Connect with us

Hi, what are you looking for?

Web & Telekommunikation

Mit Smartphone-Apps die Markentreue steigern

Apps verändern die Einstellung der Benutzer zu Marken – dies behaupten Forscher aus den USA und Australien im Fachmagazin „Journal of Interactive Marketing“. Allerdings folgt diese neue Art des Marketings völlig anderen Spielregeln, als klassische Markenstrategien. Besonders wichtig sei der deutliche Mehrwert für die User und aktuelle Inhalte.

Kigoo Images / pixelio.de

Das Handy bietet die mächtigste Plattform für Werbung bisher. „Zu Marken auf dem Handy haben Nutzer einen persönlicheren Bezug als zu jenen auf Internetseiten. Der Endkunde lädt die App selbst herunter und besitzt sie. Zudem dringt die App viel tiefer ins Bewusstsein ein, da das Handy immer mehr eine Verlängerung des Körpers ist“, sagt Robert Potter, Kommunikationsforscher an der Indiana University.

Der Studienautor ließ 225 Testpersonen acht Apps von bekannten Marken testen, überwachte dabei Herzfrequenz und Hautleitwert und überprüfte Änderungen im Kaufverhalten und in der Einstellung zur Marke.

Allein der Nutzwert zählt

Apps erfüllen die Absicht ihrer Marke umso effektiver, je informativer und nützlicher sie für Kunden sind, zeigte der Vergleich. Besonders erfolgreich war etwa eine Kraft-App, die Kochtipps gibt und zeigt, wie man Gäste mit eigenen Produkten unterhält.

Ähnlich positiv schnitt der US-Einzelhändler Target ab, dessen App wöchentliche Sonderangebote und nach einem Barcode-Scan von Produkten im Regal auch Kundenmeinungen dazu liefert.

„Apps mit konkretem Nutzwert macht der Kunde zum Teil der Lebensführung“, berichtet Potter.

Distanziert blieben die Testpersonen hingegen bei Apps, die experimentell ausgerichtet sind oder interaktive Spiele verwenden. So landeten etwa eine Gap-App, mit der man Mode aus dem Produktkatalog an Avataren probiert, sowie eine App zur virtuellen Probefahrt mit einer BMW-Replik, auf den hinteren Plätzen.

„Es ist viel schwieriger, eine informative App zu entwickeln, da zur Erstellung stets eine ganze Reihe von Werkzeugen nötig sind“, so der Studienautor. Der Aufwand lohne sich jedoch, wie die Ergebnisse beweisen.

Hybrid ist Zukunft

„Erfolgreich sind Apps erst, wenn sie der Kunde permanent verwendet. Für Marken-Apps gilt deshalb ‚Content is King‘. Zudem sollten sie Dialog ermöglichen und zum Handeln bewegen, etwa durch Coupons“, urteilt Thomas Hinterleithner, Vorstandsmitglied beim Dialog Marketing Verband Österreich.

Schlagende Vorteile der Apps in der Werbung seien die bessere Benutzerführung, die schnelle und interaktive Darstellung, die Aktualisierung sowie das Potenzial für Dialog und Vernetzung.

Langfristig glaubt Hinterleithner allerdings, dass angesichts der Markenflut nur die Apps der größten Marken bestehen, während andere auf mobile Webbrowser abwandern.

„Niemand kann hunderte Marken-Apps installieren und mit ihnen auch interagieren. Viel wahrscheinlicher ist deshalb, dass nach einer ersten Hype-Phase Hybride zwischen Apps und HTML5 entstehen und Webbrowser die Apps ersetzen.“

 

Rene Hissler

Anzeige

Aktuell

Nur jedes siebte deutsche Unternehmen erfüllt alle Anforderungen der EU-Whistleblower-Richtlinie, die am 17. Dezember 2021 in Kraft tritt.  Für die internationale Studie, die die...

Aktuell

Verkaufen statt Wegwerfen – eine aktuelle repräsentative Umfrage von Deutschlands Recommerce-Marktführer rebuy bestätigt den gesellschaftlichen Trend zur Kreislaufwirtschaft. Immer mehr Konsumenten ermöglichen gebrauchten Produkten...

Aktuell

In den nordrhein-westfälischen Großstädten, also allen Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern, überstieg die Zahl der Fortgezogenen im Jahr 2020 erstmals seit zehn Jahren...

Aktuell

Wunder geschehen immer wieder, aber man kann auch daran drehen. Im neuen Programm des Essener Varieté-Theaters GOP drehen sich Reifen, Ringe, Kegel, bei den...

Aktuell

Evonik Industries AG hat eine erste grüne Hybridanleihe mit einem Nominalvolumen von 500 Millionen Euro platziert. Diese Anleihe ist das erste grüne Finanzierungsinstrument des...

Aktuell

Im Jahr 2020 wurden in 126 nordrhein-westfälischen Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes 281.400 Tonnen (−2,9 Prozent gegenüber 2019) Wurst und ähnliche Erzeugnisse im Wert von 1,5 Milliarden Euro...

Weitere Beiträge

Nahezu 80.000 ausländische Studenten waren im letzten Wintersemester an einer Fachhochschule oder Universität in NRW eingeschrieben. Die FernUniversität Hagen hat die höchste Anzahl an...

Aktuell

„Wir müssen umdenken und den Markt für den gehobenen Individualtourismus antriggern“, davon war Bernd Maesse bereits im März überzeugt. Die Nachfrage nach Hotels und...

Aktuell

Das Jahr 2020 hat durch die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Lockdowns und Einschränkungen für viele Turbulenzen in der Wirtschaft gesorgt. Insbesondere der Handel...

Aktuell

Die carValoo GmbH und der TÜV Rheinland haben heute eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei digitalen Schadenservices für Flottenbetreiber unterzeichnet. Zentraler Bestandteil der Kooperation ist...

Aktuell

Vom Rheinland über Westfalen bis an die Lippe - die nordrhein-westfälische Vergangenheit ist künftig einfach erklickbar. Auf dem von der Bezirksregierung Köln betreuten Kartenportal...

Aktuell

Der ADAC hat deutsche Autowasch- und Portalanlagen getestet. Das Ergebnis: Zwei Anbieter aus Dortmund sind unter den Top 5.

Aktuell

Tomas Sena, ist Gründer des Prager Start-Ups Swardman. Seinen Traum verwirklicht er auf ganz besondere Art und Weise.

Industrie 4.0 & Logistik

Start-Ups in der Logistik sind ein Trendthema - auch im Ruhrgebiet. Die Digitalisierung muss in der Logistikbranche greifen, um Industrie 4.0 überhaupt zu ermöglichen....

Send this to a friend