativwirtschaft erstmals auf der Ebene des Bundes eine eigene Plattform für Information, Beratung und Vernetzung. Ein wichtiges Anliegen ist mir dabei, dass die bestehenden Mittelstands- und Innovationsprogramme des Bundes für die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Branche geöffnet werden.“

Als eine zentrale Adresse für alle Belange der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland soll das Kompetenzzentrum des Bundes aufzeigen, wo Handlungsbedarfe bestehen und hierfür Lösungsansätze entwickeln. Durch thematische, branchenübergreifende Schwerpunkte wird es die einzelnen kreativen Unternehmer und Unternehmerinnen ebenso ansprechen, wie die Organisationen der Teilbranchen und Institutionen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Das Kompetenzzentrum soll außerdem den Zugang zu bestehenden Fördermaßnahmen verbessern, die Professionalisierung und Weiterbildung vorantreiben und dabei helfen, die Marktchancen für Kreative zu optimieren und den Zugang zu internationalen Märkten zu erschließen.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann: „Wir verdanken der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland die Entwicklung kulturell-innovativer und international wettbewerbsfähiger Produkte, die uns wirtschaftlich weit voran gebracht haben. Deswegen ist der neuen Bundesregierung eine weitere Stärkung der Kultur- und Kreativwirtschaft besonders wichtig. Durch das neu geschaffene Kompetenzzentrum des Bundes sollen künftig individuelle Angebote wie Orientierungsberatungen, Sprechtage und die regionale Vernetzung der Akteure organisiert werden. Zum Beginn des Jahres 2010 werden dafür acht regionale Kontakt- und Anlaufstellen eingerichtet, die konkrete Hilfestellungen für Kulturschaffende und Kreative anbieten.“

In persönlichen Einzelgesprächen und bei Veranstaltungen sollen Informationen zu passenden Förderprogrammen, Markt- und Arbeitsbedingungen sowie zu kaufmännischer Professionalisierung vermittelt werden. Dabei wird eine enge Zusammenarbeit mit regionalen Dienstleistern und Wirtschaftsförderern angestrebt. Neben der Fortsetzung der branchenspezifischen Dialoge soll ein besonderes Augenmerk auf die branchenübergreifenden Fragen der kleinteiligen Kultur- und Kreativwirtschaft gerichtet werden. Neben der Hauptstelle des „Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft“ werden acht regionale Kontakt- und Anlaufstellen – für NRW in Düsseldorf – eingerichtet, die Ansprechpartner für die Kreativen vor Ort sind. Dafür werden derzeit die Projektleiter/innen gesucht.

Weiter hat der Parlamentarische Staatssekretär Hans-Joachim Otto, MdB angekündigt, dass die Künstlersozialversicherung gestärkt werden soll. Die Verwertungsgesellschaften (z.B. GEMA) sollen neu strukturiert werden.

Der Deutsche Kulturrat begrüßte die Einrichtung des Kompetenzzentrums. Geschäftsführer Olaf Zimmermann sagte dazu: „Mit der Einrichtung des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft bekommt die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung nun Hand und Fuß. Nachdem über anderthalb Jahre eine Bestandsaufnahme zu den Problemen der einzelnen Teilmärkte erfolgte, ist es sehr zu begrüßen, dass in dieser Legislaturperiode gleich zu Beginn etwas Konkretes auf den Weg gebracht wurde, um nicht nur von der Bedeutung und Stärkung der Kulturwirtschaft zu reden, sondern dies auch tatsächlich umzusetzen.“

 

Anzeige

Aktuell

In Nordrhein-Westfalen weist laut Berechnungen des digitalen Immobilienmanagers objego mehr als jedes dritte Wohngebäude (34,8 Prozent) die schlechteste Energieeffizienzklasse G oder H auf. Ab 2023...

Aktuell

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine treffen das nordrhein-westfälische Metallhandwerk in einer Phase der Normalisierung der wirtschaftlichen Entwicklungen. Waren zum Jahreswechsel noch die...

Informationstechnik

Jedes Jahr überschwemmen Produktfälschungen den europäischen Markt und fügen Unternehmen Schäden in Milliardenhöhe zu. Eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OSZE)...

Metropol-Wirtschaft

Wie blicken junge Menschen auf einen Konzern wie Evonik? Davon hat Personalvorstand und Arbeitsdirektor Thomas Wessel sich im März ein Bild machen können. Beim...

Aktuell

Die Düsseldorfer Künstlerin Elisabeth Brockmann ist bekannt für ihre „großen Überraschungen“ in der künstlerischen Arbeit mit, an und in Gebäuden. Vom 14. März bis...

Aktuell

Grigori Kalinski gilt im deutschsprachigen Raum als führender Coach im Bereich des Amazon Kindle Publishings. Ungeachtet seines jungen Alters ist er seit einigen Jahren...

Weitere Beiträge

Nahezu 80.000 ausländische Studenten waren im letzten Wintersemester an einer Fachhochschule oder Universität in NRW eingeschrieben. Die FernUniversität Hagen hat die höchste Anzahl an...

Aktuell

„Wir müssen umdenken und den Markt für den gehobenen Individualtourismus antriggern“, davon war Bernd Maesse bereits im März überzeugt. Die Nachfrage nach Hotels und...

Aktuell

Das Jahr 2020 hat durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns und Einschränkungen für viele Turbulenzen in der Wirtschaft gesorgt. Insbesondere der Handel...

Aktuell

Die carValoo GmbH und der TÜV Rheinland haben heute eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei digitalen Schadenservices für Flottenbetreiber unterzeichnet. Zentraler Bestandteil der Kooperation ist...

Aktuell

Vom Rheinland über Westfalen bis an die Lippe - die nordrhein-westfälische Vergangenheit ist künftig einfach erklickbar. Auf dem von der Bezirksregierung Köln betreuten Kartenportal...

Aktuell

Der ADAC hat deutsche Autowasch- und Portalanlagen getestet. Das Ergebnis: Zwei Anbieter aus Dortmund sind unter den Top 5.

Aktuell

Tomas Sena, ist Gründer des Prager Start-Ups Swardman. Seinen Traum verwirklicht er auf ganz besondere Art und Weise.

Industrie 4.0 & Logistik

Start-Ups in der Logistik sind ein Trendthema - auch im Ruhrgebiet. Die Digitalisierung muss in der Logistikbranche greifen, um Industrie 4.0 überhaupt zu ermöglichen....