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Kein Coaching ist auch keine Lösung

Für business-on traf Susan Tuchel die Diplomkauffrau Jenny Schubert, Business Coach und Inhaberin von Die KonturManager, in ihren Büroräumen in Düsseldorf-Flingern.

Kontur

business-on.de: Der Coaching-Markt im deutschsprachigen Raum verzeichnet seit Jahren ein durchschnittliches jährliches Wachstum von etwa 10 Prozent und steht mit der Anzahl der Coaches weltweit auf Platz drei. Business Coaching gilt als die populärste Form der Führungskräfteentwicklung. Wie kommt es zu dieser steigenden Nachfrage?

Jenny Schubert: Viele Unternehmen stehen ratlos vor den Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0. Sie müssen ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, ihre Lieferketten verschlanken, ihre Kommunikation und ihre Marketingstrategien den Bedürfnissen ihrer Kunden anpassen. Insbesondere traditionelle Familienunternehmen, aber auch viele Mittelständler und Konzerne haben erkannt, wie wichtig es ist, Veränderungsprozesse anzustoßen, um den Anforderungen des globalen Marktes gerecht zu werden oder um Wege aus der Krise zu finden.

business-on.de: Geht es in erster Linie um den Führungsstil der Führungsetage?

Jenny Schubert: Es ist wichtig, Führungskräfte und Projektleiter zu coachen, um das System „Unternehmen“ zu verändern. Change-Prozesse sollten von der Führung ausgehen: Ich öffne den Tunnelblick und bringe nicht nur das Unternehmen weiter, sondern stärke die Sozial- und Führungskompetenzen. Ich weiß, unter welchem enormen Druck Manager stehen.

business-on.de: Ihr Beratungsunternehmen heißt „Die KonturManager“. Welchen Ansatz verfolgen Sie?

Jenny Schubert: Ich habe mich als Change Managerin und Systemischer Business Coach auf die Begleitung von Veränderungsprozessen spezialisiert, von der Führungsspitze bis zum Mitarbeiter. Mein Ansatz ist systemisch, d. h. ich untersuche die gesamte Organisation und die Kommunikationsstrukturen eines Unternehmens anstatt Probleme isoliert zu betrachten.

business-on.de: Haben Sie Beispiele für Veränderungsprozesse, die Sie als Coach anstoßen?

Jenny Schubert: Ja, wenn der Chef eines Unternehmens am Ende des Coachings den Veränderungsprozess souverän ins Unternehmen trägt. Wenn man systemisch arbeitet, lassen sich solche Prozesse auch in die nächsten Ebenen transportieren. Da werden aus Außendienstlern in einem mittelständischen Unternehmen Beratungschampions, weil die Mitarbeiter an eine Veränderungsstory glauben, an der sie selber mitschreiben.

business-on.de: Wie laufen solche Prozesse ab?

Jenny Schubert: Das Vorgehen ist in allen Branchen und in allen Wandel- und Aufbruchssituationen ähnlich. Es geht zunächst darum innezuhalten, dann nachzudenken, sich auf den Changeprozess zu fokussieren, anzupacken, Schlechtes loszulassen, mehr Klarheit und Sicherheit zu gewinnen und am Ende mit einen neuen Kontur wie ein Phönix aus der Asche zu steigen. Diesen Prozess von Anfang bis Ende zu begleiten, das ist für mich als Coach eine ebenso große Herausforderung wie für die Führungskraft selbst. Aber ein Weg, den es sich unbedingt zu gehen lohnt.

 

Susan Tuchel

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